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10.06.20  Brief von Omi S.3.jpg

 

Arbeitsschutzgesetz, § 15: Pflichten der Beschäftigten

Die Beschäftigten sind verpflichtet, nach ihren Möglichkeiten sowie gemäß der Unterweisung und Weisung des Arbeitgebers für ihre Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit Sorge zu tragen.

 

Diese praxiserprobten Beurteilungen sind Arbeitsunterlagen, die sowohl der Einrichtungsleitung, als auch der/dem Sicherheitsbeauftragten wie dem Unterrichts-, Vorlesungs-  und Erziehungspersonal, behilflich sein sollen, die an der Einrichtung möglicherweise vorhandenen arbeitssicherheitstechnischen Mängel sowie arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren zu erkennen. Sie sollen helfen, das Gesetz über die Durchführung von Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu erfüllen und die Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit zu sichern.

Beschäftigte bei der Arbeit sind Arbeiter, Angestellte, Beamte, (Schülerinnen und Schüler sind den Arbeitnehmern im Sinne der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV), §2 (6), gleichgestellt), Studierende, Doktoranden, Stipendiaten und Teilzeitbeschäftigte.

 

 

Kleine Fibel des Arbeitsschutzes

für Schulleiterinnen, Schulleiter,

Sicherheitsbeauftragte,

Lehrerinnen und Lehrer

an Schulen.

 

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz an Schulen

(alle Schulformen),

Beurteilung der Arbeitsbedingungen gem. § 5 des Arbeitsschutzgesetzes.

108 S. A 5.

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Über 150 „Empfohlene Maßnahmen“

9. Auflage.

 

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© 2020 Birgfeld, Harald
Herstellung und Verlag: BoD – Books on Demand, Norderstedt
ISBN: 9783751959971

 

 

Kleine Fibel des Arbeitsschutzesist auch in den USA, Großbritannien und Kanada unter obiger ISBN und bei abweichenden Preisen bestell- und lieferbar.

 

 

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Über den Autor und aus der Presse

 

Kleine Fibel Arbeitsschutz an Schulen

(alle Schulformen)

 

Inhaltsverzeichnis

 

108 Seiten mit mehr als 150 „Empfohlenen Maßnahmen“.

Letztes Update: 06.2020

 

 

 

Sämtliche Unterlagen und Zusammenstellungen unterliegen einem Copyright 2020 beim Autor, Harald Birgfeld, alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Veröffentlichung darf ohne schriftliche Erlaubnis des Herausgebers, Harald Birgfeld, reproduziert werden. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen wie Loseblattsammlungen und Buchproduktionen, Übersetzungen, Verfilmung und Einspeicherung sowie Verarbeitung in elektronischen Systemen.

 

 

Allgemein:

Diese praxiserprobten Beurteilungen sind Arbeitsunterlagen, die sowohl der Einrichtungsleitung, als auch der/dem Sicherheitsbeauftragten wie dem Unterrichts-, Vorlesungs-  und Erziehungspersonal, behilflich sein sollen, die an der Einrichtung möglicherweise vorhandenen arbeitssicherheitstechnischen Mängel sowie arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren zu erkennen. Sie sollen helfen, das Gesetz über die Durchführung von Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu erfüllen und die Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit zu sichern.

Beschäftigte bei der Arbeit sind Arbeiter, Angestellte, Beamte, (Schülerinnen und Schüler sind den Arbeitnehmern im Sinne der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV), §2 (6), gleichgestellt), Studierende, Doktoranden, Stipendiaten und Teilzeitbeschäftigte.

Die Fachkräfte für Arbeitssicherheit und z.B. ein Betriebsarzt stehen dabei gerne beratend zur Verfügung. Die zu den Beurteilungen gehörenden

Dokumentationen der Beurteilungen der Arbeitsbedingungen

gem. § 6 des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz,

sind weitere Arbeitsunterlagen, die Ihnen, der Einrichtungsleitung, die Möglichkeit geben, gefundene Mängel und Gefahren sowie die zu treffenden Maßnahmen zu deren Beseitigung zu dokumentieren.

Das Arbeitsschutzgesetz erfordert es, dass der Arbeitgeber die Arbeitsbedingungen hinsichtlich einer möglichen Gefährdung ermittelt. In Schulen hat diese Aufgabe die Schulleiterin oder der Schulleiter in anderen Einrichtungen die Einrichtungsleitung. Über das Ergebnis der Gefährdungsermittlung und die daraus folgenden Maßnahmen müssen Unterlagen verfügbar sein. Als Unterlagen zur Dokumentation gelten, neben Prüflisten, die Berichte der Fachkraft für Arbeitssicherheit, z.B. der Landesunfallkassen, der Unfallkassen der Länder, eines Arbeitsmedizinischen Dienstes, eines Betriebsarztes oder z.B. eines Amtes für Arbeitsschutz, einem Gewerbeaufsichtsamt, (ergänzt um die veranlassten Maßnahmen zur Mängelbeseitigung), eigenständige Gefährdungsdokumentationen, Betriebsanweisungen für Tätigkeiten, Arbeitsmittel und Arbeitsstoffe und "Beurteilungen von Gefährdungen und Belastungen am Arbeitsplatz".

Vgl.: GUV-I 8700, welche z.B. von den Unfallkassen der Länder, kostenlos bezogen werden können.

 

 

Über den Autor und aus der Presse

 

Der Autor, Harald Birgfeld, Dipl. Ingenieur für Schiffbau, Schweißfach- und Feuerschutzingenieur sowie Fachkraft für Arbeitssicherheit, Ausbildung gem. § 4 der UVV, GUV-V A6, durch den BAGUV, (Sicherheitsingenieur) war in der BEHÖRDE FÜR INNERES und später in der BEHÖRDE FÜR SCHULE, JUGEND UND BERUFSBILDUNG (BSJB), jetzt BEHÖRDE FÜR BILDUNG UND SPORT; der FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG, angestellt. Harald Birgfeld erstellte seit 1992, parallel zu Schul- und Dienststellenbegehungen, Checklisten/Beurteilungen und Prüflisten/Dokumentationen. Außerdem wurden regelmäßig Jahresberichte mit Unfallstatistiken von ihm erstellt.

Zeitungs- und andere Artikel über die Tätigkeit von Harald Birgfeld wurden abgedruckt und über seine Arbeit berichtet im/in (nach 1993 erschienene Artikel wurden wegen möglicher Urheberrechtsverletzungen nicht mehr mit aufgenommen):

 

Der Autor hat in der Unabhängigen Fachzeitschrift für Arbeitssicherheit, "Sicherheitsingenieur" aus dem Curt Harfener Verlag, etliche, in dem Jahr 1990 sogar die meisten redaktionellen Beiträge veröffentlicht.

 

1999 stellte der "Bundesverband der Unfallkassen" (BUK) in der Zeitschrift, "Pluspunkt", Ausgabe 3, S.21, die bis dahin bundesweit bekannt gewordene "Kleine Fibel des Arbeitsschutzes.." vor.

 

Pressestimmen: Das "Hamburger Abendblatt" berichtete vielfach sowohl zur Person als auch über die Tätigkeit von Harald Birgfeld als Fachkraft für Arbeitssicherheit an Schulen, z.B. am 18. Dez. 1991 auf den Seiten 1 und 14, am 11. Febr. 1992, S. 9, am

18. Febr.1993, S. 15, am 16. Juni 1993, S. 13 und am 29. Juni 1993, S. 17.

Blickpunkt Bildung, Deutscher Lehrerverband Hamburg, Nov. 1991

Hamburger Pädagogen und Wissenschaftler, interviewt den Autor

Die hlz, Hamburger Lehrerzeitung, die Zeitschrift der GEW (Gewerkschaft Erziehung Wissenschaft) Hamburg, interviewt den Autor in der Novemberausgabe 1993 ausführlich (s. dort S. 19-21).

 

 

 

Inhaltsverzeichnis, unterteilt in:

 

1)           Allgemein an Schulen

                      

Betrifft die an allen Schulformen, z.B. Vor-, Grund-, Haupt- Real-, Werkreal-, Förder-, Sonder-, Ganztags-, Gesamt-, Berufsschulen (Berufsfachschulen, z.B. in Vollzeitform der biologischen, chemischen, medizinischen und pharmazeutischen Berufe, gehören in wesentlichen Bereichen zu den Hochschulen) und Gymnasien möglicherweise vorhandenen arbeitssicherheitstechnischen Mängel sowie arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren.

 

2)           (NW) In der Naturwissenschaft,

 

Betrifft z.B. die insbesondere an Gesamt-, Berufsschulen und Gymnasien im naturwissenschaftlichen Arbeitsbereich/Unterricht möglicherweise vorhandenen arbeitssicherheitstechnischen Mängel sowie arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren.

 

3)           Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung

 

Betrifft die möglicherweise an allen Schulformen vorhandenen

arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren, z.B. betreffend den Mutterschutz.

