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Harald Birgfeld, Webseite seit 1987/ Website since 1987

 

Aufruf

zu Olympia – olympische Spiele!

 

 

 

Neu: Die Entdeckung der eigenen Zeit, 2018 (im Entstehen)

 

Hier geht’s zu: Liebestestament, 2015, Früchte der Liebe, Lyrik, s. z.B.: Viel Blumenwerk und rosa Seide und

 

hier geht’s zu: Großes Liebestestament, 2017, Wurzeln der Liebe, Lyrik, s. z.B.: Sie waren beide völlig unerfahren

 

 

 

 

Alle Veröffentlichungen,

 

online und im Buchhandel

 

Gedicht der Woche,

 

Lyrik, Prosa und Ingenieurarbeiten

 

 

Galeriebild der Woche und

 

Bildergalerie

 

Zum Buchshop

 

 

Online und im Buchhandel:

Lyrik, Volltexte:

 

 

and I said to myself, what a wonderful world, 2014,

36 Gedichte mit fantastischen Inhalten, 44 S.

 

 

Alsterwanderweggedichte, 2017,

41 zeitgen. Liebesgedichte, (illustriert), 48 S.

 

 

Auf deiner Reise zum Rande im Rande des Randes der Sonne, 2015,

189 Gedichte, darunter

20 Raum-, Zeitgedichte,.

Im Innern der Sprache werden Kräfte freigesetzt.! 84 S.

 

 

Bärbel und Harald, Epos, 2018,

Gedicht in 26 Teilen, 132 S.

 

 

Die Frau des Terroristen, 2018

53 Facettengedichte, 96 S.

 

 

Die Insassinnen, Epos, 2015,

Außenlager KZ Sasel, 136 S. Nicht enthalten im Buch: Leserbriefe.

 

 

Die Zeit der Gummibärchen ist vorbei, 2017,

76 zeitgenössische Gedichte, (illustriert), 108 S.

 

 

Feuer, das zur Speise wird, 2015,

114 Gedichte aus meiner digitalen Welt, 68 S.

 

 

Für dich, 2014,

43 Liebesgedichte u.

15 Augen-Blicke, 32 S.

 

 

13 Gedichte, veröffentlicht in …Anthologien und Namenlos von meiner Insel, 42 Briefe. 2014,

108 S.

 

 

Großes Liebestestament, 2017, zeitgenössischeLiebesgedichte, 144 S.

 

 

Honigweißer Duft, 2014,

14 fantastische Gedichte, dabei 14 farbige Seiten. 32 S.

 

 

Im Reißverschluss der Illusion, 2018, 57 Facettengedichte, 116 S.

 

 

Liebestestament, 2015, 37 Liebesgedichte,  44 S.

 

 

Mund aus Glas am Rand aus Fleisch, 2014,

114 Zeitgenössische Gedichte, 120 S.

 

 

Sofortige Lähmung, 2014,

112 Gedichte aus dem Innersten, 72 S.

 

 

Unter einem Mikroskop, 2014,

36 Zeitgenössische Gedichte,

28 S.

 

 

Von Haut zu Haut, 2014,

132 Gedichte:

Was macht meine Liebe an dir und

an mir, 48 S.

 

 

 

Wo die schwarzen Blätter wachsen, 2014,

129 erotische Gedichte? 76 S.

 

 

Wir gerieten in den Gürtel der Meteoriten, 10.000 Aufschläge, 2015,

Band 14:

Aufschläge 6502 – 6999, 224 S.

 

 

Online:

weitere Lyrik, Volltexte:

 

 

 

Die Insassinnen, Theaterstück,

Außenlager KZ Sasel, 3 Akte

 

 

Gespräche dritter Art

90 zeitgenössische Gedichte

 

 

Gespräche zweiter Art in Art der Art,

89 zeitgenössische Gedichte

 

 

Mann aus Blech und Plastikfrau.

Theaterstück.

Ein dramatisches Bühnenstück in drei Akten: Glaube - Liebe – Hoffnung

 

 

Wir gerieten in den Gürtel der Meteoriten, 10.000 Aufschläge,

23 Gedichtbände 

 

 

Lyrik erschienen in 27 Anthologien

 

 

Online:

Prosa, Volltexte

 

 

Die Entdeckung der eigenen Zeit

 

(in der Entstehung)

 

Der Autor befasst er sich seit 1980 mit der Erklärung und Begründung von Zeit.

 

Inhaltsverzeichnis:

 

Zeit, meine eigene Zeit, eigene Zeit und andere Zeit 

 

Als Beobachter

 

Zeit ist abstrakt

 

Grundsätze und Beweis und Zeugnis

 

Altern, Gegenwart, Vergessen, Rückgewinnung von eigener Zeit, Erinnerung und Gewohnheit

 

Glück, Erfolg und Vorfreude

 

Verzeihen und Träume

 

Die Wahrnehmung eines Ereignisses

 

Unglück, Panik, Neugier

 

Zeit stehlen, sich Zeit nehmen, Lügen, Zeitdieb und mir läuft die Zeit davon

 

Schutz der Umwelt, Menschenrechte, künstliche Intelligenz

 

Eifersucht, Krankenhaus und Friedhof

 

Schmerzen, Leiden, Phantomschmerzen, Seelenqualen

 

Liebe

 

Zuneigung, Abneigung und Widerwillen

 

Treue, Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit

 

Künstler, Künstlerinnen und Kunst

 

Verführerisch, überzeugend, herrisch

 

Politik, Mitleid

 

Verantwortung

 

Trost

 

Gleichzeitigkeit

 

Entgegenkommen, Verfallen sein

 

Medium, Muse

 

Hass, Neid, Betrug und Verrat

 

Begehren, Verlangen, Leidenschaft 

 

Treue, Ehrlichkeit

 

 

 

Online und im Buchhandel:

Prosa, Volltexte:

 

 

Die Tätowierungen der jungen Tanja W.  2018, 132 S.

 

 

Trennung von B. 2017,

148 S.

 

 

Warten auf die Anderen/

 

Pina Bausch, Nachruf/

 

Vom Sterben nach dem Tod, 2017.

 

Trennung erster, zweiter und dritter Art,

104 S.

 

 

 

Online und im Buchhandel:

Ingenieurarbeiten,

 

 

Kleine Fibel Arbeitsschutz“ an:

 Hochschulen, 2010, Zum Inhaltsverzeichnis und zum Volltext

Nicht mehr lieferbar

 

 

 

 

Kleine Fibel Arbeitsschutz“ an:  

Kindergärten, 2010, zum Inhaltsverzeichnis und zum Volltext

Nicht mehr lieferbar

 

 

Kleine Fibel Arbeitsschutz“ an:  

Schulen, 2010, alle Schulformen,

zum Inhaltsverzeichnis und zum Volltext

Nicht mehr lieferbar

 

 

 

Fünf Veröffentlichungen, 2014,

Five Publications:

 

 

v  Theorie und Utopie der eigenen Zeit,

 

 

 

v  Theorie und Utopie der anderen Zeit.

 

 

v  Schreiben an DESY und CERN

 

 

v  Die Zeit der Gleichungen ist vorbei

 

 

v  Societ lyrics, was ist das?

 

 

v  Folienbilder-Entstehung

 

 

v  Theory and utopia of the own time,

 

 

v  Theory and Utopia of the other time.

 

 

v  Letters to DESY and CERN

 

 

v  The time of equations is past

 

 

v  Societ lyrics, what does it mean?

 

 

v  Foils pictures-development.

 

 

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Autor, Dichter, Maler, Ingenieur.

Harald Birgfeld

 

 

Kleine Fibel Arbeitsschutz an Kindergärten

 

Nicht mehr lieferbar!

 

(s.unten)

 

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That is what I need.

Das möchte ich genauer wissen.

 

Über 60 „Empfohlene Maßnahmen“

4. Auflage

 

Für Kindergartenleiterinnen, Kindergartenleiter,

Erzieherinnen, Erzieher und Sicherheitsbeauftragte.

 

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz an Kindergärten,

Beurteilung der Arbeitsbedingungen gem. § 5 des Arbeitsschutzgesetzes.

 

(S. auch Muster-UVV: Kindertageseinrichtungen vom

Mai 2007, GUV-V S2.)

 

 

Arbeitsschutzgesetz, § 15: Pflichten der Beschäftigten

(1) Die Beschäftigten sind verpflichtet, nach ihren Möglichkeiten sowie gemäß der Unterweisung und Weisung des Arbeitgebers für ihre Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit Sorge zu tragen.

 

 

Weiter zu

Bildergalerie, Ingenieurarbeiten und Lyrik und Prosa.

 

 

Über den Autor und aus der Presse

 

Kleine Fibel Arbeitsschutz an Kindergärten

Inhaltsverzeichnis

 

48 Seiten mit mehr als 60 „Empfohlenen Maßnahmen“.

 

Nicht mehr lieferbar!

 

ISBN 978-3-8423-3618-6

 

Harald Birgfeld

Kleine Fibel Arbeitsschutz an Kindergärten

Für die praktische Arbeit

4. Auflage

 

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Inhaltsverzeichnis

 

48 Seiten mit mehr als 60 „Empfohlenen Maßnahmen“.

 

Nicht mehr lieferbar

 

ISBN 978-3-8423-3618-6

 

 

 

Allgemein:

Diese praxiserprobten Beurteilungen sind Arbeitsunterlagen, die sowohl der Einrichtungsleitung, als auch der/dem Sicherheitsbeauftragten wie dem Erziehungs- und Betreuungspersonal, behilflich sein sollen, die an der Einrichtung möglicherweise vorhandenen arbeitssicherheitstechnischen Mängel sowie arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren zu erkennen. Sie sollen helfen, das Gesetz über die Durchführung von Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu erfüllen und die Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit zu sichern.

Beschäftigte bei der Arbeit sind Arbeiter, Angestellte, Beamte und Teilzeitbeschäftigte.

Die Fachkräfte für Arbeitssicherheit und z.B. ein Betriebsarzt stehen dabei gerne beratend zur Verfügung. Die zu den Beurteilungen gehörenden

Dokumentationen der Beurteilungen der Arbeitsbedingungen

gem. § 6 des Arbeitsschutzgesetzes, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz,

sind weitere Arbeitsunterlagen, die Ihnen, der Einrichtungsleitung, die Möglichkeit geben, gefundene Mängel und Gefahren sowie die zu treffenden Maßnahmen zu deren Beseitigung zu dokumentieren.

 

Das Arbeitsschutzgesetz erfordert es, dass der Arbeitgeber die Arbeitsbedingungen hinsichtlich einer möglichen Gefährdung ermittelt. In Schulen hat diese Aufgabe die Schulleiterin oder der Schulleiter in anderen Einrichtungen die Einrichtungsleitung. Über das Ergebnis der Gefährdungsermittlung und die daraus folgenden Maßnahmen müssen Unterlagen verfügbar sein. Als Unterlagen zur Dokumentation gelten, neben Prüflisten, die Berichte der Fachkraft für Arbeitssicherheit, z.B. der Landesunfallkassen, der Unfallkassen der Länder, eines Arbeitsmedizinischen Dienstes, eines Betriebsarztes oder z.B. eines Amtes für Arbeitsschutz, einem Gewerbeaufsichtsamt, (ergänzt um die veranlassten Maßnahmen zur Mängelbeseitigung), eigenständige Gefährdungsdokumentationen, Betriebsanweisungen für Tätigkeiten, Arbeitsmittel und Arbeitsstoffe und "Beurteilungen von Gefährdungen und Belastungen am Arbeitsplatz".

Vgl.: GUV 50.11/GUV-I 8700, welche z.B. von den Unfallkassen der Länder, kostenlos bezogen werden können.

