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Der Froschkönig

 

Sie war Tochter, jung und reich,

Die Welt hielt sie mit

Goldenen Karten in den Händen.

Ihre Spiele waren neu,

Vom Hubschrauberlandeplatz des

Höchsten Hauses ihrer Kette von Hotels schlug sie

Den Golfball, einen nach dem anderen,

Auf weit entfernte Ziele unter sich ins Wasser,

Aus Versehen aber auch die kleine Silberkugel,

Die mit Engelsharfenklang beim Fallen,

Und dem eingebauten Zufallsgenerator,

Großes Liebeglück verkündete.

 

Die Kugel war ihr Schatz,

Ein Himmel schien mit ihr

Für alle Zeit verloren und sie weinte bitterlich.

Sie schwor, den, der den Schatz ihr wiederbrächte,

Selbst zu ihrem Schatz zu machen.

 

 

 

In der Nähe hielt ein Rapper

Ausschau nach ganz neuen Texten,

Hörte ihren Schwur und

Ließ sie ihn erneuern,

Sich dazu noch einen Kuss

Und eine Nacht in ihrem Bett

Versprechen.

 

Er war Frosch, ein Kind des Wassers.

Seine Haare hatte er als Königskrone hochgestellt

Und war mit Heinrich, seinem Freund,

Dem Stummheit seinetwegen eisern seinen Mund verschloss,

Voll Tatendrang.

Er  hatte ihre Silberkugel schnell entdeckt

Und brachte sie zurück.

 

Als er auf ihren Schwur bestand,

Gab sie ihm schnell den Kuss

Und stieß ihn dann,

Vom Dach des Hauses in sein Element.

Sie wollte nur die Kugel.

 

 

 

Dann jedoch, im letzten Augenblick,

Betört von einem wunderbaren Wandel

Seiner Augen, des Gesichtes, seiner Haut,

Riss sie ihn sich zurück.

Sie fühlte ihm sich plötzlich sehr vertraut

Und war für ihren ganzen Schwur bereit

Und schloss nach Frauenart die Augen.

 

Ganz behutsam spürte sie

Ein Liebesglück erwachen

Und ihr Herz zur Engelsharfe werden.

 

Ihre Silberkugel hielt sie fest an sich gedrückt,

Und dem getreuen Heinrich

Brach bei so viel Glück

Der Eisenring von seinem Mund.

 

 

 

Harald Birgfeld aus:…. and I said to myself, what a wonderful world

Copyright 2013 beim Autor, Harald Birgfeld.