 

 

 

1)   Inhaltsverzeichnis, Allgemein an Schulen

 

Abkürzungen und Vorschriften

Alarmplan

Alarmplan (2 Muster)

Arztraum (bzw. Raum mit Liegemöglichkeit zur Erstversorgung)

Aufenthaltsverbote

Aufgaben der Schulleitung

Aufzugsanlagen für Personen und/oder Güter

Aula bzw. Festsaal mit Szenenfläche

Bauliche Maßnahmen,

Befahren von Schulhöfen

Behindertengerechte Gestaltung der Schule

Bestellung von Geräten

Bildschirmarbeitsplatz, BAP, für Bedienstete

Bildschirmarbeitsplatz, BAP, für Schüler

Blitzableiter am Schulgebäude

Brandgefahr

Brennofen, Aufstellung

Brennofen, Glasuren

Büroarbeitsplatz, kein BAP

Drehstromsteckvorrichtungen

Ein-Aus-Taster (keine Not-Aus-Schalter) für Arbeits-bereiche in Küchen, an Küchenzeilen, in Vorschulen Differenzierungsräumen, Werkräumen, Fotolabors, in Räumen der Bildenden Kunst, in Computer- und Textilräumen

Einfriedung des Schulgeländes

Einzelarbeitsplatz

Elektrische Betriebsmittel, Prüfungen

Elektrische lose Leitungen

Elektrische Steckdosen, Anzahl.

Erste Hilfe Kasten

Ersthelfer

Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs),

Ferienheizung

Fettabscheider in Ganztagsschulen, "Hort in der Schule" und "Pädagogischer Mittagstisch"..

Feuergefahr, Entstehungsbrände (s. auch Brandgefahr)

Feuerlöscher

Flucht- und Rettungswege (2 Muster)

Flucht- und Rettungswege

Fotolabor

frittieren" auf der Herdplatte

Garderobenhaken

Gefährliche Flüssigkeiten, Aufbewahrung in Lebensmittelbehältern

Gefahrstoffe/Lagerraum

Geländer

Glas in Schränken, Drahtglas, Spiegel

Heizkörperthermostatventile

Holzstaub, Betriebsanweisung

Holzwerkstatt

Kopierer im Sekretariat

Küchen (Lehrküchen) als Nassbereich

Lärm: Werkstatt. u. Musikunterricht

Lichtschalter im Schulgebäude

Not-Aus-Schalter an Maschinen

Notruftelefon

Offset-Druckmaschine

Papier- bzw. Pappschneidemaschine

PCB-haltige Kondensatoren in Lampen

Radierungen in der Kunst

Rauchabzugseinrichtung

Raumtemperaturen

Reinigungsmittel

Rettungsweg-, Brandschutz- und Erste-Hilfezeichen

Rettungswege und Verkehrswege im gesamten schulischen Bereich

Rettungswegtüren und verstellte Türen

Sanitätsraum, s. Arztraum (bzw. Raum mit Liegemöglichkeit zur Erstversorgung)

Schultafeln in der Schule, Smart Board

Schutzkleidungsverzeichnis

Sicherheitsbeauftragte an Schulen

Sicherheitsbeauftragte an Schulen, Bestellung (Formblatt)

Sonderschulen, Arbeitsbereich

Sport im Unterricht, Checkliste

Sporthalle

Standfestigkeit von Maschinen

Steckdosen auf Putz

Stopfpräparate

Stufen und Treppengeländer

Stühle und Tische im Unterrichtsraum, Lehrer und Schüler

Toiletten, Toilettenbeckenaufhängung und Toilettenräume

Treppengeländer (s. Stufen..)

Umdrucker und Löser

Vorschulklassen, Arbeitsbereich

Zutritts- und Aufenthaltsverbote

 

2)   Inhaltsverzeichnis, in den Naturwissenschaften (NW)

 

(NW) Abzüge und Abluftleistung

(NW) Betriebsanweisungen für Hausmeister und Reinigungspersonal

(NW) Betriebsanweisungen für Schüler, Muster

(NW) Druckgasflaschen im Unterrichtsraum

(NW) Druckgasflaschen (Warnzeichen)

(NW) Erste-Hilfe-Kästen

(NW) Ersthelfer

(NW) Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs)

(NW) Feuerlöscher im naturwissenschaftlichen Bereich

(NW) Flucht- und Rettungswege

(NW) Fußböden von Fachräumen

(NW) Gaskartuschen

(NW) Gasschläuche

(NW) Gefährliche Flüssigkeiten, Aufbewahrung in Lebensmittelbehältern

(NW) Handbrausen

(NW) Kühlschrank

(NW) Lasereinrichtung

(NW) Mikroskope in der Biologie

(NW) Not-Aus-Schalter in naturwissenschaftlichen Räumen

(NW) Notruftelefon

(NW) Rettungsweg-, Brandschutz- und Erste-Hilfezeichen

(NW) Rettungswege und Verkehrswege im gesamten schulischen Bereich

(NW) Rettungswegtüren im Rettungsweg

(NW) Sammlungsräume, Chemie

(NW) Schutzkleidungsverzeichnis

(NW) Trenntransformatoren in der Physik

(NW) Türbeschläge im naturwissenschaftlichen Bereich

 

3) Inhaltsverzeichnis, Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung

 

Infektionsgefahren im Kinder- und Jugendbereich, Merkblatt

Mutterschutz im Schulbereich,

Mutterschutz, Merkblatt

Röteln, Merkblatt

 

Vorschriften und Abkürzungen

 

Geltungsbereich: Alle Länder der Bundesrepublik Deutschland

Alle nachstehend aufgeführten Vorschriften, wie z.B. das Arbeitsschutzgesetz, die Arbeitsstätten-Richtlinien, die Arbeitsstätten-Verordnung, das Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure..., sowie alle Verordnungen, die GUV'en und das Mutterschutzgesetz sind in jedem Land gleichermaßen anzuwenden. Länderverordnungen wie Länder Bau-Ordnungen, Technische Richtlinien einer Baubehörde eines Landes usw. sind immer den gesetzlichen Vorschriften nachgeordnet. Sie sollten, falls erforderlich, vor Ort erfragt werden.

 

Gesetzliche Unfall-versicherung,

GUV-Nr.:

Titel

DIN-EN 1729-1

und -2

Stühle und Tische für Bildungseinrichtungen,

-1 Funktionsmaße, -2 sicherheitstechnische Anforderungen (gilt nicht für Arbeitsplätze von Lehrkräften).

GUV-V A1

Grundsätze der Prävention

GUV-V A2

UVV Elektrische Anlagen und Betriebsmittel

GUV-V A4

UVV Arbeitsmedizinische Vorsorge

GUV-V A6

UVV Fachkräfte für Arbeitssicherheit

GUV-V A6/7

UVV Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit

GUV-V A7

UVV Betriebsärzte

GUV-V A8

UVV Sicherheits- und Gesundheits-schutzkennzeichnung am Arbeitsplatz

GUV-V B2

UVV Laserstrahlung

GUV-V B3

UVV Lärm

GUV-V B6

UVV Gase

GUV-V B7

UVV Sauerstoff

GUV-V C8

UVV Gesundheitsdienst

GUV-V D1

UVV Schweißen, Schneiden und verwandte Verfahren

GUV-V D15

UVV Arbeiten mit Flüssigkeitsstrahlern

GUV-V D34

UVV Verwendung von Flüssiggas

GUV-V S1

UVV Schulen

GUV-I 510-3

Anleitung zur Ersten Hilfe bei Unfällen, Registerausführung

GUV-I 511-1

Verbandbuch DIN A5

GUV-I 512

Erste-Hilfe-Material

GUV-I 662

Sanitätsräume in Betrieben

GUV-I 668

Erste Hilfe bei erhöhter Einwirkung ionisierender Strahlung

GUV-I 720

Tisch- und Format-Kreissäge-maschinen (Aushang DIN A2)

GUV-I 721

Tisch-Fräsmaschinen (Aushang DIN A 2)

GUV-I 722

Tisch-Bandsäge-Maschinen (Aushang DIN A 2)

GUV-I 724

Abricht-Hobelmaschinen (Aushang DIN A 2)

GUV-I 739

Holzstaub - Handhabung und sicheres Arbeiten

GUV-I 8502

Bildschirmarbeitsplätze

GUV-I 8503

Der Sicherheitsbeauftragte

GUV-I 8504

Informationen für die Erste Hilfe bei Einwirken gefährlicher chemischer Stoffe

GUV-I 8519

Gesprächsführung für Sicherheitsbeauftragte (Faltblatt)

GUV-I 8524

Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel

GUV-I 8540

Druckschriften-Verzeichnis BUK-Regelwerk Sicherheit und Gesundheitsschutz

GUV-I 8542

Meldungen des Sicherheitsbeauftragten (Meldeblock)

GUV-I 8543

Bestellung zum Sicherheitsbeauftragten (Vordruck)

GUV-I 8549

Aufkleber für Maschinen (Schutzalterhinweis)

GUV-I 8553

Sicheres Arbeiten in chemischen Laboratorien

GUV-I 8566

Sichere und gesundheitsgerechte Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen

EG-Richtlinie 90/270

Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit an Bildschirmgeräten

GUV-I 8577

Arbeiten im Offsetdruck - Umgang mit Arbeitsstoffen

GUV-I 8589

Beurteilung von Gefährdungen und Belastungen am Arbeitsplatz

GUV-I 8700

Gefährdungen und Belastungen am Arbeitsplatz

GUV-R 111

GUV-Regel Küchen

GUV-R 120

GUV-Regel Laboratorien

GUV-R 132

Richtlinien für die Vermeidung von Zündgefahren infolge elektrostatischer Aufladungen