 

 

 

Über den Autor und aus der Presse

 

Der Autor, Harald Birgfeld, Dipl. Ingenieur für Schiffbau, Schweißfach- und Feuerschutzingenieur sowie Fachkraft für Arbeitssicherheit, Ausbildung gem. § 4 der UVV, GUV 0.5, durch den BAGUV, (Sicherheitsingenieur) war in der BEHÖRDE FÜR INNERES und später in der BEHÖRDE FÜR SCHULE, JUGEND UND BERUFSBILDUNG (BSJB), jetzt BEHÖRDE FÜR BILDUNG UND SPORT; der FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG, angestellt. Harald Birgfeld erstellte seit 1992, parallel zu Schul- und Dienststellenbegehungen, Checklisten/Beurteilungen und Prüflisten/Dokumentationen. Außerdem wurden regelmäßig Jahresberichte mit Unfallstatistiken von ihm erstellt.

Zeitungs- und andere Artikel über die Tätigkeit von Harald Birgfeld wurden abgedruckt und über seine Arbeit berichtet im/in (nach 1993 erschienene Artikel wurden wegen möglicher Urheberrechtsverletzungen nicht mehr mit aufgenommen):

 

Ø     Der Autor hat in der Unabhängigen Fachzeitschrift für Arbeitssicherheit, "Sicherheitsingenieur" aus dem Curt Harfener Verlag, etliche, in dem Jahr 1990 sogar die meisten redaktionellen Beiträge veröffentlicht.

 

Ø     1999 stellte der "Bundesverband der Unfallkassen" (BUK) in der Zeitschrift, "Pluspunkt", Ausgabe 3, S.21, die bis dahin bundesweit bekannt gewordene "Kleine Fibel des Arbeitsschutzes.." vor.

 

Ø     Pressestimmen: Das "Hamburger Abendblatt" berichtete vielfach sowohl zur Person als auch über die Tätigkeit von Harald Birgfeld als Fachkraft für Arbeitssicherheit an Schulen, z.B. am 18. Dez. 1991 auf den Seiten 1 und 14, am 11. Febr. 1992, S. 9, am

18. Febr.1993, S. 15, am 16. Juni 1993, S. 13 und am 29. Juni 1993, S. 17.

 

Ø     Blickpunkt Bildung, Deutscher Lehrerverband Hamburg, Nov. 1991

Hamburger Pädagogen und Wissenschaftler, interviewt den Autor

 

Ø     Die hlz, Hamburger Lehrerzeitung, die Zeitschrift der GEW (Gewerkschaft Erziehung Wissenschaft) Hamburg, interviewt den Autor in der Novemberausgabe 1993 ausführlich (s. dort S. 19-21).

 

Sämtliche Unterlagen und Zusammenstellungen unterliegen einem Copyright 2010 beim Autor, Harald Birgfeld, alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Veröffentlichung darf ohne schriftliche Erlaubnis des Herausgebers, Harald Birgfeld, reproduziert werden.

 

 

Inhaltsverzeichnis, unterteilt in:

 

1) Allgemein an Kindergärten, betrifft die an Kindergärten möglicherweise vorhandenen arbeitssicherheitstechnischen Mängel sowie arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren und

2) Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung, betrifft die möglicherweise an Kindergärten vorhandenen arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren, z.B. betreffend den Mutterschutz.

 

---

1) Allgemein an Kindergärten

 

Abkürzungen und Vorschriften

s. auch Muster-UVV: Kindertageseinrichtungen vom Mai 2007, GUV-V S2

Alarmplan

Alarmpläne (2 Muster)

Arztraum (bzw. Raum mit

Liegemöglichkeit zur Erstversorgung)

Aufenthaltsverbote

Aufgaben der Einrichtungsleitung

 

Bauliche Maßnahmen

Befahren von Spielplätzen

Bestellung von Geräten

BildsBAP, für Bedienstete

Blitzableiter am Kindergartengebäude

Bodenbeläge

Brandgefahr

 

Ein-Aus-Taster für Arbeitsbereiche in Küchen, an Küchenzeilen,

im Kindergarten

Einfriedung des Kindergartengeländes

Elektrische Betriebsmittel, Prüfungen

Elektrische lose Leitungen

Erhöhte Spielebenen in Gruppenräumen

Erste Hilfe Kasten

 

Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs),

Feuergefahr, Entstehungsbrände (s. auch Brandgefahr)

Feuerlöscher

Flucht- und Rettungswege (2 Muster)

 

Garderobenhaken

Gefährliche Flüssigkeiten, Aufbewahrung in Lebensmittelbehältern

Giftpflanzen in Kindergärten/ auf Kinderspielplätzen

 

Heißwassergeräte

Heizkörperthermostatventile

 

Kindersicherungen an Steckdosen

Kopierer im Sekretariat

 

 

 

 

"Pädagogischer Mittagstisch"

Papier- bzw. Pappschneidemaschine

 

Reinigungs- und Desinfektionsmittel

Rettungsweg- und Brandschutzzeichen

Rettungsweg- und Brandschutzzeichen in allen Gebäuden

 

Sanitätsraum, s. Arztraum (bzw. Raum mit Liegemöglichkeit zur Erstversorgung)

Scharfkantige Möbel

Sicherheitsbeauftragte an Kindergärten

Sicherheitsbeauftragte, Bestellung zum, (Formblatt)

Spielebenen (erhöht) in Gruppenräumen

Spielplatzgeräte

Steckdosen auf Putz

 

Teiche, Feuchtbiotope

Toiletten- und Waschräume

 

Übertragung von Unternehmerpflichten

 

 

 

 

 

2) Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung an Kindergärten

 

Infektionsgefahren im Kinder- und Jugendbereich, Merkblatt

Mutterschutz

Mutterschutz, Merkblatt

Röteln., Merkblatt

 


 

Vorschriften und Abkürzungen

 

Geltungsbereich: Alle Länder der Bundesrepublik Deutschland

Alle nachstehend aufgeführten Vorschriften, wie z.B. das Arbeitsschutzgesetz, die Arbeitsstätten-Richtlinien, die Arbeitsstätten-Verordnung, das Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure..., sowie alle Verordnungen, die GUV'en (die neuen GUV-Nr.n und die alten GUV-Nr.n werden, zum besseren Auffinden, im Text noch nebeneinander gestellt.) und das Mutterschutzgesetz einschl. der Mutterschutz Richtlinienverordnung sind in jedem Land gleichermaßen an zu wenden. Länderverordnungen wie Länder Bau-Ordnungen, Technische Richtlinien einer Baubehörde eines Landes usw. sind immer den gesetzlichen Vorschriften nachgeordnet. Sie sollten, falls erforderlich, vor Ort erfragt werden.

 

GUV-Nr. (ab 1.Okt.2002)

Einsicht z.B. direkt über Suchmaschinen

GUV-Nr. (bisher)

Titel

GUV-V A1

(GUV 0.1)

aufgehoben 7.2004

UVV Grundsätze der Prävention

GUV-V A2

GUV 2.10

UVV Elektrische Anlagen und Betriebsmittel

GUV-V A4

GUV 0.6

UVV Arbeitsmedizinische Vorsorge

GUV-V A6

GUV 0.51

UVV Fachkräfte für Arbeitssicherheit

GUV-V A6/7

GUV 0.5

UVV Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit

GUV-V A7

GUV 0.52

UVV Betriebsärzte

GUV-V A8

GUV 0.7

UVV Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz

GUV-V B2

GUV 2.20

UVV Laserstrahlung

GUV-V B3

GUV 9.20

UVV Lärm

GUV-V B6

GUV 9.9

UVV Gase

GUV-V B7

GUV 9.8

UVV Sauerstoff

GUV-V C8

GUV 8.1

UVV Gesundheitsdienst

GUV-V D1

GUV 3.8

UVV Schweißen, Schneiden und verwandte Verfahren

GUV-V D15

GUV 3.9

UVV Arbeiten mit Flüssigkeitsstrahlern

GUV-V D34

GUV 9.7

UVV Verwendung von Flüssiggas

GUV-V S1

GUV 6.3

UVV Schulen

GUV-V S2

Muster-UVV: Kindertageseinrichtungen vom Mai 2007

GUV-I 510-3

GUV 30.10

Anleitung zur Ersten Hilfe bei Unfällen (Registerausführung)

GUV-I 511-1

GUV 40.6

Verbandbuch (kartoniert DIN A5)

GUV-I 512

GUV 20.6

Erste-Hilfe-Material

GUV-I 662

GUV 20.12

Sanitätsräume in Betrieben

GUV-I 668

GUV 20.22

Erste Hilfe bei erhöhter Einwirkung ionisierender Strahlung

GUV-I 720

GUV 33.1

Tisch- und Format-Kreissägemaschinen (Aushang DIN A 2)

GUV-I 721

GUV 33.4

Tisch-Fräsmaschinen (Aushang DIN A 2)

GUV-I 722

GUV 33.3

Tisch-Bandsäge-Maschinen (Aushang DIN A 2)

GUV-I 724

GUV 33.2

Abricht-Hobelmaschinen (Aushang DIN A 2)

GUV-I 739

GUV 19.2

Holzstaub - Handhabung und sicheres Arbeiten

GUV-I 8502

GUV 23.3

Bildschirmarbeitsplätze

GUV-I 8503

GUV 20.2.1

Der Sicherheitsbeauftragte

GUV-I 8504

GUV 20.10

Informationen für die Erste Hilfe bei Einwirken gefährlicher chemischer Stoffe

GUV-I 8519

GUV 20.56

Gesprächsführung für Sicherheitsbeauftragte (Faltblatt)

GUV-I 8524

GUV 22.1

Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel

GUV-I 8540

GUV 40.0

Druckschriften-Verzeichnis BUK-Regelwerk Sicherheit und Gesundheitsschutz

GUV-I 8542

GUV 40.8

Meldungen des Sicherheitsbeauftragten (Meldeblock)

GUV-I 8543

GUV 40.9

Bestellung zum Sicherheitsbeauftragten (Vordruck)

GUV-I 8549

GUV 33.10

Aufkleber für Maschinen (Schutzalterhinweis)

GUV-I 8553

GUV 50.0.4

Sicheres Arbeiten in chemischen Laboratorien

GUV-I 8566

GUV 17.8

"Sichere und gesundheitsgerechte Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen"

GUV-I 8566

GUV 50.12

Sichere und gesundheitsgerechte Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen

GUV-I 8577

GUV 38.5

Aufkleber "Erste Hilfe" (10x10 cm)

GUV-I 8589

GUV 50.13

Arbeiten im Offsetdruck - Umgang mit Arbeitsstoffen

GUV-I 8700

GUV 50.11

Beurteilung von Gefährdungen und Belastungen am Arbeitsplatz

GUV-R 111

GUV 16.9

GUV-Regel Küchen

GUV-R 120

GUV 16.17

GUV-Regel Laboratorien

GUV-R 132

GUV 19.7

Richtlinien für die Vermeidung von Zündgefahren infolge elektrostatischer Aufladungen

GUV-R 133

GUV 10.10

GUV-Regel Ausrüstung von Arbeitsstätten mit Feuerlöschern

GUV-R 1526

GUV 26.3

Tritte

GUV-R 1535

GUV 17.7

Sicherheitsregeln für Büro-Arbeitsplätze

GUV-R 181

GUV 26.18

Merkblatt für Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr

GUV-R 189

GUV 20.19

GUV-Regel Benutzung von Schutzkleidung

GUV-R 190

GUV 20.14

GUV-Regel Benutzung von Atemschutzgeräten

GUV-R 191

GUV 20.16

GUV-Regel Benutzung von Fuß- und Beinschutz

GUV-R 192

GUV 20.13

GUV-Regel Benutzung von Augen- und Gesichtsschutz

GUV-R 193

GUV 20.15

GUV-Regel Benutzung von Kopfschutz

GUV-R 195

GUV 20.17

GUV-Regel Benutzung von Schutzhandschuhen

GUV-R 2104

GUV 16.19

Richtlinien für höhenverstellbare Zwischenböden in Bädern

GUV-SI 8009

GUV 20.48

Sicher und fit am PC in der Schule

GUV-SI 8014

GUV 20.57

Naturnahe Gestaltung, Pflanzen,

GUV-SI 8016

GUV 26.2

Sichere Schultafeln

GUV-SI 8017

GUV 26.14

Außenspielflächen und Spielplatzgestaltung

GUV-SI 8018

GUV 29.15

Giftpflanzen - Beschauen, nicht kauen

GUV-SI 8020

GUV 30.26

Notruf-Nummern-Verzeichnis (Schulen)

GUV-SI 8027

GUV 56.3

Mehr Sicherheit bei Glasbruch

GUV-SI 8035

GUV 57.1.28

Matten im Sportunterricht

GUV-SI 8036

GUV 57.1.30.1

Keramik - Ein Handbuch für Lehrkräfte

GUV-SI 8037

GUV 57.1.30.2

Papier - Ein Handbuch für Lehrkräfte

GUV-SI 8038

GUV 57.1.30.3

Metall - Ein Handbuch für Lehrkräfte

GUV-SI 8039

GUV 57.1.30.4

Kunststoff - Ein Handbuch für Lehrkräfte

GUV-SI 8042

GUV 57.1.30.7

Lebensmittel- und Textilverarbeitung - Ein Handbuch für Lehrkräfte

GUV-SI 8044

GUV 57.1.31

Sportstätten und Sportgeräte

GUV-SI 8048

GUV 57.1.39

Checklisten zur Sicherheit im Sportunterricht

GUV-SI 8051

GUV 57.1.44

Feueralarm in der Schule

GUV-SI 8061

GUV 40.10

Bestellung zum Sicherheitsbeauftragten für innere Schulangelegenheiten (Vordruck)

GUV-SI 8064

GUV 20.2.2

Merkblatt für Schulleiter und Sicherheitsbeauftragte für innere Schulangelegenheiten

GUV-SI 8065

GUV 20.26

Erste Hilfe in Schulen

GUV-SI 8066

GUV 20.38

Erste Hilfe in Kindertageseinrichtungen

GUV-SR 2001

GUV 16.3

Richtlinien für Schulen - Bau und Ausrüstung

GUV-SR 2002

GUV 16.4

Richtlinien für Kindergärten - Bau und Ausrüstung

GUV-SR 2003

GUV 19.16

GUV-Regel Umgang mit Gefahrstoffen im Unterricht

GUV-SR 2004

GUV 19.16A

Anhang 1 zur GUV-Regel Umgang mit Gefahrstoffen im Unterricht - Gefahrstoffliste

GUV-SR 2005

GUV 19.17

GUV-Regel Umgang mit Gefahrstoffen in Hochschulen

Mutterschutzgesetz und Mutterschutz Richtlinienverordnung.

 

 

Abkürzungen

 

ArbSchG.........Arbeitsschutzgesetz        http://bundesrecht.juris.de/arbschg/index.html

ArbStättR.......Arbeitsstätten-Richtlinien http://www.bge.de/asp/dms.asp?url=/gv/asr/inhalt.htm

ArbStättV.......Arbeitsstätten-Verordnung  http://bundesrecht.juris.de/arbst_ttv_2004/index.html

ASiG..............Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit,

abgedruckt in der GUV 0.5/GUV-V A6/7)

BildscharbV. ..Bildschirmarbeitsplatzverordnung            http://www.gesetze-im-internet.de/bildscharbv/

GefStoffV…  .Gefahrstoffverordnung  http://www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Gefahrstoffe/Rechtstexte/Gefahrstoffverordnung.html

GUV.............Gesetzliche Unfallversicherung, (Exemplare kostenlos bei der Landesunfallkasse

Hamburg, sowie den entsprechenden Landesunfallkassen, Landes-Unfallversicherungen und z.B. Eigenunfall-Versicherungen der Länder erhältlich

TRGS ………    .Technische Richtlinien für Gefahrstoffe

UVV……     ……Unfall-Verhütungs-Vorschrift

KMK....... ......Kultusministerkonferenz der Länder

PSA-BV.....  ...Verordnung.....persönlicher Schutzausrüstungen bei der Arbeit

 http://www.gesetze-im-internet.de/psa-bv/BJNR184110996.html

 

Die in Rot hervorgehobenen Vorschriften bzw. Bezeichnungen, z.B. AMD, MblSchul, TR-Schulen und VwHdbSchul, gelten nur für das Land Hamburg und haben keine besondere Bedeutung in Sachen Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz an Schulen anderer Länder. Sie dienen hier der Information.

 

AMEV.......... ..Hinweise für Innenraumbeleuchtung, Arbeitskreis Maschinen- u. Elektrotechnik, Hamburg.

AMD...............Arbeitsmedizinischer Dienst, Hamburg

IfL.................Institut für Lehrerfortbildung, Hamburg

MblSchul.........Mitteilungsblatt für Schulen, (Hamburg)

TR-Schulen.....Technische Richtlinien der Baubehörde Hamburg

VwHdbSchul. ..Verwaltungshandbuch Schulen Hamburg

 

 

Alarmplan an Kindergärten

 

a) Regelung für den Brandfall im Kindergarten und in der Verwaltung

Für den Brandfall sind Maßnahmen zu planen. Die bestehen hauptsächlich aus der Alarmierung und dem Wissen über die Rettungswege ins Freie.

Dazu gehören:

o       der Alarmplan mit einem Ablauf der zu treffenden Maßnahmen,

o       Pläne über die Flucht- und Rettungswege und

o       die richtigen Rettungsweg- und Brandschutzzeichen.

Empfohlene Maßnahme

Es sollten:

jeweils ein Alarmplan am Anfang von Fluren hängen,

jeweils mindestens ein Plan über die Flucht- und Rettungswege in Fluren hängen und

es sollten überall die richtigen Rettungswegzeichen, falls es sich einrichten lässt, in Fußbodenhöhe, nämlich außerhalb von Rauchbereichen, sonst oberhalb von Ausgangstüren und an Wänden von Treppenabsätzen, angebracht sein.

b) Die Notrufnummern von Polizei und Feuerwehr

Die Notrufnummern von Polizei und Feuerwehr sollten durch deutliche Hinweise immer dort zur Verfügung stehen, wo Notrufeinrichtungen vorhanden sind.

Notrufeinrichtungen sollten z.B. eingerichtet und im Kindergarten stets erreichbar sein. Empfohlene Maßnahme

Die Notrufnummern von Polizei und Feuerwehr sollten durch deutliche Hinweise immer dort zur Verfügung stehen, wo Notrufeinrichtungen vorhanden sind.

Notrufeinrichtungen sollten z.B. eingerichtet und im Kindergarten stets erreichbar sein.

Empfohlene Maßnahme

In Verkehrs- und Rettungswegen sollte auf die nächste Notrufeinrichtung verwiesen werden.

Es sollten Gespräche mit der Feuerwehr, Brandschutzabteilung, geführt werden.

Es sollten mindestens einmal jährlich Feuerschutzübungen mit dem Verlassen des Kindergartens und unter Aufsicht der Feuerwehr durchgeführt werden.

Vgl.: GUV-V A1 § 22.

Allgemein

Störungen am Hausalarm, falls ein solcher vorhanden ist, sind sofort zu melden und sofort zu beheben. Auslöser/Melder für den Hausalarm, "Feuermelder", sind rot und in 1,5 m Höhe zu installieren.

Vgl.: DIN 14675 und VDE 0108 sowie GUV-V A1 § 22.

 

 

Alarmplan, Muster I

 

 

Vgl.: GUV 57.1.44/GUV-SI 8051, S. 8 (für Schulen und Kindergärten) und GUV 0.7, Anhang 2 bzw.

DIN 14096-1

 

Alarmplan (Muster) II

 

Alarmplan bunt0001.JPG

 

 

Arztraum (bzw. Raum mit Liegemöglichkeit zur Erstversorgung)

 

In Kindertageseinrichtungen hat der Unternehmer mindestens eine geeignete Liegemöglichkeit oder einen geeigneten Raum mit Liegemöglichkeit zur Erstversorgung von Verletzten vorzuhalten. Die „Grundsätze der Prävention“ GUV-V A1 verweisen auf die "Erste Hilfe". Die sollte eingehalten werden.

Empfohlene Maßnahme

·         Der Raum muss sich im Erdgeschoss befinden, damit er mit einer Krankentrage leicht erreicht werden kann.

·         Der Raum muss einen Erste-Hilfe-Kasten haben.

·         Der Raum muss ein Notruftelefon mit Anschluss an eine öffentliche Notrufzentrale haben.

·         Der Raum sollte ein Waschbecken mit Kalt- und Warmwasser haben.

·         Die Raumtemperatur sollte 22 ° C betragen.

·         In dem Raum sollte eine Krankentrage gem. DIN-EN  13025 vorhanden sein.

·         Die Kennzeichnung der Eingangstür des Sanitätsraumes erfolgt mit dem Klebeschild, Best.-Nr. GUV 38.5/GUV-I 8577, E 06: "Weißes Kreuz auf grünem Grund" Größe = 10 x 10 cm,

·         Die Fensterscheiben des Sanitätsraumes müssen undurchsichtig sein.

Der Sanitätsraumes ist eine wesentliche Vorbereitung auf den Notfall. Er sollte vorschriftgemäß eingerichtet sein und nicht fremdgenutzt werden. Der Notfall muss immer bedacht werden.

Vgl.: ArbStättR 38/2 und GUV 20.12/GUV-I 662, z.B. 2.1.1 und GUV 0.7/GUV-V A8, E 06 und GUV-V A1, § 25 sowie GUV-V A1, § 25 (5).

 

 

Aufgaben der Einrichtungsleitung, Kindergarten

Befahren von Spielplätzen mit Pkw oder Baufahrzeugen während der Kindergartenzeit und Zutritts- und Aufenthaltsverbote

 

a) Aufgaben der Einrichtungsleitung

Auf Grund ihrer Stellung soll die Einrichtungsleitung alle organisatorischen Maßnahmen ergreifen, um Gefährdungen im Kindergarten auszuschließen.

Empfohlene Maßnahme

·                Der Arbeitgeber, das ist hier die Einrichtungsleitung, hat diejenigen Beschäftigten zu benennen, die Aufgaben der Ersten Hilfe, Brandbekämpfung und Evakuierung der Beschäftigten und der Kinder übernehmen.

·                Der Arbeitgeber , das ist hier die Einrichtungsleitung, kann zuverlässige und fachkundige Personen schriftlich damit beauftragen, ihm obliegende Aufgaben in eigener Verantwortung wahrzunehmen. Damit ist insbesondere die Gefährdungsbeurteilung sowie deren  entsprechend dem ArbSchG zu verstehen.

·                An jeder Einrichtungsleitung ist wenigstens 1 Sicherheitsbeauftragter, eine Erzieherin oder ein Erzieher, für die Belange des Kindergartens schriftlich zu bestellen.

b) Befahren von Kindergartenspielplätzen mit Pkw oder Baufahrzeugen

Die Einrichtungsleitung sollte ein Verbot des Befahrens des Kindergartengeländes während der Kindergartenzeit aussprechen oder eine Trennung des Baustellenverkehrs vom Kindergartenfreigelände erwirken.

Empfohlene Maßnahme

Eine Absprache zwischen Einrichtungsleitung und der zuständigen Bauabteilung ist durchzuführen.

c) Zutritts- und Aufenthaltsverbote:

Der Unternehmer (hier die Einrichtungsleitung) hat dafür zu sorgen, dass unbefugte Dritte Betriebsteile nicht betreten, wenn dadurch eine Gefahr für Versicherte (Bedienstete und Kinder) entsteht.

Empfohlene Maßnahme

Während der Kindergartenzeit sollten z.B. keine Pkw das Kindergartengelände befahren oder dort abgestellt werden dürfen.

Vgl.: ArbSchG z.B. § 5, § 6, § 10(2) und § 13 (2) sowie GUV 20.2.2/GUV-SI 8064 mit Anlage und GUV-V A1 § 18

 

 

Bildschirmarbeitsplatz, BAP, für Bedienstete

 

BAP für Bedienstete sollen alles in allem den Sicherheitsregeln entsprechen. Nicht richtig eingerichtete BAP können sehr schnell zu körperlicher Überanstrengung, Nackenschmerzen und Kopfschmerzen fahren. Das soll vermieden werden. BAP zur Unterstützung der Arbeit in den Schulbüros müssen der Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV) entsprechen. Bei der richtigen Einrichtung von BAP dürfen keine Unterschiede an die Arbeitsplatzanforderungen gemacht werden.