GUV-R 133

GUV-Regel Ausrüstung von Arbeitsstätten mit Feuerlöschern

GUV-R 1526

Tritte

GUV-R 1535

Sicherheitsregeln für Büro-Arbeitsplätze

GUV-R 181

Merkblatt für Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr

GUV-R 189

GUV-Regel Benutzung von Schutzkleidung

GUV-R 190

GUV-Regel Benutzung von Atemschutzgeräten

GUV-R 191

GUV-Regel Benutzung von Fuß- und Beinschutz

GUV-R 192

GUV-Regel Benutzung von Augen- und Gesichtsschutz

GUV-R 193

GUV-Regel Benutzung von Kopfschutz

GUV-R 195

GUV-Regel Benutzung von Schutzhandschuhen

GUV-R 2104

Richtlinien für höhenverstellbare Zwischenböden in Bädern

GUV-SI 8011

Richtig sitzen in der Schule

GUV-SI 8009

Sicher und fit am PC in der Schule

GUV-SI 8016

Sichere Schultafeln

GUV-SI 8018

Giftpflanzen - Beschauen, nicht kauen

GUV-SI 8020

Notruf-Nummern-Verzeichnis (Schulen)

GUV-SI 8027

Mehr Sicherheit bei Glasbruch

GUV-SI 8035

Matten im Sportunterricht

GUV-SI 8036

Keramik, Ein Handbuch für Lehrkräfte

GUV-SI 8037

Papier, Ein Handbuch für Lehrkräfte

GUV-SI 8038

Metall, Ein Handbuch für Lehrkräfte

GUV-SI 8039

Kunststoff, Ein Handbuch für Lehrkräfte

GUV-SI 8042

Lebensmittel- und Textilverarbeitung Ein Handbuch für Lehrkräfte

GUV-SI 8044

Sportstätten und Sportgeräte

GUV-SI 8048

Checklisten zur Sicherheit im Sportunterricht

GUV-SI 8051

Feueralarm in der Schule

GUV-SI 8061

Bestellung zum Sicherheitsbeauftragten für innere Schulangelegenheiten (Vordruck)

GUV-SI 8064

Merkblatt für Schulleiter und Sicherheitsbeauftragte für innere Schulangelegenheiten

GUV-SI 8065

Erste Hilfe in Schulen

GUV-SI 8066

Erste Hilfe in Kindertageseinrichtungen

GUV-SR 2001

Richtlinien für Schulen – Bau und Ausrüstung

GUV-SR 2002

Richtlinien für Kindergärten – Bau und Ausrüstung

GUV-SR 2003

GUV-Regel Umgang mit Gefahrstoffen im Unterricht

GUV-SR 2004

Anhang 1 zur GUV-SR 2003

GUV-SR 2005

GUV-Regel Umgang mit Gefahrstoffen in Hochschulen

GUV-SR 2006

Regeln für Sicherheit und Gesundheitsschutz….. mit biologischen Arbeitsstoffen im Unterricht

GUV-V A8

Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz

 

Mutterschutzgesetz.

 

Weitere Abkürzungen

 

ArbSchG.......Arbeitsschutzgesetz

ArbStättV.....Arbeitsstätten-Verordnung mit Abschnitte 6 für Maßnahmen zur Gestaltung von BAP.

ASiG............Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit

GefStoffV…...Gefahrstoffverordnung (neu ab 12.2010)

GUV……….....Gesetzliche Unfallverhütungsvorschrift.

KMK.............Kultusministerkonferenz der Länder

PSA-BV........Verordnung.....persönlicher Schutzausrüstungen

TRGS.. ………….Technische Richtlinien für Gefahrstoffe

UVV………… ..Unfall-Verhütungs-Vorschrift

VStättVO     Versammlungsstättenverordnung

 

Die in Rot hervorgehobenen Vorschriften bzw. Bezeichnungen, z.B. AMD, MblSchul, TR-Schulen und VwHdbSchul, gelten nur für das Land Hamburg und haben keine besondere Bedeutung in Sachen Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz an Schulen anderer Länder. Sie dienen hier der Information.

 

AMEV...           Hinweise für Innenraumbeleuchtung, Arbeitskreis Maschinen- u. Elektrotechnik, Hamburg.

AMD.....     .....Arbeitsmedizinischer Dienst, Hamburg

IfL.........         Institut für Lehrerfortbildung, Hamburg

MblSchul..   ...Mitteilungsblatt für Schulen, (Hamburg)

TR-Schulen.  .Technische Richtlinien der Baubehörde Hamburg

VwHdbSchul..Verwaltungshandbuch Schulen Hamburg

 

Allgemein an Schulen

 

Alarmplan an Schulen

 

a) Regelung für den Brandfall in der Schule und in der Verwaltung

Für den Brandfall sind Maßnahmen zu planen. Die bestehen hauptsächlich aus der Alarmierung und dem Wissen über die Rettungswege ins Freie. Dazu gehören:

·                     der Alarmplan mit einem Ablauf der zu treffenden Maßnahmen,

·                     Pläne über die Flucht- und Rettungswege und

·                     die richtigen Rettungsweg- und Brandschutzzeichen.

Empfohlene Maßnahme

Es sollten:

·                     jeweils ein Alarmplan am Anfang von Fluren hängen,

·                     jeweils mindestens ein Plan über die Flucht- und Rettungswege in Fluren hängen und

·                     es sollten überall die richtigen Rettungswegzeichen, falls es sich einrichten lässt, in Fußbodenhöhe, nämlich außerhalb von Rauchbereichen, sonst oberhalb von Ausgangstüren und an Wänden von Treppenabsätzen, angebracht sein.

b) Die Notrufnummern von Polizei und Feuerwehr

Die Notrufnummern von Polizei und Feuerwehr sollten durch deutliche Hinweise immer dort zur Verfügung stehen, wo Notrufeinrichtungen vorhanden sind. Notrufeinrichtungen sollten z.B. eingerichtet und im Betrieb stets erreichbar sein in:  naturwissenschaftlichen Räumen, Küchen, Sporthallen, anderen Gebäuden, Vorschule, Werkstätten, Maschinenräumen und fachpraktischen Ausbildungsplätzen.

Empfohlene Maßnahme

In Verkehrs- und Rettungswegen sollte auf die nächste Notrufeinrichtung verwiesen werden. Die regelmäßigen Übungen, "Feuersicherheit an Schulen", sind durchzuführen.

Vgl.:    GUV-V A1, § 22 und GUV-SI 8051 und GUV-SI 8020.

Es sollten Gespräche mit der Feuerwehr, Brandschutzabteilung, geführt werden.

Allgemein

Störungen am Hausalarm sind sofort zu melden und sofort zu beheben. Auslöser/Melder für den Hausalarm, "Feuermelder", sind rot und in 1,5 m Höhe zu installieren.

Vgl.: DIN-EN 14675 und VDE 0108 und GUV-V A1, § 22 sowie

Alarmplan: Muster und GUV-SI 8051, Feueralarm in der Schule,

 

 

Alarmplan, Muster I

 



Vgl.: GUV-SI 8051, S. 8 (für Schulen und Kindergärten)

und GUV-V A8, Anhang 2 bzw. DIN 14096-1

 

 

Alarmplan (Muster) II

 

 

Textfeld: Alarmplan
Ruhe bewahren

Feuerwehr		Polizei
	bei Unfall,		bei Überfall,
bei Feuer:		bei Einbruch: 

	112			110
 
Eigene Telefon.Nr.:

Name des Anrufers.	
 
Schule: 

 
WAS ist passiert.
 
Erste Hilfe: 
Frau........
Herr....
 
Verbandskasten befindet sich in Raum.....
 
Arzt: Herr.Dr.		Telef.:
Frau Dr.			Telef.:
 
Krankenhaus: 
Telef.:

s. Brandschutzordnung DIN-EN 14096-1

 

Arztraum (bzw. Raum mit Liegemöglichkeit zur Erstversorgung)

 

In allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen sowie Hochschulen hat der Unternehmer mindestens eine geeignete Liegemöglichkeit oder einen geeigneten Raum mit Liegemöglichkeit zur Erstversorgung von Verletzten vorzuhalten. Die „Grundsätze der Prävention“ GUV-V A1 verweisen auf die "Erste Hilfe". Die sollte eingehalten werden

Empfohlene Maßnahme

·                     Der Raum muss sich im Erdgeschoss befinden, damit er mit einer Krankentrage leicht erreicht werden kann.

·                     Der Raum muss einen Erste-Hilfe-Kasten haben.

·                     Der Raum muss ein Notruftelefon mit Anschluss an eine öffentliche Notrufzentrale haben.

·                     Der Raum sollte ein Waschbecken mit Kalt- und Warmwasser haben.

·                     Die Raumtemperatur sollte 22 ° C betragen.

·                     In dem Raum sollte eine Krankentrage gem. DIN-EN  13025 vorhanden sein.

·                     Die Kennzeichnung der Eingangstür des Sanitätsraumes erfolgt mit dem Klebeschild, Best.-Nr. GUV-I 8577,

E 03: "Weißes Kreuz auf grünem Grund" Größe = 10 x 10 cm

·                     Die Fensterscheiben des Sanitätsraumes müssen undurchsichtig sein.

Der Sanitätsraum ist eine wesentliche Vorbereitung auf den Notfall. Er sollte vorschriftgemäß eingerichtet sein und nicht fremdgenutzt werden. Der Notfall muss immer bedacht werden.

Vgl.:  GUV-I 662, z.B. 2.1.1 und GUV-V A8, E 03: "Weißes Kreuz auf grünem Grund" und GUV-V A1, § 25 (5).

 

 

Aufgaben der Schulleitung,

Befahren von Schulhöfen mit Pkw oder Baufahrzeugen während der Unterrichtszeit,

Zutritts- und Aufenthaltsverbote und

behindertengerechte Gestaltung der Schule.

 

a) Aufgaben der Schulleitung

Auf Grund ihrer Stellung soll die Schulleitung alle organisatorischen Maßnahmen ergreifen, um Gefährdungen im Schulbetrieb auszuschließen.