Vgl.: BildscharbV sowie GUV 50.12/GUV-I 8566

a) Arbeitstisch

Der BAP-Arbeitstisch muss eine ausreichend große und reflexionsarme Oberfläche besitzen und eine flexible Anordnung der Arbeitsmittel zulassen. Manchmal ist der Tisch zu klein und seine Höhe von oft 78 und mehr cm lässt eine ergonomisch günstige Arbeitshaltung nicht zu. Die vorhandenen Tischplatte erzeugt auch zu oft störende Reflexionen, die nicht sein sollen.

Empfohlene Maßnahme

Der Drucker sollte möglichst auf einem Beistelltisch aufgestellt werden.

Es ist ein vorschriftsmäßiger Arbeitstisch mit einer reflexionsarmen Oberfläche, einer Höhe von 72 cm und einer Fläche von (L x B) 1.600 mm mind. 1.200 mm x 900 mm vorzusehen.

b) Beleuchtungsstärke

Zur Überprüfung einer ausreichenden Beleuchtungsstärke sollte die Gesamtbeleuchtung abzüglich Tageslicht am Arbeitsplatz, z.B. durch die Fachkraft für Arbeitssicherheit, gemessen werden. Dieser Wert liegt zu oft erheblich unter dem Mindestwert von 300 lx. Die Beleuchtung am Arbeitsplatz ist manchmal auch zu grell oder wird als solche empfunden und nicht immer günstig zum BAP angeordnet.

Empfohlene Maßnahme

Die Beleuchtungsstärke kann in den meisten Fällen durch bauliche Maßnahmen wesentlich verbessert werden. Es könnte z.B. eine zweite Lampenreihe in den Zimmern angeordnet werden oder die vorhandenen Lampen könnten tiefer abgehängt werden. Manchmal helfen stärkere Leuchten.

Vgl.: GUV 17.7/GUV-R 1/535, 4.1 1.1

c) Vorlagenhalter

Es fehlen häufig Vorlagenhalter.

Empfohlene Maßnahme

An jedem Arbeitsplatz ist ein Vorlagenhalter, höhen- und neigungsverstellbar, vorzusehen.

d) Schreibmaschinentisch

Für die oft noch benutzte Schreibmaschine fehlt zu häufig ein Tisch mit einer richtigen Höhe von 65 cm. Der Tisch ist sehr oft viel zu hoch.

Empfohlene Maßnahme

Es ist ein richtiger Schreibmaschinentisch mit einer Höhe von 65 cm vorzusehen.

e) Reflexionen am Bildschirm

Grundsätzlich ist der Bildschirm immer so aufzustellen, dass die Blickrichtung des Sitzenden über den Bildschirm hinaus parallel zum Fenster verläuft. Durch das Sonnenlicht entstehen trotzdem zu oft Reflexionen am Bildschirm, denen nicht ausreichend ausgewichen werden kann. Sie stören erheblich beim Arbeiten. Die Aufstellung des Bildschirmes sollte parallel zum Fenster erfolgen.

Empfohlene Maßnahme

Alle Fenster müssen mit einer geeigneten verstellbaren Lichtschutzvorrichtung ausgestattet sein, durch die sich die Stärke des Tageslichteinfalls auf den Arbeitsplatz vermindern lässt. Dafür eignen sich Senkrechtlamellen besonders gut.

f) Beleuchtungswirkungsgrad von Räumen

Hinweise für die Innenraumbeleuchtung mit künstlichem Licht in öffentlichen Gebäuden sind durch die Vorgaben der DIN-EN  5035, Teil 1 und 2 gegeben. Demnach sollen Räume grundsätzlich hell gestaltet werden. Hell heißt, dass von allen Wänden, Decken und dem Fußboden das Licht nur zum Teil "verschluckt" werden darf. Man beschreibt so genannte Reflexionsgrade. Die sollen bei: der

·         Decke 70 %

·         Wand im Mittel 50 % und

·         Nutzebene bzw. Fußboden 20%

betragen.

Empfohlene Maßnahme

Die Decken, Wände und der Fußboden sollen mit hellen, lösemittelfreien und emissionsfreien Farben gestrichen werden. Der Reflexionsgrad der Anstriche soll die vorstehenden Werte nicht unterschreiten. Da sehr oft durch Schränke und andere Möbel und deren Schattenbildung die angestrebte Heiligkeit eines Raumes nicht eingehalten werden kann, sollte erfahrungsgemäß nicht nur der Reflexionsgrad der Decke sondern auch der der Wände des Raumes 70 % betragen.

g) Elektrische Aufladungen

In den Büroräumen ist häufig für alle Personen eine elektrostatische Aufladung spürbar. Die "Sicherheitsregeln für Bildschirmarbeitsplätze" verweisen auf die "Sicherheitsregeln für Büroarbeitsplätze". Dort heißt es: "Für den Menschen spürbaren elektrischen Aufladungen ... ist entgegenzuwirken."

Empfohlene Maßnahme

Es sollten geeignete Maßnahmen gegen spürbare elektrostatische Aufladungen durchgeführt werden. Eine Erhöhung der relativen Luftfeuchte z.B. kann wegen der Fenster, Türen und wahrscheinlich wegen der nicht sichergestellten Hygiene, die mit Verteilen von Feuchtigkeit im Raum verbunden ist, nicht durchgeführt werden. Der Stand der Technik erlaubt das Verlegen leitfähiger Bodenbeläge bzw. Bodenbeläge, die sich elektrostatisch nicht aufladen. Der vorhandene Bodenbelag sollte gegen einen nicht leitfähigen ausgetauscht werden. Ein Teppichbodenbelag sollte nicht auf vorhandenes Linoleum bzw. vorhandenen PVC-Kunststoffbelag verlegt werden. Kleber und Teppich sollten schadstoff- und lösemittelfrei sein!

h) Bürodrehstühle

Häufig sind die benutzten Stühle (z.B. Konferenzstühle) ungeeignet. Das sind Stühle ohne geeignete Rückenlehnenverstellung, wie in der DIN-EN  4551 beschrieben, oder ohne Rollen oder ohne selbstbremsende Räder wie in der DIN-EN  68131 beschrieben. Sie entsprechen nicht dem "Stand der Technik".

Empfohlene Maßnahme

Es sind richtige Bürodrehstühle entsprechend den Büromöbelausschreibungen neu zu beschaffen. Diese erfüllen alle ergonomischen Anforderungen zur rückengerechten Sitzhaltung. Die Stühle sollten fünfstrahlig mit Rollen und gepolstertem Sitz sowie gepolsterter Lehne sein. Sie sollten Sitzhöhenverstellung, einstellbare Rückenlehne und, wenn erforderlich, Armlehnen haben.

Vgl.: GUV 17.7/GUV-R 1/535, ArbSchG und BildscharbV, z.B. § 1, (1)

Allgemein:

i) Untersuchung der Augen

Den Beschäftigten am BAP soll vor Aufnahme der Tätigkeit und bei Auftreten von Sehbeschwerden am BAP  eine angemessene Untersuchung der Augen und des Sehvermögens angeboten werden.

k) Umfang der Bildschirmarbeit

Die BildscharbV beschreibt:

Der Arbeitgeber hat die Tätigkeit der Beschäftigten so zu organisieren, dass die tägliche Arbeit an Bildschirmen regelmäßig durch andere Tätigkeiten oder durch Pausen unterbrochen wird, die jeweils die Belastung durch die Arbeit am Bildschirm verringern.

 

 

Bauliche Maßnahmen, Bestellung von Geräten, z.B. VDE-Prüfzeichen

 

Bei der Bestellung von Geräten, ob elektrisch, motorisch oder mechanisch betrieben, Rasenmäher, Werkzeug, Kücheneinrichtung bzw. Küchenmöbel, Sportgerät, Schaukel oder Spielzeug, sollte immer die Forderung nach einem VDE-Prüfzeichen (für Elektrogeräte) bzw. das Einhalten des Gerätesicherheitsgesetzes und der Unfallverhütungsvorschriften verlangt werden.

Vor Beginn einer Baumaßnahme sollte Rücksprache mit der zuständigen Bauabteilung erfolgen. Das wird damit begründet, dass sämtliche Bauaufträge bestimmte Bedingungen erfüllen müssen. Die sind aber zu häufig der Kindergartenleitung im Einzelnen nicht bekannt.

Empfohlene Maßnahme

·           Bauzeichnungen und Leistungsverzeichnisse sollten z.B. deutliche Hinweise auf die Einhaltung der DIN, VDE und GUV’en (sämtliche Unfallverhütungsvorschriften) haben.

·           Farben für innen und außen und Kleber, z.B. für Teppiche, sollten immer emissions- und lösemittelfrei sein. Solche Produkte sind umweltfreundlich und haben das Zeichen e.l.f.

·           Teppiche und Vorhänge müssen schwerentflammbar und emissionsfrei sein.

·           Bei der Vergabe von Aufträgen und dem Koordinieren von Arbeiten ist die GUV-V A1, entsprechend einzuhalten. Es sind dem Auftragnehmer z.B. schriftlich die einzuhaltenden Bedingungen mitzuteilen und der Auftraggeber hat eine Person zu bestimmen, die die Arbeiten aufeinander abstimmt.

·           Für Anstricharbeiten und z.B. für Bodenbelagarbeiten sowie für kleine Baumaßnahmen, gelten immer besondere VOB-Konditionen und Ausschreibungsunterlagen der Träger des Kindergartens.

Vgl.: GUV-V A1, § 5 und § 6 und Gerätesicherheitsgesetz.

 

 

Blitzableiter am Kindergartengebäude

 

Oft liegen die Blitzableiter an verschiedenen Stellen an den Kindergartengebäuden nicht "plan" am Mauerwerk, wie es sein sollte, um Kinder am Klettern daran zu hindern. Das darf dann so nicht bleiben.

Empfohlene Maßnahme

Fallleitungen von Blitzschutz- und Erdungsanlagen sind mit Klemmblöcken ohne Abstand auf die Wand zu legen. Verschraubungen im Handbereich müssen zur Wand zeigen. Es reicht in der Regel aus, wenn diese Bedingungen bis in eine Höhe von 2,0 m eingehalten werden.

Vgl.: GUV 16.3/GUV-SR 2001, 4.2.7.2

 

 

Bodenbeläge

 

Bodenbeläge stellen eine immer wiederkehrende Rutsch- und Verletzungsgefahr für Kinder dar. Zu häufig werden rutschende Teppiche im Innenbereich benutzt und der äußere Spielbereich ist mit grobem Kies aufgeschüttet. Das darf nicht sein.

Empfohlene Maßnahme

Für Fußböden sind Bodenbeläge mit rutschhemmenden Eigenschaften zu verwenden.

Im Außenbereich sind polierte Kunststeine und Materialien mit ähnlich glatter Oberfläche ungeeignet.

Als Bodebeläge sind solche Materialien zu verwenden, die Verletzungsfolgen von Stürzen gering halten.

Im Außenbereich ist z.B. Rasen geeignet.

Nicht geeignet sind z.B. Splitt-, Schlacken- und Grobkiesbeläge.

Vgl.: GUV 16.4/GUV-SR 2002, 2.3.

 

 

Büroarbeitsplatz im Sekretariat (kein BAP)

 

Der Büroarbeitsplatz im Sekretariat soll ergonomisch richtig gestaltet sein und den sicherheitstechnischen Anforderungen entsprechen. Das ist nicht überall der Fall. Nicht richtig eingerichtete Büroarbeitsplätze können gesundheitliche Beeinträchtigungen der dort arbeitenden Person zur Folge haben und sie schränken zu oft ein organisiertes Arbeiten erheblich ein.

a) Beleuchtungsstärke

Häufig reicht die Beleuchtungsstärke am Arbeitsplatz nicht aus. Zur Überprüfung sollte die Gesamtbeleuchtung abzüglich Tageslicht gemessen werden. Dieser Wert liegt zu oft erheblich unter dem Mindestwert von 300 lx. Die Arbeitsplatzbeleuchtung sollte dann verbessert werden.

Empfohlene Maßnahme

Die Beleuchtung am Arbeitsplatz kann z.B. durch eine zweite Lampenreihe in den Zimmern oder durch abgehängte Lampen wesentlich verbessert werden.

Vgl.: GUV 17.7/GUV-R 1/535, 4.11.1

b) Bürodrehstühle

Die benutzten Stühle sind sehr oft ungeeignet. Es werden z.B. Stühle, Konferenzstühle, ohne geeignete Rückenlehnenverstellung, wie in der DIN-EN  4551 beschrieben, oder

ohne Rollen oder ohne selbstbremsende Rädern wie in der DIN-EN  68131 beschrieben, benutzt. Das entspricht nicht dem "Stand der Technik". Die vorhandenen Stühle sollten dann ersetzt werden.

Empfohlene Maßnahme

Es sollten richtige Bürodrehstühle neu beschafft und benutzt werden. Die Stühle sollten fünfstrahlig mit Rollen und gepolstertem Sitz sowie gepolsterter Lehne sein. Sie sollten Sitzhöhenverstellung, einstellbare Rückenlehne und möglicherweise Armlehnen haben.

Vgl.: GUV 17.7/GUV-R 1/535

 

 

Elektrische Betriebsmittel, Prüfung nicht ortsfester und ortsfester...

 

Es kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, dass bei allen ortsfesten und nicht ortsfesten elektrischen Betriebsmitteln die regelmäßige Prüffrist eingehalten wurde bzw. wird. Sie stellt eine große Sicherheit für die Benutzer dar. Nicht ortsfeste elektrische Betriebsmittel sind z.B.:

Verlängerungskabel, Dia-, Film- und Tageslichtprojektoren,

Ortsfeste elektrische Betriebsmittel sind z. B.:

Steckdosen, Gasthermen mit 230 V-Anschluss und Verteilerkästen.

Empfohlene Maßnahme

·                Nicht ortsfeste elektrische Betriebsmittel sind alle 12 Monate zu überprüfen. Die nicht ortsfesten elektrischen Betriebsmittel der Verwaltungsräume ("Bürobetriebe") hingegen brauchen nur alle 24 Monate überprüft zu werden. Hierfür kann jeder Person ohne weitere Vorkenntnisse eine Unterweisung vermittelt werden.

·                Ortsfeste elektrische Betriebsmittel sind von einer Fachfirma alle vier Jahre nach der ersten Inbetriebnahme zu überprüfen. Für die Überprüfung ortsfester elektrischer Betriebsmittel an Kindergärten sollten Kostenvoranschläge über die Kindergartenleitung eingeholt werden. Die Angebote müssen ausdrücklich der GUV 2.10/GUV-V A2 entsprechen. Diese Unfallverhütungsvorschrift schließt alle VDE ein. Als Anbieter käme z.B. der TÜV in Frage.

Vgl.: GUV 2.10/GUV-V A2, GUV 22.1

 

 

Elektrische lose Leitungen, z.B. in der Werkstatt, dem Näh- und Textilraum oder im Fachunterrichtsraum sowie

Anzahl der elektrischen Steckdosen in den Klassenräumen

 

a) Elektrische lose Leitungen, z.B. in der Werkstatt, dem Näh- und Textilraum oder im Fachunterrichtsraum

Zum Anschluss von elektrischen Maschinen und Geräten, Mikroskopen und z.B. PC’s laufen viel zu häufig elektrische Leitungen lose über den Fußboden. Das ist eine erhebliche Stolpergefahr.

Empfohlene Maßnahme

Entweder sollte einfach die Anzahl der elektrischen Steckdosen an geeigneter Stelle erhöht werden oder es sollte die Möglichkeit eines von der Zimmerdecke herabhängenden Steckdosencontainers geprüft werden oder die elektrische Zuleitung sollte unterhalb des Fußbodens z.B. an die Maschine, die fest montiert sein muss, herangeführt werden oder die vorhandene elektrische Zuleitung sollte in einem auf dem Fußboden befestigten, beidseitig angeschrägten Kabelkanal sicher und fachmännisch verlegt werden.

Vgl.: GUV-V A1 § 3 u. 4.

b) Anzahl der elektrischen Steckdosen in den Klassenräumen

Es wird häufig darüber geklagt, dass die Anzahl der elektrischen Steckdosen in den Unterrichtsräumen nicht ausreicht. Zu oft ist nur eine ungünstig gelegene Steckdose im Raum vorhanden. Die dann verlegten Verlängerungsleitungen bilden eine erhebliche Stolper- und Unfallgefahr. Das soll so nicht sein.

Empfohlene Maßnahme

Die fehlenden Steckdosen sind nachzurüsten.

Für Unterrichtsräume bis 70 ; sind insgesamt 2 Doppelsteckdosen zu installieren:

eine Doppelsteckdose neben der Wandtafel und

eine Doppelsteckdose an anderer geeigneter Stelle.

Für größere Unterrichtsräume gilt als Richtwert: eine Steckdose je 20 ; Grundfläche.

Vgl.: TR-Schulen, 12.1.10.8.4

 

 

Erste-Hilfe-Kästen

 

Die Unfallverhütungsvorschrift beschreibt, "dass das zur Leistung der Ersten Hilfe erforderliche ... Erste-Hilfe-Material ... zur Verfügung steht." Dazu gehört, dass die Erste-Hilfe-Kästen vorschriftsmäßig eingerichtet sind und dass ein Verbandbuch geführt und über 5 Jahre aufbewahrt wird. Das Führen des Verbandbuches ist schulintern zu regeln. Z.B. sollte derjenige die Eintragung machen, der auch die "Erste Hilfe" leistet.

Empfohlene Maßnahme

Die Erste-Hilfe-Kästen (DIN-EN  13157-C, kleiner Kasten, bzw. DIN-EN  13169-E, großer Kasten) sind auf ihren Inhalt zu überprüfen.

Die Anzahl und die Größe der Erste-Hilfe-Kästen ist festgelegt. Es sollte praxisnah verfahren werden, d.h. grundsätzlich reichen "kleine Verbandkästen" aus.

Die Erste-Hilfe-Kästen sollen möglichst nahe am möglichen Unfallort aufbewahrt werden. Das sind vorrangig: Arztraum, Sporthalle, Gruppenraum, naturw. Räume, Schulküche, Kantine, Laboratorium, Werkraum und Pausenhalle.

Zum richtigen Auffüllen bzw. Nachfüllen vorhandener Erste-Hilfe-Kästen sollte mit dem "Merkblatt für Erste-Hilfe-Material" verglichen werden. Die Warenabforderung erfolgen:

für Erste-Hilfe-Kasten gem. DIN-EN  13157 C,

für Füllung gem. DIN-EN  13157 C,

Die Kennzeichnung der Schränke mit den Erste-Hilfe-Kästen und der Türen, die zu den Räumen mit den Erste-Hilfe-Kästen führen, erfolgt mit Klebeschildern, Größe = 10 x 10 cm, Best.-Nr. GUV 38.5/GUV-I 8577, "Weißes Kreuz auf grünem Grund". Diese, das "Merkblatt für Erste-Hilfe-Material" und das Verbandbuch sind kostenlos z.B. bei der Landesunfallkasse, Hamburg, und den Unfallkassen der Länder erhältlich:

Vgl.:  GUV 40.6/GUV-I 511-1. und GUV 20.6/GUV-I 512, S. 4 und 5 (Inhalt der Verbandkästen), GUV-V A1, § 25 (2).

 

 

Brandgefahr, Feuergefahr, Gefahr von Entstehungsbränden

 

Brandgefahr, Feuergefahr

Die Feuergefahr in Kindergärten wird viel zu häufig unterschätzt. Ein Auszug aus einem Besichtigungsprotokoll einer Feuerwehr schildert drastisch vorgefundene Zustände:

"...wurde festgestellt, dass in den meisten Räumen Adventsgestecke mit Kerzen vorhanden sind. Die Kerzen sind ohne Schutz in die Gestecke gesteckt. Auch sind diverse Kerzen vorhanden, die in brennbaren Kerzenhaltern stehen oder es sind über Kerzen Kunststoffblumenringe gezogen und viele Kerzen stehen ohne Schutz auf den hölzernen Tischen.

In den Räumen stehen leichtbrennbare Schaumstoffpolstermöbel und es sind große Mengen brennbares Material vorhanden……

Es ist erschreckend mit wie viel Leichtsinn hier mit dem Leben der Ihnen anvertrauten Kinder umgegangen wird. Es ist hier dringend und umgehend Abhilfe zu schaffen. Wenn dem Erziehungspersonal die simpelsten Brandschutzmaßnahmen nicht bekannt sind, sollte dies durch die Einrichtungsleitung behoben werden, damit auch den Kindern vermittelt werden kann, was im Umgang mit offener Flamme im vorbeugenden Brandschutz zu beachten ist...."

Gefahr von Entstehungsbränden

Viel zu häufig herrscht in Räumen eine sehr hohe Brandlast, die durch zu viele aufbewahrte brennbare Gegenstände entsteht. Die Feuergefahr ist unter diesen Umständen sehr groß.

Empfohlene Maßnahme

·                Die Brandlast, das sind alle brennbaren Gegenstände in einem Raum, sollte in so gering wie möglich gehalten werden.

·                Es sollten keine brennenden Kerzen in den Räumen verwendet werden, Gestecke sollten ohne Kerzen verwendet werden.

·                Jede brennende Kerze muss beim Verlassen der Aufsichtsperson des Raumes gelöscht werden. Keine Kerze darf unbeaufsichtigt brennen.

Vgl.: GUV 19.16/GUV-SR 2003, 6.3.10 sowie 6.3.11 und 6.3.12.

 

 

Ein-Aus-Taster (keine Not-Aus-Schalter) für Arbeitsbereiche ...

 

In den Arbeitsbereichen: Küchen und Küchenzeilen und Kindergärten

sind die E-Herde und Steckdosen bzw. nur die Steckdosen der elektrischen Arbeitsbereiche jeweils mit einem zentralen Ein-Aus-Taster mit roter Kontrollleuchte und Schlüsselschalter einzurichten. Sie fehlen häufig. Außerdem müssen sie mit Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) versehen sein. Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) fungieren als Schutzorgane für die Steckdosenbereiche.

Empfohlene Maßnahme

·                Die Ein-Aus-Taster mit roter Kontrollleuchte und Schlüsselschalter (keine Not-Aus-Schalter) sind einzurichten.

·                Das Vorhandensein der Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs), 30 mA, ist zu überprüfen.

Vgl.: DIN VDE 0664

 

 

Einfriedung des Kindergartens

 

Kinder können sich nahezu überall im Gelände aufhalten. Die Richtlinien für den Bau von Kindergärten verlangt:

·           Der Aufenthaltsbereich auf dem Grundstück muss eingefriedet sein.

·           Einfriedungen müssen mindestens 1 m hoch sein. Sie sind so zu gestalten,

·           dass Klettern daran erschwert wird.

·           Spitzen und scharfe Kanten sind an und auf Einfriedungen nicht zulässig.

·           Stacheldraht, Dornenhecken u.Ä. dürfen nicht verwendet werden.

Das wird an vielen Kindergärten nicht eingehalten. Das Gelände ist zu häufig an vielen Stellen mit Stacheldraht gesichert. Es besteht eine erhebliche Verletzungsgefahr. Die Einrichtungsleitung kann so ihrer Verantwortung für die Unfallverhütung nicht nachkommen.

Empfohlene Maßnahme

Der Stacheldraht und die möglicherweise hochragenden Spitzen der Zaunpfähle sind zu entfernen.

Vgl.: GUV 16.4/GUV-SR 2002, 3.3

 

 

Ersthelfer

 

Es sollte die Ausbildung von allen Erzieherinnen und Erziehern zu Ersthelfern erfolgen. Die Ausbildung von wenigen Erzieherinnen und Erziehern reicht nicht aus. Die Erste Hilfe ist während der Anwesenheit von Kindern sicherzustellen. "Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass ...bei bis zu 20 anwesenden Versicherten ein Ersthelfer," zur Verfügung steht. Insbesondere ist die Erste Hilfe sicherzustellen in/bei: Kindergartenaufenthaltsräumen und Ausflügen, Wanderungen mit einer Kindergartengruppe. Hilfsorganisationen bieten diese Ausbildung an. Die Ersthelfer sollen dabei alle 2 Jahre an einem Lehrgang teilnehmen. Die Unterweisungen in den Sofortmaßnahmen am Unfallort (Führerschein) reichen hierfür nicht aus.