Empfohlene Maßnahme

·         Der Arbeitgeber, das ist hier die Schulleiterin oder der Schulleiter, hat diejenigen Beschäftigten zu benennen, die Aufgaben der Ersten Hilfe, Brandbekämpfung und Evakuierung der Beschäftigten übernehmen.

·         Der Arbeitgeber, das ist hier die Schulleiterin oder der Schulleiter, kann zuverlässige und fachkundige Personen schriftlich damit beauftragen, ihm obliegende Aufgaben in eigener Verantwortung wahrzunehmen. Damit ist insbesondere die Gefährdungsbeurteilung sowie deren Dokumentation entsprechend dem ArbSchG zu verstehen.

·         An jeder Schule ist der Hausmeister für die Belange der äußeren Schulangelegenheiten und wenigstens 1 Sicherheitsbeauftragter, eine Lehrerin oder ein Lehrer, für die Belange der inneren Schulangelegenheiten, (z.B. Verwaltung) und es sind sinnvollerweise weitere Personen z.B. der/die Gefahrstoffbeauftragte, der/die Strahlenschutzbeauftragte schriftlich zu Sicherheitsbeauftragten zu bestellen.

b) Befahren von Schulhöfen mit Pkw oder Baufahrzeugen während der Unterrichtszeit

Die Schulleitung sollte ein Verbot des Befahrens des Schulgeländes während der Unterrichtszeit aussprechen oder eine Trennung des Baustellenverkehrs vom Pausenhof erwirken.

Empfohlene Maßnahme

Eine Absprache zwischen Schulleitung und der zuständigen Hochbauabteilung des Bezirksamtes ist durchzuführen.

 

 

Aufzugsanlagen für Personen und/oder Güter

 

In vielen Schulen befinden sich Aufzugsanlagen für Personen und/oder für Güter. Solche Aufzüge unterliegen grundsätzlich der Verordnung für Aufzugsanlagen (Aufzugsverordnung-AufzV). Ausgenommen sind z.B. nur kraftbetriebene Aufzugsanlagen mit einer Tragfähigkeit von höchstens 5 kg.

Alle Aufzugsanlagen müssen z.B. bei einem Amt für Arbeitsschutz , dem Gewerbeaufsichtsamt der Länder, gemeldet sein. Das ist üblicherweise bei der Errichtung durch eine Abnahmeprüfung erfolgt. Die Einrichtungsleitungen sind die Betreiber der Anlagen. Die wiederkehrenden Hauptprüfungen sowie Zwischenprüfungen und Prüfungen nach Schadensfällen und Unfällen werden daher im Auftrag der Schulleitung durchgeführt. Die fälligen Prüftermine werden in der Regel, der Schule vom Amt bzw. vom Gewerbeaufsichtsamt mitgeteilt.

Empfohlene Maßnahmen

·                     Es sollte sichergestellt werden, dass die vorhandenen Aufzugsanlagen für Personen und/oder Güter dem Amt bzw. dem Gewerbeaufsichtsamt gemeldet sind.

·                     Aufzugsanlagen sind durch sachkundige Personen in betriebssicherem Zustand zu erhalten und in erforderlichem Umfang warten und Instand setzen zu lassen. Dafür ist die Schulleitung verantwortlich.

·                     Für das Betreiben einer Aufzugsanlage, in welcher Personen befördert werden dürfen, ist wenigstens ein Aufzugswärter zu bestellen und anzuweisen. Dafür hat er in einer Prüfung, z.B. bei einem Amt für Arbeitsschutz, dem TÜV bzw. einem Gewerbeaufsichtsamt die Sachkunde nachzuweisen.

·                     Jeder Unfall und jeder Schadensfall ist der Aufsichtsbehörde, dem Amt, bzw. dem Gewerbeaufsichtsamt, unverzüglich anzuzeigen. Es besteht eine Anzeigepflicht.

·                     Hauptprüfungen für Aufzugsanlagen, in denen Personen befördert werden dürfen, erfolgen wiederkehrend alle 2 Jahre und für Aufzugsanlagen, die ausschließlich der Güterbeförderung dienen und deren Tragfähigkeit höchstens 1.000 kg beträgt, alle 4 Jahre. Die Prüftermine werden durch das Amt bzw. das Gewerbeaufsichtsamt bekannt gegeben und von dort eingehalten.

·                     Mindestens 1 Fahrkorb ist in öffentlichen Gebäuden behindertengerecht gem. EN/DIN auszuführen.

·                     Zwischenprüfungen sind nicht angemeldet und finden zwischen den Hauptprüfungen durch den Sachverständigen des Amtes bzw. des Gewerbeaufsichtsamtes statt.

·                     Prüfungen nach einer Unfall- und einer Schadensanzeige erfolgen durch das Amt bzw. durch das Gewerbeaufsichtsamt und können zu Auflagen an der Anlage führen.

·                     Aufzüge dürfen im Brandfall nicht benutzt werden. Dafür ist ein Hinweisschild an jeder Tür jedes Aufzuges deutlich und gut lesbar anzubringen. Solche Schilder bietet der Handel als Klebeschilder an.

Vgl.: Aufzugsverordnung-AufzV, Geräte- und Produktionssicherheitsgesetz und Brandschutzordnung, DIN-EN 14 096. Für Rückfragen können ein Amt für Arbeitsschutz, der TÜV bzw. das Gewerbeaufsichtsamt angesprochen werden

 

 

Aula bzw. Festsaal mit Szenenfläche

 

In vielen Aulen oder sog. Festsälen mit Szenenflächen, halten sich zeitweise weit mehr als 100 Personen auf. Der Raum wird zur Versammlungsstätte, wenn die zugehörigen Versammlungsräume mehr als 100 Personen fassen. Für Versammlungsstätten sind besondere Anforderungen an Sicherheits- und Rettungseinrichtungen erforderlich. Die werden nicht überall erfüllt:

1.            Solche Räume müssen zusätzlich zur allgemeinen Beleuchtung über eine Sicherheitsbeleuchtung verfügen. Rettungszeichen-Leuchten sind kein Ersatz für eine Sicherheitsbeleuchtung.

2.            Solche Räume müssen immer über einen 2. Rettungsweg verfügen. Der darf z.B. nicht in den gleichen Flur, also denselben Brandabschnitt, wie der 1. Rettungsweg führen.

3.            Es ist eine ausreichende Rettungswegbeschilderung, die aus den Räumen bis ins Freie führt, vorzusehen. Der Hinweis „Ausgang" oder „Notausgang" an den Ausgangstüren reicht nicht aus.

4.            In Nebenräumen, Fluren und Kleiderablagen sind Feuerlöscher vorzusehen.

Empfohlene Maßnahme

Um die Vorschriften für Versammlungsstätten zu erfüllen, ist folgendes einzuhalten:

1.   Ein 2. Rettungsweg, der auf kürzestem Weg ins Freie führt, ist vorzusehen.

2.   Es ist eine Sicherheitsbeleuchtung, die bis ins Freie führt, vorzusehen.

3.   Es ist eine beleuchtete oder nachleuchtende Rettungswegbeschilderung, die bis ins Freie führt vorzusehen.

4.   In Versammlungsräumen, in Nebenräumen und Fluren sowie in Kleiderablagen müssen jeweils mindestens ein 10-Liter Wasserfeuerlöscher vorhanden sein.

Vgl.:  GUV-V A8 und GUV-V A1 § 22, ArbStättV § 7 (3), "Beleuchtung" DIN-EN  57108/VDE 0108 bzw. VDE 0108, Teil 1 sowie VStättVO

 

 

Bauliche Maßnahmen, Betellung von Geräten, z.B. VDE-Prüfzeichen

 

Bei der Bestellung von Geräten, ob elektrisch, motorisch oder mechanisch betrieben, ob Mikroskop, Rasenmäher, Werkzeug, Brennofen, Kücheneinrichtung bzw. Küchenmöbel, Sportgerät, Schaukel oder Spielzeug, sollte immer die Forderung nach einem VDE-Prüfzeichen (für Elektrogeräte) bzw. das Einhalten des Gerätesicherheitsgesetzes und der Unfallverhütungsvorschriften verlangt werden. Bei der Anschaffung z.B. einer Tischkreissäge, Bandsäge, der Einrichtung von Schweiß- und Lötplätzen sind besondere Bedingungen einzuhalten.

Vor Beginn einer Baumaßnahme sollte Rücksprache mit der zuständigen Bauabteilung erfolgen. Das wird damit begründet, dass sämtliche Bauaufträge bestimmte Bedingungen erfüllen müssen. Die sind aber zu häufig den Schulen im Einzelnen nicht bekannt.

Empfohlene Maßnahme

·         Bauzeichnungen und Leistungsverzeichnisse sollten z.B. deutliche Hinweise auf die Einhaltung der DIN-EN , VDE und GUV’en (sämtliche Unfallverhütungsvorschriften) haben.

·         Farben für innen und außen und Kleber, z.B. für Teppiche, sollten immer emissions- und lösemittelfrei sein. Solche Produkte sind umweltfreundlich und haben das Zeichen e.l.f.

·         Teppiche und Vorhänge müssen schwerentflammbar und emissionsfrei sein.

·         Bei der Vergabe von Aufträgen und dem Koordinieren von Arbeiten ist die GUV-V A1, entsprechend einzuhalten. Es sind dem Auftragnehmer z.B. schriftlich die einzuhaltenden Bedingungen mitzuteilen und der Auftraggeber hat eine Person zu bestimmen, die die Arbeiten aufeinander abstimmt.

·         Für Anstricharbeiten und z.B. für Bodenbelagarbeiten sowie für kleine Baumaßnahmen, gelten immer besondere VOB-Konditionen und behördliche Ausschreibungsunterlagen.

Vgl.:  GUV-V A1, § 5 und § 6 und Gerätesicherheitsgesetz

 

 

Bildschirmarbeitsplatz, BAP, für Bedienstete

 

BAP für Bedienstete sollen alles in allem den Sicherheitsregeln entsprechen. Nicht richtig eingerichtete BAP können sehr schnell zu körperlicher Überanstrengung, Nackenschmerzen und Kopfschmerzen fahren. Das soll vermieden werden. BAP zur Unterstützung der Arbeit in den Schulbüros müssen der Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV) entsprechen. Bei der richtigen Einrichtung von BAP dürfen keine Unterschiede an die Arbeitsplatzanforderungen gemacht werden.

Vgl.: ArbStättV. Abschn. 6 sowie GUV-I 8566

a) Arbeitstisch

Der BAP-Arbeitstisch muss eine ausreichend große und reflexionsarme Oberfläche besitzen und eine flexible Anordnung der Arbeitsmittel zulassen. Manchmal ist der Tisch zu klein und seine Höhe von oft 78 und mehr cm lässt eine ergonomisch günstige Arbeitshaltung nicht zu. Die vorhandenen Tischplatte erzeugt auch zu oft störende Reflexionen, die nicht sein sollen.

Empfohlene Maßnahme

Der Drucker sollte möglichst auf einem Beistelltisch aufgestellt werden.

Es ist ein vorschriftsmäßiger Arbeitstisch mit einer reflexionsarmen Oberfläche, einer Höhe von 72 cm und einer Fläche von

(L x B) 1.600 mm mind. 1.200 mm x 900 mm vorzusehen.

b) Beleuchtungsstärke

Zur Überprüfung einer ausreichenden Beleuchtungsstärke sollte die Gesamtbeleuchtung abzüglich Tageslicht am Arbeitsplatz, z.B. durch die Fachkraft für Arbeitssicherheit, gemessen werden. Dieser Wert liegt zu oft erheblich unter dem Mindestwert von 300 lx. Die Beleuchtung am Arbeitsplatz ist manchmal auch zu grell oder wird als solche empfunden und nicht immer günstig zum BAP angeordnet.

Empfohlene Maßnahme

Die Beleuchtungsstärke kann in den meisten Fällen durch bauliche Maßnahmen wesentlich verbessert werden. Es könnte z.B. eine zweite Lampenreihe in den Zimmern angeordnet werden oder die vorhandenen Lampen könnten tiefer abgehängt werden. Manchmal helfen stärkere Leuchten.

Vgl.: GUV-R 1535, 4.1 1.1

c) Vorlagenhalter

Es fehlen häufig Vorlagenhalter.

Empfohlene Maßnahme

An jedem Arbeitsplatz ist ein Vorlagenhalter, höhen- und neigungsverstellbar, vorzusehen.

d) Schreibmaschinentisch

Für die oft noch benutzte Schreibmaschine fehlt zu häufig ein Tisch mit einer richtigen Höhe von 65 cm. Der Tisch ist sehr oft viel zu hoch.

Empfohlene Maßnahme

Es ist ein richtiger Schreibmaschinentisch mit einer Höhe von 65 cm vorzusehen.

e) Reflexionen am Bildschirm

Grundsätzlich ist der Bildschirm immer so aufzustellen, dass die Blickrichtung des Sitzenden über den Bildschirm hinaus parallel zum Fenster verläuft. Durch das Sonnenlicht entstehen trotzdem zu oft Reflexionen am Bildschirm, denen nicht ausreichend ausgewichen werden kann. Sie stören erheblich beim Arbeiten. Die Aufstellung des Bildschirmes sollte parallel zum Fenster erfolgen.

Empfohlene Maßnahme

Alle Fenster müssen mit einer geeigneten verstellbaren Lichtschutzvorrichtung ausgestattet sein, durch die sich die Stärke des Tageslichteinfalls auf den Arbeitsplatz vermindern lässt. Dafür eignen sich Senkrechtlamellen besonders gut.

f) Beleuchtungswirkungsgrad von Räumen

Hinweise für die Innenraumbeleuchtung mit künstlichem Licht in öffentlichen Gebäuden sind durch die Vorgaben der DIN-EN  5035, Teil 1 und 2 gegeben. Demnach sollen Räume grundsätzlich hell gestaltet werden. Hell heißt, dass von allen Wänden, Decken und dem Fußboden das Licht nur zum Teil "verschluckt" werden darf. Man beschreibt so genannte Reflexionsgrade. Die sollen bei: der

·         Decke 70 %

·         Wand im Mittel 50 % und

·         Nutzebene bzw. Fußboden 20%

betragen.

Empfohlene Maßnahme

Die Decken, Wände und der Fußboden sollen mit hellen, lösemittelfreien und emissionsfreien Farben gestrichen werden. Der Reflexionsgrad der Anstriche soll die vorstehenden Werte nicht unterschreiten. Da sehr oft durch Schränke und andere Möbel und deren Schattenbildung die angestrebte Heiligkeit eines Raumes nicht eingehalten werden kann, sollte erfahrungsgemäß nicht nur der Reflexionsgrad der Decke sondern auch der der Wände des Raumes 70 % betragen.

g) Elektrische Aufladungen

In den Büroräumen ist häufig für alle Personen eine elektrostatische Aufladung spürbar. Die "Sicherheitsregeln für Bildschirmarbeitsplätze" verweisen auf die "Sicherheitsregeln für Büroarbeitsplätze". Dort heißt es: "Für den Menschen spürbaren elektrischen Aufladungen ... ist entgegenzuwirken."

Empfohlene Maßnahme

Es sollten geeignete Maßnahmen gegen spürbare elektrostatische Aufladungen durchgeführt werden. Eine Erhöhung der relativen Luftfeuchte z.B. kann wegen der Fenster, Türen und wahrscheinlich wegen der nicht sichergestellten Hygiene, die mit Verteilen von Feuchtigkeit im Raum verbunden ist, nicht durchgeführt werden. Der Stand der Technik erlaubt das Verlegen leitfähiger Bodenbeläge bzw. Bodenbeläge, die sich elektrostatisch nicht aufladen. Der vorhandene Bodenbelag sollte gegen einen nicht leitfähigen ausgetauscht werden. Ein Teppichbodenbelag sollte nicht auf vorhandenes Linoleum bzw. vorhandenen PVC-Kunststoffbelag verlegt werden. Kleber und Teppich sollten schadstoff- und lösemittelfrei sein!

h) Bürodrehstühle

Häufig sind die benutzten Stühle (z.B. Konferenzstühle) ungeeignet. Das sind Stühle ohne geeignete Rückenlehnenverstellung, wie in der DIN-EN  4551 beschrieben, oder ohne Rollen oder ohne selbstbremsende Räder wie in der DIN-EN  68131 beschrieben. Sie entsprechen nicht dem "Stand der Technik".

Empfohlene Maßnahme

Es sind richtige Bürodrehstühle entsprechend den Büromöbelausschreibungen neu zu beschaffen. Diese erfüllen alle ergonomischen Anforderungen zur rückengerechten Sitzhaltung. Die Stühle sollten fünfstrahlig mit Rollen und gepolstertem Sitz sowie gepolsterter Lehne sein. Sie sollten Sitzhöhenverstellung, einstellbare Rückenlehne und, wenn erforderlich, Armlehnen haben.

Vgl.: GUV-R 1535, ArbSchG und ArbStättV. Abschn. 6

Allgemein:

i) Untersuchung der Augen

Den Beschäftigten am BAP soll vor Aufnahme der Tätigkeit und bei Auftreten von Sehbeschwerden am BAP  eine angemessene Untersuchung der Augen und des Sehvermögens angeboten werden.

k) Umfang der Bildschirmarbeit

Die ArbStättV beschreibt:

Der Arbeitgeber hat die Tätigkeit der Beschäftigten so zu organisieren, dass die tägliche Arbeit an Bildschirmen regelmäßig durch andere Tätigkeiten oder durch Pausen unterbrochen wird, die jeweils die Belastung durch die Arbeit am Bildschirm verringern.

 

 

Bildschirmarbeitsplatz, BAP, für Schüler

 

Bei der Einrichtung von BAP für Schüler sollten die von der KMK herausgegebene Handreichung und das vom BUK herausgegebene Faltblatt die Grundlage bilden. Dabei könnte die von der KMK herausgegebene Handreichung wesentlich informativer sein als das Faltblatt des BUK. Beide Informationsblätter nehmen jedoch umfangreich Stellung zu den Themen:

Anforderungen an den Unterrichtsraum,

Anforderungen an die Arbeitsplätze und

Anforderungen aus pädagogisch didaktischer Sicht.

Vgl.: GUV-SI 8009 "Sicher und fit am PC" sowie

Handreichung zu Bau und Ausstattung an allgemeinbildenden Schulen,

Fachraum für Informationstechnischen Unterricht, herausgegeben von der Zentralstelle für Normungsfragen und Wirtschaftlichkeit im Bildungswesen, Schilistr. 9-10, 10785 Berlin, Telf.: 030/25418-3

Achtung:

Die Einrichtung von BAP an Berufsschulen, sollte, wenn sie in Verbindung mit einer fachpraktischen Ausbildung steht, den geltenden Vorschriften entsprechen. Dies wird damit begründet, dass es sich dann nicht um Unterricht am BAP sondern um eine Arbeit im Sinne der Vorschriften am BAP handelt.