Empfohlene Maßnahme

Der Arbeitgeber, das ist hier die Einrichtungsleitung, hat diejenigen Beschäftigten zu benennen, die Aufgaben der Ersten Hilfe, Brandbekämpfung und Evakuierung aller Personen übernehmen. Es sollte die Bereitschaft aller Erzieherinnen und Erziehern zur Ausbildung zu Ersthelfern erreicht werden.

Vgl.: GUV 20.2.2/GUV-SI 8064, GUV 19.16/GUV-SR 2003, 11 und ArbSchG § 10(2) sowie GUV 20.38/GUV-SI 8066 und GUV-V A1, § 24 (5).

 

 

Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs)

 

Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) fehlen häufig. Sie haben eine wichtige Schutzfunktion für bestimmte Steckdosenbereiche und sind in nachstehenden Bereichen unbedingt vorzusehen.

a) Wasch- und Duschräume

In Wasch- und Duschräumen sind Stromkreise mit Steckdosen über Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) abzusichern. Diese Schutzeinrichtungen müssen ebenfalls vorhanden sein.

Empfohlene Maßnahme

Die Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs), 30 mA, sind, falls sie fehlen, nachzurüsten.

b) Küchen und Küchenzeilen

Küchen und Küchenzeilen sind über Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs)abzusichern. Diese Schutzeinrichtungen müssen vorhanden sein.

Empfohlene Maßnahme

Die Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs), 30 mA, sind, falls sie fehlen, nachzurüsten.

Vgl.: GUV-V A1, §§ 3 u. 4 und DIN VDE 0664.

 

 

Feuerlöscher

 

Die Anzahl der Feuerlöscher in Kindergärten ist nach der geltenden Vorschrift oftmals nicht mehr ausreichend. Die neue Vorschrift, DIN EN 3, beschreibt Löschmitteleinheiten, LE. Die LE richten sich nach der Brandgefährdung und der Grundfläche des zu schützenden Bereiches.

a) Große Brandgefährdung

Die Brandgefährdung wird in vielen Bereichen als groß eingestuft. Es sind z.B. in einem Raum bis zu 50 ; Größe bis zu 3 Stck. 6 kg-ABC-Pulverfeuerlöscher und in einem Raum

von 50 ; bis 100 ; Größe bis zu 4 Stck. 6 kg-ABC-Pulverfeuerlöscher vorzusehen.

b) Mittlere Brandgefährdung

Die Brandgefährdung wird z.B. in den Bereichen: Büro bzw. Verwaltung, Hauswirtschaft und Küchen als mittel eingestuft. Es sind z.B. in einem Raum von 50 ; bis 100 ; Größe bis zu 3 Stck. 6 kg-ABC-Pulverfeuerlöscher vorzusehen.

c) Geringe Brandgefährdung

Die Brandgefährdung wird z.B. in den Bereichen: Flure, Nähräume und Räume in Bühnennähe und Gruppenräume in Kindergärten als gering eingestuft. Bei geringer Brandgefährdung sind Feuerlöscher der Brandklasse A vorzusehen. In Kindergärten, werden dafür z.B. 10 Lit. Wasserfeuerlöscher in entsprechender Anzahl von der Feuerwehr bevorzugt und festgelegt.

Empfohlene Maßnahme

Die sich neu ergebenden richtigen Feuerlöscher sollten nachgerüstet werden.

Wasserfeuerlöscher dürfen nicht in naturwissenschaftlichen Bereichen, auch nicht in den Vorfluren, die dahin führen, verwendet werden.

Als Faustregel sollte zunächst gelten:

·         Alle 1,5 kg bzw. 2 kg-CO2-Feuerlöscher sollten entfernt werden.

·         Unterrichtsräume für Werken, Technik und Arbeitslehre müssen jeweils mindestens einen 6 kg-ABC-Pulverfeuerlöscher haben.

·         Feuerlöscher müssen an gut sichtbarer und leicht zugänglicher Stelle und in Griffhöhe von ca. 1,5 m angebracht sein.

·         Jeweils ein Feuerlöscher, insbesondere in den Fluren, muss gesehen werden können und der Abstand zwischen ihnen sollte nicht mehr als höchstens 30 m betragen,

Vgl.:  GUV 10.10/GUV-R 133

Rat erteilt die Feuerwehr.

 

 

Flucht- und Rettungswege, Muster I

 

Fluchtweg Muster0001

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vgl.: DIN 14096-2

 

 

Flucht- und Rettungswege, Muster II

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vgl.: GUV 57.1.44/GUV-SI 8051, S. 10 (z.B. für Schulen und Kindergärten) bzw. DIN 14096-2

 

 

Gefahr durch "frittieren" auf der Herdplatte in einer Kindergartenküche,

"Pädagogischer Mittagstisch"

 

a) Gefahr durch "frittieren " auf der Herdplatte in einer Kindergartenküche.

Es kommt immer wieder vor, dass Speiseöl, z.B. Pflanzenfett, Sonnenblumen- oder Olivenöl in einem Kochtopf auf der Herdplatte erhitzt wird. Dadurch kann eine nicht mehr zu kontrollierende Hitze in der Flüssigkeit entstehen. Die kleinste Menge nachgeschütteten kalten Fettes, das Hineinhalten des Gargutes oder im schlimmsten Fall das Hineinschütten von Wasser, kann eine schlagartige Explosion der erhitzten Flüssigkeit zur Folge haben. Schwerste Verbrennungen bzw. Verbrühungen der sich in der Nähe aufhaltenden Personen können dann die Folge sein.

Empfohlene Maßnahme

Beim Erhitzen von Speisefett soll von Anfang an eine große, rohe Kartoffel in das kalte Fett gelegt werden.

Das Erhitzen von Fett auf einer Herdplatte, um zu "frittieren", ist grundsätzlich zu verbieten. Möglicherweise soll auf eine Gaskartusche oder einen Spiritusbrenner ausgewichen werden. Auch diese beiden Wärmequellen sind in Kindergärten, wegen anderer erheblicher Gefahrenquellen, grundsätzlich zu verbieten.

Heißes Fett darf niemals mit Wasser gelöscht werden!!

Vgl.: GUV-V A1, §§ 3 u. 4.

b) "Pädagogischer Mittagstisch", Essen im Kindergarten

Das Amt für Technischen Umweltschutz in Hamburg hat mit seinem Schreiben vom 27. Okt. 1992 folgende Stellungnahme abgegeben:

Gemäß DIN 1986 (Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke) Teil 1 Abschnitt 8.7.1 sind in Betrieben, in denen fetthaltiges Abwasser anfällt, Fettabscheider nach DIN 4040 einzubauen. Dies gilt unter anderem für Küchenbetriebe, Verpflegungsstätten und Essenausgabestellen. Die Erfahrungen haben jedoch gezeigt, dass bei Essenausgabestellen, bei denen keine eigene Essenzubereitung erfolgt, z.B. durch eine Großküche angeliefert wird und denen die Essenreste sorgfältig anderweitig entsorgt werden, ein Fettabscheideranlage erst bei einer Ausgabe von mehr als 50 Essen pro Tag sinnvoll und erforderlich ist.

Empfohlene Maßnahme

So lange die Essensausgabe unter 50 Essen pro Tag liegt und die Essenreste sorgfältig anderweitig entsorgt werden, ist ein Fettabscheider nicht erforderlich.

Erst bei einer Ausgabe von mehr als 50 Essen pro Tag ist ein Fettabscheider in der Entwässerungsanlage sinnvoll und erforderlich.

 

 

Garderobenhaken, Waschtisch- und Toilettenbeckenaufhängungen

 

In Kindergärten sind häufig Garderobenleisten angebracht, deren Haken in den Raum ragen. Das darf nicht sein. Sie bilden eine Verletzungsgefahr. Garderobenhaken müssen abgeschirmt sein, z. B. durch vorgelagerte Schutzleisten. Zu oft sind die Haken vorgelagert.

Die Garderobenleisten, die Waschtische und Toilettenbecken sind zu selten kindgerechter Höhe angebracht. Dadurch ergeben sich Verletzungsgefahren, weil die Kinder zum Erreichen der höheren Ebene keine sicheren Aufstiege benutzen können. Diese werden z.B. durch leere Brausekästen ersetzt.

Empfohlene Maßnahme

Die vorhandenen Garderobenleisten sollten, falls erforderlich, gegen vorschriftsmäßige ausgewechselt werden.

Garderobenleisten, Waschtische, Toilettenbecken und Bedürfnisstände sollten in kindgerechter Höhe angebracht werden. Die sind:

o     Garderobenhaken etwa 1,10 m,

o     Waschtische etwa 0,6 m,

o     Toilettenbeckenaufhängung etwa 45 cm über dem Fußboden; und

o     Bedürfnisstände für Jungen ca. 0,5 bis 0,6 m vom Fußboden bis zur Beckenöffnung.

Vgl.: GUV 16.4/GUV-SR 2002, 2.10.1 sowie GS/CE-geprüfte Garderobenleisten.

 

 

Gefährliche Flüssigkeiten und Stoffe in Lebensmittelbehältern

 

Oft werden gefährliche Flüssigkeiten, Reinigungsmittel, Verdünner, in Behältnissen aufbewahrt, die für Lebensmittel geeignet sind. Lebensgefährliche Verwechslungen sind möglich!!

Empfohlene Maßnahme

·           Gesundheitsgefährliche Flüssigkeiten in Gefäßen, die für die Aufbewahrung von Lebensmitteln (z.B. in originalen Marmeladengläsern oder Brauseflaschen) vorgesehen sind, sind restlos zu entsorgen.

·           Die Aufbewahrung von gefährlichen Stoffen erfolgt am besten in den Originalgefäßen; die Aufbewahrung von abgefüllten Mengen und von sauberen oder ‘Wasch-’ Restmengen sollte nur in neutralen, unverwechselbar beschrifteten Behältern erfolgen.

Vgl.: GUV-V A1, § 16 u. 17 und GUV 19.16/GUV-SR 2003, 6.3.5

 

 

Giftpflanzen in Kindergärten/ auf Kinderspielplätzen

 

Aus aktuellem Anlass gebe ich folgendes Schriftwechsel mit einem Verantwortlichen wieder:

Ich habe eine Anpflanzung einer Lebensbaumhecke … auf dem Gelände des hiesigen Kinderschutzbundes … aus ökologischer Sicht und aus der Sicht des Vergiftungsrisikos (Hinweis auf Aussagen der Giftzentralen) kritisiert und empfohlen, unproblematische heimische Gehölze anzupflanzen. Auf dem Gelände spielen auch Kleinkinder bzw. werden dort betreut. Dabei habe ich auch auf die möglichen Haftungsrisiken hingewiesen. …..

Empfohlene Maßnahme

Die beschriebenen Umstände werden ziemlich eindeutig von den Gesetzlichen Unfallverhütungsvorschriften beschrieben. Die bewusste Anpflanzung von Giftpflanzen in einem solchen Gelände könnte mit der entsprechenden Sorgfalt, also z.B. mit Hinweisschildern für Aufsichtspersonen, erfolgen. Dafür gibt es aber keinen Grund.

Die GUV-SI 8014 schließt nur 4 Giftpflanzen aus.

Die Entscheidung, was angepflanzt wird, liegt ganz allein beim Betreiber.

Vgl.: GUV-SI 8017, Außenspielflächen und Spielplatzgestaltung und GUV-SI 8014, Naturnahe Gestaltung, Pflanzen.

 

 

Heißwassergeräte

 

In den Kindergärten befinden sich Heißwassergeräte, die von den Kindern benutzt werden müssen. Das heiße Wasser kann möglicherweise zu heiß, d.h. mit über 45°C, entnommen werden.

Empfohlene Maßnahme

Die Wassertemperatur an der Entnahmestelle, die Kindern zugänglich ist, darf nicht mehr als 45 ° C betragen. Dabei sollte die Vorlauftemperatur nicht unter 60 ° C liegen.