Vgl.: GUV-R 1535, ArbSchG und ArbStättV. Abschn. 6

 

 

Blitzableiter am Schulgebäude

 

Oft liegen die Blitzableiter an verschiedenen Stellen an den Schulgebäuden nicht „plan“ am Mauerwerk, wie es sein sollte, um Schüler am Klettern daran zu hindern. Das darf dann so nicht bleiben.

Empfohlene Maßnahme

Fallleitungen von Blitzschutz- und Erdungsanlagen sind mit Klemmblöcken ohne Abstand auf die Wand zu legen. Verschraubungen im Handbereich müssen zur Wand zeigen. Es reicht in der Regel aus, wenn diese Bedingungen bis in eine Höhe von 2,0 m eingehalten werden.

Vgl.: GUV-SR 2001, 4.2.7.2

 

 

Brandgefahr, Feuergefahr, Gefahr von Entstehungsbränden

 

Brandgefahr, Feuergefahr

Die Feuergefahr in Schulen wird viel zu häufig unterschätzt. Ein Auszug aus dem Besichtigungsprotokoll der Feuerwehr, Hamburg, vom 9.12.1998 schildert drastisch vorgefundene Zustände:

"...wurde festgestellt, dass in den meisten Klassenräumen Adventsgestecke mit Kerzen vorhanden sind. Die Kerzen sind ohne Schutz in die Gestecke gesteckt. Auch sind diverse Kerzen vorhanden, die in brennbaren Kerzenhaltern stehen oder es sind über Kerzen Kunststoffblumenringe gezogen und viele Kerzen stehen ohne Schutz auf den hölzernen Tischen.

In den Klassen stehen leichtbrennbare Schaumstoffpolstermöbel und es sind große Mengen brennbares Material vorhanden. Die öffenbaren Fenster, die zur Rettung von Personen über Leitern der Feuerwehr vorgesehen sind, und die im Verlauf der Fluchtwege zu den nächsten Klassen vorhandenen Zwischentüren (Notausgangstüren) sind verstellt.

Es ist erschreckend mit wie viel Leichtsinn hier mit dem Leben der Ihnen anvertrauten Kinder umgegangen wird. Es ist hier dringend und umgehend Abhilfe zu schaffen. Wenn dem Lehrpersonal der betreffenden Klassen die simpelsten Brandschutzmaßnahmen nicht bekannt sind, sollte dies durch eine Schulung behoben werden, damit auch den Kindern vermittelt werden kann, was im Umgang mit offener Flamme im vorbeugenden Brandschutz zu beachten ist...."

Gefahr von Entstehungsbränden

Viel zu häufig herrscht in Räumen eine sehr hohe Brandlast, die durch zu viele aufbewahrte brennbare Gegenstände entsteht. Sie wird oft erhöht durch die Aufbewahrung von leicht entzündliche Farben und Verdünnern in großen Mengen. Es werden leicht entzündliche Stoffe aufbewahrt und umgefüllt. Die Feuergefahr ist unter diesen Umständen zu groß. In einer Werkstatt z.B. dürfen Lösemittel, Lacke und leicht brennbare Flüssigkeiten nicht gelagert werden. Unzulässig ist die Lagerung brennbarer Flüssigkeiten in Arbeitsräumen über 5 l der Gefahrenklasse A II oder B sowie über 1 l der Gefahrenklasse A I.

Auch diese Mengen dürfen nur zum Fortgang der Arbeit bereitgehalten werden.

Empfohlene Maßnahme

·         Das Umfüllen und Verarbeiten brennbarer Flüssigkeiten muss in Schulen z.B. bis zur völligen Ausgasung bzw. Trocknung unter einer Lüftung, z.B. einem Abzug erfolgen.

·         Alle leicht entzündlichen Gefahrstoffe und lösemittelhaltigen Farben sollten durch weniger gefährliche Stoffe oder Zubereitungen ersetzt werden. Z.B. bieten Firmen Farben mit dem Kurzzeichen E.L.F. an. Das sind emissions- und lösemittelfreie Farben.

Vgl.: GUV-V A1, § 22, GUV-SR 2003, 6.3.10 sowie 6.3.11 und 6.3.12.

 

 

Brennofen, Aufstellung

 

Image205Es ist häufig ein Brennofen aufgestellt und in Benutzung. Es muss eine Entlüftung ins Freie vorgesehen sein, weil davon ausgegangen werden kann, dass Fluor-Wasserstoff beim Brennen aus den Glasuren und aus dem Rohton entweicht. Diese Entlüftung ins Freie fehlt zu oft. Der Ofen kann so eine Gefährdung darstellen. Die ausströmenden Gase beinhalten möglicherweise Schwermetalle, die eingeatmet werden können.

Empfohlene Maßnahme

·         Als Provisorium kann bis zur Einrichtung einer Entlüftung ins Freie folgendermaßen verfahren werden:

·         Der Ofen wird so selten wie möglich benutzt. Es werden keinerlei gefahrstoffhaltige Glasuren verwendet, wie z.B. mit den Inhaltsstoffen Blei, Barium, Cadmium, Selen, Fluor. Das Brennen erfolgt während unterrichtsfreier Zeit und der Aufstellungsraum muss gut zu belüften sein und gut durchlüftet werden. Unter solchen Vorsichtsmaßnahmen kann der Ofen in der Übergangszeit weiter betrieben werden. Der Umbau des Ofens sollte jedoch erfolgen.

·         Die Entlüftung ins Freie kann dadurch bewirkt werden, dass oberhalb der seitlichen Abluftöffnung am Ofen ein Dünnblechrohr, mit der Nennweite 80 mm, ins Freie geführt wird. Das Rohr soll ca. 1 m senkrecht ansteigen und dann mit möglichst nicht mehr als ca. 2 m Länge horizontal ins Freie führen.

·         Es sollte immer ein Ventilator eingebaut werden. Der ist am sinnvollsten mit dem elektrischen Schaltgerät zu koppeln und läuft auch in der Abkühlphase nach. Der Ventilator ‘drückt’ die austretenden Gase ins Freie. Außerdem ist ein Vogelschutzgitter vor dem Rohr im Freien anzubringen.

·         Der Zwischenraum zwischen Gasaustritt am Brennofen und dem Eintritt in das senkrechte Rohr bleibt völlig frei. Er dient zur Erzeugung einer Kaminwirkung.

Vgl.: GUV-SI 8036 "Sicherheit im Technik-Unterricht, Keramik-Brennofen" GUV-SR 2003, 5.2

 

 

Brennofen, Glasuren

 

Die chemischen Bestandteile der Glasuren sind nicht immer bekannt. Es kann sein, dass Fluor-Wasserstoff, Blei und/oder Cadmium mit den Abgasen beim Brennen austreten. Dabei handelt es sich um Gefahrstoffe mit möglicherweise krebserregender Wirkung. Nur Gebinde der Glasuren ohne "Gefahrensymbol" sind geeignet. Nicht nur die beim Brennen entstehenden Gase können Schwermetalle enthalten und mit eingeatmet werden, sondern eine ähnliche Gefährdung kann auch durch Einatmen schwermetallhaltiger Pigmente, z.B. beim Umfüllen, entstehen.

Empfohlene Maßnahme

·         Alle vorhandenen Glasuren und Pigmente mit "Gefahrensymbol" oder unbekannten Inhalts sollten entsorgt werden.

·         Neueinkäufe sollten entsprechende Hinweise auf nicht mehr vorhandene Bestandteile, wie z.B. Blei und Cadmium berücksichtigen und haben.

Diese Information sollte auch an mögliche Fremdbenutzer weitergegeben werden!

Vgl.: GUV-SR 2003, 3.1.1 und 6.4

 

 

Büroarbeitsplatz im Sekretariat (kein BAP)

 

Der Büroarbeitsplatz im Sekretariat soll ergonomisch richtig gestaltet sein und den sicherheitstechnischen Anforderungen entsprechen. Das ist nicht überall der Fall. Nicht richtig eingerichtete Büroarbeitsplätze können gesundheitliche Beeinträchtigungen der dort arbeitenden Person zur Folge haben und sie schränken zu oft ein organisiertes Arbeiten erheblich ein.

a) Beleuchtungsstärke

Häufig reicht die Beleuchtungsstärke am Arbeitsplatz nicht aus. Zur Überprüfung sollte die Gesamtbeleuchtung abzüglich Tageslicht gemessen werden. Dieser Wert liegt zu oft erheblich unter dem Mindestwert von 300 lx. Die Arbeitsplatzbeleuchtung sollte dann verbessert werden.

Empfohlene Maßnahme

Die Beleuchtung am Arbeitsplatz kann z.B. durch eine zweite Lampenreihe in den Zimmern oder durch abgehängte Lampen wesentlich verbessert werden.

Vgl.: GUV-R 1535, 4.11.1

b) Bürodrehstühle

Die benutzten Stühle sind sehr oft ungeeignet. Es werden z.B. Stühle, Konferenzstühle, ohne geeignete Rückenlehnenverstellung, wie in der DIN-EN  4551 beschrieben, oder

ohne Rollen oder ohne selbstbremsende Rädern wie in der DIN-EN  68131 beschrieben, benutzt. Das entspricht nicht dem "Stand der Technik". Die vorhandenen Stühle sollten dann ersetzt werden.

Empfohlene Maßnahme

Es sollten richtige Bürodrehstühle neu beschafft und benutzt werden. Die Stühle sollten fünfstrahlig mit Rollen und gepolstertem Sitz sowie gepolsterter Lehne sein. Sie sollten Sitzhöhenverstellung, einstellbare Rückenlehne und möglicherweise Armlehnen haben.

Vgl.: GUV-R 1535

 

 

Drehstromsteckvorrichtungen nach DIN-EN 

 

Z.B. im Bereich Werkstatt befinden sich häufig Drehstromsteckvorrichtungen, die nicht der Vorschrift entsprechen.

Empfohlene Maßnahme

·         Stecker und Steckdosen, die nicht der Norm entsprechen, sind gegen Drehstromsteckvorrichtungen gem. DIN-EN  49462/63 auszutauschen.

Diese Ausführung ist ab 01.01.1981 vorgeschrieben. Das Umrüsten "neuerer" Maschinen mit "Euro"-Steckern auf Perilex-Steckdosen ist verboten.

"Euro"-Steckern auf Perilex-Steckdosen ist verboten.

 

 

Steckvorrichtungen, Anschlusskabel

 

 

 

 

 

 

 

Richtige Drehstromsteck-vorrichtung

nach DIN 49462/63 (ab 1.1.1981

vorgeschriebene Ausführungsform).

 

Drehstrom-flachsteck-vorrichtung (ab 1.1.1981 nicht mehr zulässig).

 

 

Beispiel für Mehrfach-steckdosen.

 

 

Vgl.: GUV-V A2 § 3 und VDE 0100, Teil 550

 

 

Ein-Aus-Taster (keine Not-Aus-Schalter) für Arbeitsbereiche ...

 

In den Arbeitsbereichen:

Küchen und Küchenzeilen, Vorschulen, Differenzierungsräume, Werkräume, Fotolabor, Bildende Kunst, Computerräume und Textilräume

und Küchenzeilen, Vorschulen, Differenzierungsräume, Werkräume, Fotolabor, Bildende Kunst, Computerräume und Textilräume

sind die E-Herde und Steckdosen bzw. nur die Steckdosen der elektrischen Arbeitsbereiche jeweils mit einem zentralen Ein-Aus-Taster mit roter Kontrollleuchte und Schlüsselschalter einzurichten. Sie fehlen häufig. Außerdem müssen sie mit Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) versehen sein. Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) fungieren als Schutzorgane für die Steckdosenbereiche.

Empfohlene Maßnahme

·         Die Ein-Aus-Taster mit roter Kontrollleuchte und Schlüsselschalter (keine Not-Aus-Schalter) sind einzurichten.

·         Das Vorhandensein der Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs), 30 mA, ist zu überprüfen.

Vgl.: GUV-V A2, § 5, BGI 594, früher ZH 1/228, VDE 0100-410 und die DIN-EN VDE 0664

 

 

Einfriedung des Schulgeländes

 

Schüler können sich nahezu überall im Gelände aufhalten. Die Vorschrift für den Bau von Schulen verlangt:

„Einfriedungen an Aufenthaltsbereichen dürfen bis zu einer Höhe von 2 m keine Spitzen oder Stacheldrähte haben.“

Das wird an vielen Schulen nicht eingehalten. Das Schulgelände ist zu häufig an vielen Stellen mit Stacheldraht gesichert. Es besteht eine erhebliche Verletzungsgefahr. Die Schulleitung kann so ihrer Verantwortung für die Unfallverhütung im äußeren Schulbereich nicht nachkommen.

Empfohlene Maßnahme

Der Stacheldraht und die möglicherweise hochragenden Spitzen der Zaunpfähle sind zu entfernen.

Vgl.: GUV-SR 2001, 4.1.2.1, GUV-SI 8064

 

 

Einzelarbeitsplatz

 

Einzelarbeitsplätze bleiben häufig unbemerkt. Sie sind etwas anderes als Alleinarbeitsplätze. Bei Einzelarbeitsplätzen muss von einer erhöhten Unfallgefahr ausgegangen werden. Über die erhöhte Unfallgefahr besteht an solchen Arbeitsplätzen möglicherweise Unsicherheiten:

a) Fehlende Sichtverbindung

Z.B. fehlt häufig eine bzw. die vorgeschriebene Sichtverbindung nach draußen reicht nicht aus. Eine fehlende Sichtverbindung nach draußen ist immer eine Isolation.

Empfohlene Maßnahme

Der Raum sollte vorschriftsmäßig mit einer Sichtverbindung versehen werden. Dafür reicht häufig ein Fenster von 1,25 m² in der Tür.

Vgl.: ArbStättR zu § 7 der ArbStättV.

b) Erheblich erhöhte Brandlast

In dem Raum herrscht viel zu oft eine sehr hohe Brandlast, die durch viele aufbewahrte brennbare Gegenstände entsteht. Sie wird oft zusätzlich noch erhöht durch die Lagerung von lösemittelhaltigen Farben und Verdünnern in zu großen Mengen.

In Schulen darf nicht gelagert sondern nur aufbewahrt werden. Die Gefahrstoffe werden oft ohne Abzüge umgefüllt. Zum so genannten Umfüllen gehört auch schon die Entnahme. Gefährliche Gase können lange Zeit im Raum vagabundieren und mit eingeatmet werden. Unzulässig ist auch die Lagerung brennbarer Flüssigkeiten z.B. in „Arbeitsräumen“:

über 5 Liter der Gefahrenklasse A II oder B sowie über 1 Liter der Gefahrenklasse A I.

Auch diese Mengen dürfen nur zum ‘Fortgang der Arbeit’, z.B. während einer fachpraktischen Ausbildung in Berufsschulen, bereitgehalten werden.

Empfohlene Maßnahme

1.   Wenigstens 2/3 der brennbaren Gegenstände sollte entsorgt werden. Das "Umfüllen" brennbarer Flüssigkeiten darf in Schulen nur im Abzug erfolgen. Ab einer bestimmten bevorrateten Menge sind z.B. die besonderen Verordnungen brennbarer Flüssigkeiten, VbF und der TRbF 110, zu beachten. Die Bevorratung leicht entzündlicher Stoffe sollte, und nur im Zusammenhang mit einer fachpraktischen Ausbildung, auf die Menge zum ‘Fortgang der Arbeit’ reduziert werden. Sonst sollte keine Aufbewahrung und Bevorratung mehr erfolgen.

2.   Fast alle der verwendeten Stoffe können durch lösemittelfreie ersetzt werden.

Vgl.: GUV-SR 2003, 6.3.11 und 6.3.12 

c) Fehlendes Notruf-Telefon

Es gibt in diesem Arbeitsbereich häufig kein Notruf-Telefon in dem Raum. Eine Unfallmeldung kann im Notfall nicht weitergegeben werden.

Empfohlene Maßnahme

Es ist unbedingt ein Notruf-Telefon zu installieren. Es sollte mit einer ständig besetzten Stelle in Verbindung stehen und die öffentliche Notrufzentrale erreichen können.

Vgl.: „Grundsätze der Prävention“, GUV-V A1, § 25 (1).

d) Gefährliche Flüssigkeiten in Lebensmittelbehältern

Oft werden immer noch gefährliche Flüssigkeiten in Behältnissen aufbewahrt, die für Lebensmittel geeignet sind. Es können lebensgefährliche Verwechslungen möglich sein.

Empfohlene Maßnahme

Gesundheitsgefährliche Flüssigkeiten in Gefäßen, z.B. Marmeladengläser, oder Brauseflaschen, die für die Aufbewahrung von Lebensmitteln vorgesehen sind, sind restlos zu entsorgen.

Vgl.: GUV-V A1, § 21, und GUV-SR 2003, 6.3.5

 

 

Elektrische Betriebsmittel, Prüfung nicht ortsfester und ortsfester...

 

Es kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, dass bei allen ortsfesten und nicht ortsfesten elektrischen Betriebsmitteln die regelmäßige Prüffrist eingehalten wurde bzw. wird. Sie stellt eine große Sicherheit für die Benutzer dar. Nicht ortsfeste elektrische Betriebsmittel sind z.B.:

Verlängerungskabel, Dia-, Film- und Tageslichtprojektoren,

Ortsfeste elektrische Betriebsmittel sind z. B.:

Steckdosen, Gasthermen mit 230 V-Anschluss und Verteilerkästen.

Empfohlene Maßnahme

·   Nicht ortsfeste elektrische Betriebsmittel der Unterrichtsräume in Schulen sind alle 12 Monate zu überprüfen. Die nicht ortsfesten elektrischen Betriebsmittel der Verwaltungsräume ("Bürobetriebe") in den Schulen hingegen brauchen nur alle 24 Monate überprüft zu werden. Hierfür kann jeder Person ohne weitere Vorkenntnisse eine Unterweisung vermittelt werden.

·   Ortsfeste elektrische Betriebsmittel sind von einer Fachfirma alle vier Jahre nach der ersten Inbetriebnahme zu überprüfen. Für die Überprüfung ortsfester elektrischer Betriebsmittel an allgemein bildenden Schulen sollten Kostenvoranschläge über die Schule eingeholt werden. Die Angebote müssen ausdrücklich der GUV-V A2 entsprechen. Diese Unfallverhütungsvorschrift schließt alle VDE ein. Als Anbieter käme z.B. der TÜV in Frage.

Vgl.: GUV-V A2, GUV-I 8524

 

 

Elektrische lose Leitungen, z.B. in der Werkstatt, dem Näh- und Textilraum oder im Fachunterrichtsraum sowie

Anzahl der elektrischen Steckdosen in den Klassenräumen

 

a) Elektrische lose Leitungen, z.B. in der Werkstatt, dem Näh- und Textilraum oder im Fachunterrichtsraum

Zum Anschluss von elektrischen Maschinen und Geräten, Mikroskopen und z.B. PC’s laufen viel zu häufig elektrische Leitungen lose über den Fußboden. Das ist eine erhebliche Stolpergefahr.