Es muss eine leichte, gefahrlose Bedienung sichergestellt werden.

Vgl.: GUV 16.4/GUV-SR 2002, 4.2.2.

 

 

Heizkörper

 

Die Heizkörper, oft noch scharfkantige Rippenheizkörper, in den Aufenthaltsräumen stehen sehr oft frei vor den Wänden. Es herrscht große Verletzungsgefahr. Die Erzieherinnen und Erzieher können ihrer Aufsichtspflicht nicht nachkommen. Installationsteile sind so anzuordnen, dass Verletzungsgefahren vermieden werden. Das ist so nicht gewährleistet.

Empfohlene Maßnahme

Die Heizkörper müssen in Nischen untergebracht oder bis zu einer Höhe von mindestens 1,0 m bzw. 1,5 m umwehrt werden. Rippenheizkörper sollten vermieden werden.

Vgl.: GUV 16.4/GUV-SR 2002, 2.10.1, 2.9.1, 2.1.1 sowie 4.1.2

 

 

Heizkörperthermostatventile im ganzen Kindergarten

 

Oft fehlen in vielen Heizkörpern die Thermostatventile. Die vorhandenen Absperr- bzw. Öffnungsventile lassen ein gleichmäßiges Regeln der Raumtemperatur nicht zu. Sie sind außerdem unwirtschaftlich.

Empfohlene Maßnahme

Alle Heizkörper sollten mit Thermostatventilen versehen werden. Sie sollten außerhalb von Aufenthaltsräumen individuell bedienbar sein. So wäre eine gleichmäßige, gesundheitlich zuträgliche Raumtemperatur zuverlässig sicherzustellen.

Vgl.: ArbStättV § 6 (2)

 

 

Kindersicherung an Steckdosen

 

Häufig sind Steckdosen ohne die erforderlichen Kindersicherungen. Das darf nicht sein. Für spielende Kinder besteht die Gefahr einen elektrischen Schlag zu bekommen.

Empfohlene Maßnahme

Alle Steckdosen müssen mit einer Kindersicherung versehen sein.

Vgl.: GUV 16.4/GUV-SR 2002, 5.1

 

 

Kopierer im Sekretariat

 

Im Raum der Sekretärin steht häufig ein Kopierer, der dauernd benutzt werden muss. Dadurch entsteht eine erhebliche Unruhe. Der Grundsatz, Kopierer nicht in Arbeitsräumen sondern nur in gut belüfteten Nebenräumen aufzustellen, wird hier nicht eingehalten.

Empfohlene Maßnahme

Der Kopierer sollte aus dem Raum entfernt und woanders aufgestellt werden.

Dabei handelt es sich nicht nur um ein organisatorisches Problem. Der  Arbeitsbereich der Sekretärin sollte unbedingt freigehalten werden von allen vermeidbaren Situationen, die zu Stress führen können. Dazu gehört auch die dauernde Benutzung des Kopierers. Stress ist immer die Folge von Überlastung. Kopierer sollen nicht in Arbeitsräumen sondern nur in gut belüfteten Nebenräumen aufgestellt werden.

Vgl.: Arbeitsschutzgesetz, § 5 (3)

 

 

Küchenzeile im Kindergarten

 

Die Küchenzeile im Kindergarten gehört mit zu den Lehrküchen. Hier fehlt oft die Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD). Außerdem sind E-Herd und Steckdosen mit einem zentralen Schlüsselschalter mit roter Kontrollleuchte (für den Einschaltzustand) zu versehen. Diese Schutzeinrichtungen müssen vorhanden sein.

Empfohlene Maßnahme

Die Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD), 30 mA, ist nachzurüsten.

Der Schlüsselschalter mit Kontrollleuchte ist nachzurüsten.

Vgl.: DIN VDE 0664

 

 

Lichtschalter im Kindergartengebäude

 

Häufig sind die Lichtschalter nicht überall dort, wo es erforderlich ist, selbstleuchtend. Selbstleuchtende Lichtschalter sind z.B. dann nicht erforderlich, wenn die Beleuchtung zentral geschaltet wird. Sie sind ebenfalls nicht erforderlich, wenn eine Orientierungsbeleuchtung vorhanden ist. Bei Dunkelheit jedoch sind Unfälle zu befürchten. Davor können selbstleuchtende Lichtschalter bewahren.

Empfohlene Maßnahme

·                Alle Lichtschalter für nicht zentral bediente Beleuchtung sind selbstleuchtend auszuführen.

·                Alle Lichtschalter in Räumen und Fluren mit besonderer Dunkelheit, z.B., weil keine Fenster vorhanden sind bzw. eine dauernde Orientierungsbeleuchtung fehlt, sind selbstleuchtend auszuführen. Hier sollte eine Dauerbeleuchtung vorgesehen sein.

Vgl.: GUV-V A1, § 3.

 

 

Mutterschutz

 

Das Mutterschutzgesetz gilt für alle Frauen, auch für Teilzeitbeschäftigte, die in einem Arbeitsverhältnis stehen.

Neben diesem Gesetz sind noch weitere Verordnungen und Technische Regeln zu beachten. Das sind z.B. die

Gefahrstoff-Verordnung und die Technischen Regeln für Gefahrstoffe.

Aus dem Mutterschutzgesetz: z.B. gelten Grenzbereiche für das Heben und Tragen:

 

 

häufiges Heben und Tragen

gelegentl. Heben u. Tragen

schwangere Frauen

5 kg

10 kg

 

Die Grenzbereiche für das häufige und gelegentliche Heben und Tragen sollten nicht überschritten werden.

Vgl.: Mutterschutzgesetz

Aus der Gefahrstoff-Verordnung:

Der Arbeitgeber darf werdende...Mütter mit sehr giftigen, giftigen, gesundheitsschädlichen Gefahrstoffen nicht beschäftigen...§4 Abs.2 Nr.6 des Mutterschutzgesetzes bleibt unberührt.

Schwangere sollten mit Gefahrstoffen und Holzstäuben nur umgehen, wenn durch richtig funktionierende

Abzüge, z.B. in Chemieunterrichtsräumen, bzw. durch „staubgeprüfte/H2“-Holzstaubabsaugungen an

Tischkreissägen sichergestellt ist, dass die Grenzwerte der Stoffe bzw. der Holzstaubgrenzwert nicht

überschritten werden.

Vgl.: GUV 19.16/GUV-SR 2003, 3.2.2 sowie 6.1.4 und TRGS 553, 12

Aus den Technischen Regeln für Gefahrstoffe:

Werdende Mütter dürfen mit krebserzeugenden Stoffen und mit fruchtschädigenden Stoffen der

Gruppen A und B nicht umgehen. Schwangere dürfen krebserregenden, erbgutverändernden und

fortpflanzungsgefährdenden Stoffen nicht ausgesetzt werden.

Vgl.: GUV 19.16/GUV-SR 2003, 6.1.4

Empfohlene Maßnahme

Die Schulleitung sollte bemüht sein, vorstehende Informationen allen weiblichen Mitarbeiterinnen,

Kolleginnen und Bediensteten zur Kenntnis zu geben.

Zur Beratung sollte in jedem Fall der Arbeitsmedizinische Dienst, Hamburg, (AMD), bzw. der

Betriebsarzt angesprochen werden, s. auch:

·                Infektionsgefahren im Kinder- und Jugendbereich, Merkblatt

·                Mutterschutz, Merkblatt

·                Röteln., Merkblatt

 

 

Notruftelefon

 

Oft sind Kindergärten ohne den notwendigen Amtsanschluss. Es fehlen Meldeeinrichtungen, um "...unverzüglich die notwendige Hilfe herbeirufen und diese an den Einsatzort leiten zu können".

Empfohlene Maßnahme

Für Notrufe muss ein Telefon mit Amtsanschluss vorhanden sein.

Vgl.: GUV 16.4/GUV-SR 2002, 6

 

 

Papier- bzw. Papp-Schneidemaschine

 

Die Papier-Schneidemaschine ist in zu vielen Einrichtungen noch ohne Messerschutz (Handschutz). Der Handhebel mit dem Schneidemesser sinkt in geöffneter Stellung nach unten. Papier-Schneidemaschinen müssen so gesichert sein, dass das bewegliche Messer in jeder Stellung hält; es darf nicht herunterfallen. Diese Maschine entspricht nicht den Vorschriften. Viele Unfallanzeigen bestätigen die Gefahr durch den fehlenden Messerschutz.

Empfohlene Maßnahme

·           Die Papier-Schneidemaschine sollte ausgemustert und durch eine neue ersetzt werden. Dies wird damit begründet, dass der Handschutz fehlt und die eigentliche Forderung, nämlich: "...Papier-Schneidemaschinen ... das bewegliche Messer in jeder Stellung hält;" nicht erfüllt ist. Ein Umrüsten der Maschinen kann praktisch nicht mehr vorgenommen werden.

·           Die Papier-Schneidemaschine ist bei Nichtbenutzung stets durch ein Schloss zu sichern.

Vgl.: GUV-V A1, § 3 u. 4.

 

 

Podeste vor Gebäudeeinrichtungen, Öffnungsrichtung von Türen

 

Podeste vor Gebäudeeingängen müssen bei nach außen aufschlagenden Türen eine Mindesttiefe von Türblattbreite plus 40 cm aufweisen. Das ist zu selten gewährleistet. Oft beträgt die Tiefe nur Türblattbreite plus wenige Zentimeter bis zu den Außenstufen. Das ist eine dauernde Stolper- und Absturzgefahr. Die entsteht beim Öffnen der Tür, wenn die Kinder und die Bediensteten rückwärts treppab gedrängt werden.

Die Öffnungsrichtung von Gebäudeeingangstüren und von Türen aus so genannten Mehrzweckräumen ist festgelegt. Diese Türen müssen in Fluchtrichtung, also nach außen bzw. zum Flur hin öffnen. Das ist häufig nicht der Fall.

Empfohlene Maßnahme

·                Das Podest sollten entsprechend der GUV vergrößert werden.

·                Gebäudeeingangstüren und Türen von Mehrzweckräumen müssen in Fluchtrichtung öffnen.

Vgl.: GUV 16.4/GUV-SR 2002, 2.2.1 sowie z.B. BauO Hamburg, § 31 (6) bzw. Bauordnung der Länder.

 

 

Rettungsweg- und Brandschutzzeichen, im ganzen Gebäude

 

Im ganzen Gebäude fehlt häufig eine ausreichende Anzahl von Rettungszeichen im Rettungsweg und gültigen Brandschutzzeichen. Bedienstete können im Notfall nicht sicher hinausfinden bzw. die Brandschutzgeräte finden. Die Verkehrssicherungspflicht, als unternehmerische Verantwortung, ist dann nicht eingehalten.

Empfohlene Maßnahme

·           Im ganzen Gebäude sollte eine ausreichende Anzahl von Rettungszeichen im Rettungsweg und gültigen Brandschutzzeichen angebracht werden.

·           Das Schulgebäude sollte mit langnachleuchtenden Rettungs- und Brandschutzzeichen ausgerüstet werden, und die vor dem 1.4.95 angebrachten nicht langnachleuchtenden Zeichen sind bis zum 1.4.2002 gegen langnachleuchtende auszutauschen.

·           Um ein Nachleuchten zu bewirken, sollte in sonst dunklen Gängen, Fluren und anderen Bereichen eine Dauerbeleuchtung während der Betriebszeit vorgesehen werden.

Vgl.: GUV-V A1, „Grundsätze der Prävention“ §§ 3 u. 4 und GUV 0.7/GUV-V A8, § 10 sowie Anlage 2, Pkt. 4 u. 5

 

Erste-Hilfe-Zeichen 

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 Bild E06

Erste Hilfe

Bild E07 Krankentrage

Bild E08 Notdusche

Bild E09 Augenspüleinrichtung

 

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Bild E 10 Notruftelefon

Bild E 13

Richtungsangabe für Erste-Hilfe-

Einrichtungen

*) Dieser Richtungspfeil ist nur in Verbindung mit einem weiteren Rettungszeichen für

 Erste-Hiife-Einrichtungen zu verwenden.

Schildergrößen: a x a = 200 x 200 mm

Ausführung: selbstklebend, Schilder grün, Zeichen langnachleuchtend weiß.

 

Brandschutzzeichen
 

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Bild F 01 Richtungsangabe *)

Bild F 02 Löschschlauch

Bild F 03 Leiter

Bild F 04 Feuerlöschgerät

*)Dieser Richtungspfeil ist nur in Verbindung mit einem anderen Brandschutzzeichen zu verwenden

 

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Bild F05

Brandmelder

Bild F06 Einrichtungen zur Brandbekämpfung

 

Schildergrößen: a x a 200 x 200 mm.

Ausführung: selbstklebend, Schilder rot, Zeichen langnachleuchtend weiß.

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Bild E 01 Rettungsweg*)

Bild E 04

Rettungsweg

Bild (ohne Nr.:)

Rettungsweg für Behinderte

 

 

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Bild (ohne Nr.:)

Rettungsweg links aufwärts*)

Bild (ohne Nr.:)

Rettungsweg rechts abwärts*)

 

*)Auf den Rettungswegzeichen darf der Richtungspfeil außerdem zum oberen bzw. unteren Eckpunkt der abgebildeten Türöffnung zeigen, um den Verlauf des Rettungsweges zu kennzeichnen, z.B. Treppe.
 

Schildergrößen: a x b = 200 x 400 mm und a x a = 200 x 200 mm.

Ausführung: selbstklebend, Schilder grün, Zeichen langnachleuchtend weiß.

 

Notausgangszeichen  

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Bild E 05

Notausgang

Bild E 16

Sammelstelle

Bild E02

Notausgang

Bild E03

Notausgang

 

Schildergrößen: a x b 200 x 400 mm und a x a 200 x 200 mm.

Ausführung: selbstklebend, Schilder grün, Zeichen langnachleuchtend weiß.

 

 

Reinigungs- und Desinfektionsmittel

 

Es werden möglicherweise leicht- bzw. hochentzündliche Flüssigkeiten wie Terpentin, Terpentinersatz, Verdünner, Nitroverdünner, Brennspiritus oder sogar Benzin zum Reinigen von Tischen, Stühlen, Wänden usw. verwandt. Das darf unter keinen Umständen erfolgen. Ein Unfall in einer Schule außerhalb Hamburgs hat gezeigt, dass sich dabei sogar eine Verpuffung mit schwersten Verletzungen von Schülern ereignen kann.

Empfohlene Maßnahme

Für Reinigungszwecke dürfen in Kindergärten keinerlei brennbare Flüssigkeiten verwendet werden.

Für Reinigungs- und Desinfektionsmittel ist ein abschließbarer Schrank vorzusehen.

Vgl.: GUV-V A1, § 3 u. 4 und GUV 16.4/GUV-SR 2002, 4.3

 

 

Rettungsweg- und Brandschutzzeichen in allen Gebäude

 

Im ganzen Gebäude fehlt häufig eine ausreichende Anzahl von Rettungszeichen im Rettungsweg und gültigen Brandschutzzeichen. Bedienstete können im Notfall nicht sicher hinausfinden bzw. die Brandschutzgeräte finden. Die Verkehrssicherungspflicht, als unternehmerische Verantwortung, ist dann nicht eingehalten.

Empfohlene Maßnahme

·         Im ganzen Gebäude sollte eine ausreichende Anzahl von Rettungszeichen im Rettungsweg und gültigen Brandschutzzeichen angebracht werden.

·         Das ganze Gebäude sollte mit langnachleuchtenden Rettungs- und Brandschutzzeichen ausgerüstet werden, und die vor dem 1.4.95 angebrachten nicht langnachleuchtenden Zeichen sind bis zum 1.4.2002 gegen langnachleuchtende auszutauschen.

·         Um ein Nachleuchten zu bewirken, sollte in sonst dunklen Gängen, Fluren und anderen Bereichen eine Dauerbeleuchtung während der Betriebszeit vorgesehen werden.

Vgl.:  GUV-V A1, „Grundsätze der Prävention“, §§ 3 u. 4, und GUV 0.7/GUV-V A8, § 10 sowie Anlage 2, Pkt. 4 u. 5

 

 

Rettungs- und Verkehrswege im gesamten Kindergartenbereich

 

Zu oft sind die Aufenthaltsbereiche mit einer Vielzahl von kindgerechten Kommoden, Kästen, Schubladen, Fächern und Regalen so verstellt, dass Rettungs- und Verkehrswege nicht mehr ausreichend frei sind.

Empfohlene Maßnahme

·                Es sollte überlegt werden, ob Hängeschränke in Erwachsenenhöhe eine wesentliche Entlastung bringen könnten. Möglicherweise kann auf den immer wieder zu hörenden Wunsch, Spielecken untereinander durch Möbel abtrennen zu wollen oder zu müssen, ganz verzichtet werden. Dafür gibt es beispielhafte Kindergärten.

·                Rettungswege und Verkehrswege (Flure) sind unbedingt von allen Gegenständen wie z.B. Möbeln freizuhalten.

Vgl.: ArbStättV § 52 und ArbStättR § 10/1

 

 

Rettungswegtüren im Rettungsweg

 

a) Türen im Rettungsweg

Rettungswegtüren im Rettungsweg entsprechen sehr oft nicht den Vorschriften und sie werden, entgegen der Vorschrift, zu oft während des Betriebes abgeschlossen bzw. verriegelt oder sie öffnen entgegen der Fluchtrichtung. Das ist verboten. Z.B. können Küchen Räume mit erhöhter Brandgefahr sein. Sie müssen dann mindestens zwei günstig gelegene Ausgänge haben. Diese Türen müssen in Fluchtrichtung aufschlagen und jederzeit von innen ohne Hilfsmittel zu öffnen sein, auch wenn von außen abgeschlossen ist. Panikschlösser oder Panikriegel an Rettungstüren sichern den Rettungsweg ohne weiteres, ohne Schlüssel. Panikriegel an Rettungstüren dürfen nicht senkrecht zum Türblatt bewegt werden. Das ist aber häufig der Fall und stellt eine erhebliche Gefahrenquelle dar.

Empfohlene Maßnahme

Rettungswegtüren müssen in Fluchtrichtung öffnen. Rettungswegtüren ins Freie sind mit richtigen Panikbeschlägen zu versehen. Hebel für Panikriegel müssen seitlich drehbar oder als Wippe ausgebildet sein. Panikhebel mit einer senkrechten Bewegungsrichtung zur Tür sind gegen solche mit einer seitlichen Drehbewegung auszutauschen. Panikriegel dürfen nicht durch ein zusätzliches Sicherheitsschloss ihre Funktion verlieren.

Vgl.: ArbStättR § 10(1), GUV 16.3/GUV-SR 2001, 4.2.5.3 und 4.2.5.4

b) Verstellte Türen im Verkehrsweg

In Einrichtungen kommt es häufig vor, dass Türen verstellt sind. Türen sind immer Vorrichtungen, die grundsätzlich Verkehrswege öffnen, Rettungswege sichern oder so genannte gefangene Räume verhindern. Türen zu Gruppenräumen in Kindergärten müssen eine lichte Durchgangshöhe von 2,1m und sonstige Türen eine lichte Durchgangshöhe von wenigstens 2,0 m haben. Verkehrs- und Rettungswege dürfen nicht verstellt werden. Eine, die Tür von außen oder von innen öffnen wollende Person, darf nicht auf ungeahnte Schwierigkeiten stoßen.

Empfohlene Maßnahme

Türen müssen die richtige Durchgangshöhe aufweisen. Verkehrswege müssen freigehalten werden. Alle verstellten Türen sind von beiden Seiten frei und zugänglich zu halten.

Vgl.: ArbStättV, § 52 und ArbStättR § 10/1

 

 

Scharfkantige Möbel

 

Es werden immer wieder Möbel, z.B. Kücheneinrichtungen, aufgestellt, die nicht den Richtlinien für Bau- und Ausrüstung von Kindergärten entsprechen. Die Möbel haben scharfe Kanten und Ecken. Das darf nicht sein.

Empfohlene Maßnahme

Bauteile und Einrichtungsgegenstände in Aufenthaltsbereichen z.B. Armaturen, Schränke, Ablagen, Tische, Küchenmöbel, rollbare Garderobenständer, Tafeln usw. müssen abgerundet oder entsprechend stark, mit einem Radius von wenigstens 2 mm, gefast sein.

Vgl.: GUV 16.4/GUV-SR 2002, 2.1.1 und für Kinderspielgeräte DIN 7926 Teil 1.

 

 

Sicherheitsbeauftragte an Kindergärten

 

Die Zahl der vom Unternehmer zu bestellenden Sicherheitsbeauftragten wird

gemäß § 22 Abs. 1 SGB VII wie folgt bestimmt:

1. Zahl der Beschäftigten Zahl der Sicherheitsbeauftragten…

d) Für Kindertageseinrichtungen mind. 1

2. Der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung kann bei Vorliegen besonderer

betrieblicher Verhältnisse die Zahl der zu bestellenden Sicherheitsbeauftragten

unter Berücksichtigung von § 22 Abs. 1 SGB VII entsprechend diesen

Verhältnissen abweichend regeln.

Die Sicherheitsbeauftragten haben den Unternehmer bei der Durchführung

der Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten

und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren zu unterstützen, insbesondere sich

von dem Vorhandensein und der ordnungsgemäßen Benutzung der vorgeschriebenen

Schutzeinrichtungen und persönlichen Schutzausrüstungen zu überzeugen

und auf Unfall- und Gesundheitsgefahren für die Versicherten aufmerksam zu

machen.

(3) Der Unternehmer hat den Sicherheitsbeauftragten Gelegenheit zu

geben, ihre Aufgaben zu erfüllen, insbesondere in ihrem Bereich an den Betriebsbesichtigungen

sowie den Untersuchungen von Unfällen und Berufskrankheiten

durch die Aufsichtspersonen der Unfallversicherungsträger teilzunehmen;

den Sicherheitsbeauftragten sind die hierbei erzielten Ergebnisse zur Kenntnis zu

geben.

Empfohlene Maßnahme

·           Für jeden Kindergarten sollte wenigstens 1 Sicherheitsbeauftragter, eine Erzieherin oder ein Erzieher bestellt werden.

·           Die Bestellung zum Sicherheitsbeauftragten hat schriftlich zu erfolgen. Das Formblatt befindet sich in der Anlage zur GUV 20.2.2/GUV-SI 8064.

·           Die oder der bestellte Sicherheitsbeauftragte wird auf nachstehende Informationen für ihre bzw. seine Tätigkeit verwiesen:

Vgl.: GUV 20.2.2/GUV-SI 8064 mit Anlage, GUV 20.56/GUV-I 8519 Gesprächsführung für Sicherheitsbeauftragte, GUV 20.2.1/GUV-I 8503 "Der Sicherheitsbeauftragte", GUV-V A1, §§ 3, 13, (Übertragung von Unternehmerpflichten (Muster)), 20 sowie Anlage 2 und GUV 40.8/GUV-I 8542 und Meldungen des Sicherheitsbeauftragten (Meldeblock).

 

 

Spielplatzgeräte

 

Spielplatzgeräte werden häufig auch außerhalb der Kindergartenzeit von Fremden benutzt. Dadurch kann es z.B. vorkommen, dass Knoten in Taue geschlagen werden oder Geräte mutwillig verbogen werden. Deshalb ist es erforderlich, dass Spielplatzgeräte immer zuerst von den Verantwortlichen begutachtet werden, bevor Kinder darauf spielen dürfen. Häufig entsprechen die Spielplatzgeräte auch nicht den Anforderungen.

Empfohlene Maßnahme

Spielplatzgeräte müssen entsprechend den allgemein anerkannten sicherheitstechnischen Regeln beschaffen sein und aufgestellt werden.

Dies gilt auch für Kunstobjekte, die als Kinderspielgeräte benutzt werden können.

Bei Auswahl, Ausführung und Aufstellung von Spielplatzgeräten ist darauf zu