Empfohlene Maßnahme

Entweder sollte einfach die Anzahl der elektrischen Steckdosen an geeigneter Stelle erhöht werden oder es sollte die Möglichkeit eines von der Zimmerdecke herabhängenden Steckdosencontainers geprüft werden oder die elektrische Zuleitung sollte unterhalb des Fußbodens z.B. an die Maschine, die fest montiert sein muss, herangeführt werden oder die vorhandene elektrische Zuleitung sollte in einem auf dem Fußboden befestigten, beidseitig angeschrägten Kabelkanal sicher und fachmännisch verlegt werden.

Vgl.: GUV-V A1 § 21

b) Anzahl der elektrischen Steckdosen in den Klassenräumen

Es wird häufig darüber geklagt, dass die Anzahl der elektrischen Steckdosen in den Unterrichtsräumen nicht ausreicht. Zu oft ist nur eine ungünstig gelegene Steckdose im Raum vorhanden. Die dann verlegten Verlängerungsleitungen bilden eine erhebliche Stolper- und Unfallgefahr. Das soll so nicht sein.

Empfohlene Maßnahme

Die fehlenden Steckdosen sind nachzurüsten.

Für Unterrichtsräume bis 70 m²; sind insgesamt 2 Doppelsteckdosen zu installieren:

eine Doppelsteckdose neben der Wandtafel und

eine Doppelsteckdose an anderer geeigneter Stelle.

Für größere Unterrichtsräume gilt als Richtwert: eine Steckdose je 20 m²; Grundfläche.

Vgl.: TR-Schulen, 12.1.10.8.4

 

 

Erste-Hilfe-Kästen

 

Die Unfallverhütungsvorschrift beschreibt, "dass das zur Leistung der Ersten Hilfe erforderliche ... Erste-Hilfe-Material ... zur Verfügung steht." Dazu gehört, dass die Erste-Hilfe-Kästen vorschriftsmäßig eingerichtet sind und dass ein Verbandbuch geführt und über 5 Jahre aufbewahrt wird. Das Führen des Verbandbuches ist schulintern zu regeln. Z.B. sollte derjenige die Eintragung machen, der auch die "Erste Hilfe" leistet.

Empfohlene Maßnahme

Die Erste-Hilfe-Kästen (DIN-EN  13157-C, kleiner Kasten, bzw. DIN-EN  13169-E, großer Kasten) sind auf ihren Inhalt zu überprüfen.

Die Anzahl und die Größe der Erste-Hilfe-Kästen ist festgelegt. Es sollte praxisnah verfahren werden, d.h. grundsätzlich reichen "kleine Verbandkästen" aus.

Die Erste-Hilfe-Kästen sollen möglichst nahe am möglichen Unfallort aufbewahrt werden. Das sind vorrangig: Arztraum, Sporthalle, Gruppenraum, naturw. Räume, Schulküche, Kantine, Laboratorium, Werkraum und Pausenhalle.

Zum richtigen Auffüllen bzw. Nachfüllen vorhandener Erste-Hilfe-Kästen sollte mit dem "Merkblatt für Erste-Hilfe-Material" verglichen werden. Die Warenabforderung erfolgen:

für Erste-Hilfe-Kasten gem. DIN-EN  13157 C,

für Füllung gem. DIN-EN  13157 C,

Die Kennzeichnung der Schränke mit den Erste-Hilfe-Kästen und der Türen, die zu den Räumen mit den Erste-Hilfe-Kästen führen, erfolgt mit Klebeschildern, Größe = 10 x 10 cm, Best.-Nr. GUV-I 8577, "Weißes Kreuz auf grünem Grund". Diese, das "Merkblatt für Erste-Hilfe-Material" und das Verbandbuch sind kostenlos z.B. bei der Landesunfallkasse, Hamburg, und den Unfallkassen der Länder erhältlich:

Vgl.: „Grundsätze der Prävention“, GUV-V A1, § 24 (1), GUV-I 511-1. und GUV-I 512, S. 4 und 5 (Inhalt der Verbandkästen).

 

 

Ersthelfer

 

Es sollte die Ausbildung von allen Lehrern und Lehrerinnen zu Ersthelfern erfolgen. Die Ausbildung von wenigen Lehrern und Lehrerinnen reicht nicht aus. Die Erste Hilfe ist während der Anwesenheit von Schülern sicherzustellen. "Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass ...bei bis zu 20 anwesenden Versicherten ein Ersthelfer," zur Verfügung steht. Insbesondere ist die Erste Hilfe sicherzustellen bei: Klassenreisen, Ausflügen mit der Klasse, im Turn- und Sportunterricht sowie im naturwissenschaftlichen Unterricht. Erste-Hilfe-Maßnahmen müssen auch für den Umgang mit Gefahrstoffen ausgerichtet sein! Hilfsorganisationen bieten diese Ausbildung an. Die Ersthelfer sollen dabei alle 2 Jahre an einem Lehrgang teilnehmen. Die Unterweisungen in den Sofortmaßnahmen am Unfallort (Führerschein) reichen hierfür nicht aus.

Empfohlene Maßnahme

Der Arbeitgeber, das ist hier die Schulleiterin oder der Schulleiter bzw. die Leitung einer Einrichtung, , hat diejenigen Beschäftigten zu benennen, die Aufgaben der Ersten Hilfe, Brandbekämpfung und Evakuierung der Beschäftigten übernehmen. Es sollte die Bereitschaft aller Lehrerinnen und Lehrer zur Ausbildung zu Ersthelfern erreicht werden.

Vgl.: „Grundsätze der Prävention“, GUV-V A1, § 24 (5), VwHbSch 04.01.02 (S. 2: "Der Verantwortliche für innere Schulangelegenheiten") bzw. GUV-SI 8064 sowie GUV-SR 2003, 11 und ArbSchG § 10(2).

 

 

Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs)

 

Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) fehlen häufig. Sie haben eine wichtige Schutzfunktion für bestimmte Steckdosenbereiche und sind in nachstehenden Bereichen unbedingt vorzusehen.

a) Wasch- und Duschräume

In Wasch- und Duschräumen sind Stromkreise mit Steckdosen über Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) abzusichern. Diese Schutzeinrichtungen müssen ebenfalls vorhanden sein.

Empfohlene Maßnahme

Die Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs), 30 mA, sind, falls sie fehlen, nachzurüsten.

b) Küchen und Küchenzeilen, Vorschulen, Differenzierungsräume, Werkräume, Fotolabor, Bildende Kunst,

Computerräume und Textilräume

Die Werkraum- und Lehrküchenverteilungen sind über Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) abzusichern. Diese Schutzeinrichtungen müssen vorhanden sein.

Empfohlene Maßnahme

Die Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs), 30 mA, sind, falls sie fehlen, nachzurüsten.

Allgemein:

Die Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) sind alle 6 Monate, arbeitstäglich, auf einwandfreie Funktion durch Betätigen der Prüfeinrichtung durch den Benutzer zu überprüfen.

Vgl.: GUV-V A2, § 5, BGI 594, früher ZH 1/228, VDE 0100-410 und die DIN-EN VDE 0664

 

 

Ferienheizung im Bereich Verwaltung, z.B. im Schreibbüro der Sekretärin

 

In diesen Räumen fehlt häufig eine Ferienheizung. Die ist erforderlich, wenn hier während der unterrichtsfreien Zeit gearbeitet werden muss. Es kommt vor, dass an kalten Tagen, dieser Bereich unbeheizt bleibt, weil die Zentralheizung nicht eingeschaltet werden kann oder wird und weil eine Zusatzheizung fehlt.

Empfohlene Maßnahme

Es sollte eine Übergangsheizung mit Zeitschaltuhr für 1 Stunde Heizbetriebsvorwahl eingebaut oder die Möglichkeit geschaffen werden, in den Ferien den zentralen Heizbetrieb einschalten zu können.

Vgl.: ArbStättV § 6

 

 

Feuerlöscher

 

Die Anzahl der Feuerlöscher in Schulen ist nach der geltenden Vorschrift oftmals nicht mehr ausreichend. Die neue Vorschrift, DIN EN 3, beschreibt Löschmitteleinheiten, LE. Die LE richten sich nach der Brandgefährdung und der Grundfläche des zu schützenden Bereiches.

a) Große Brandgefährdung

Die Brandgefährdung wird z.B. in den Bereichen: Werkstätten, Technik- und Arbeitslehreräumen als groß eingestuft. Es sind z.B. in einem Raum bis zu 50 m²; Größe bis zu 3 Stck. 6 kg-ABC-Pulverfeuerlöscher und in einem Raum

von 50 m²; bis 100 m²; Größe bis zu 4 Stck. 6 kg-ABC-Pulverfeuerlöscher vorzusehen.

b) Mittlere Brandgefährdung

Die Brandgefährdung wird z.B. in den Bereichen: Büro bzw. Verwaltung, Hauswirtschaft und Küchen als mittel eingestuft. Es sind z.B. in einem Raum von 50 m²; bis 100 m²; Größe bis zu 3 Stck. 6 kg-ABC-Pulverfeuerlöscher vorzusehen.

c) Geringe Brandgefährdung

Die Brandgefährdung wird z.B. in den Bereichen: Flure, Nähräume und Räume in Bühnennähe und Gruppenräume in Kindergärten als gering eingestuft. Bei geringer Brandgefährdung sind Feuerlöscher der Brandklasse A vorzusehen. In Hamburger Schulen, werden dafür z.B. 10 Lit. Wasserfeuerlöscher in entsprechender Anzahl von der Feuerwehr bevorzugt und festgelegt.

Empfohlene Maßnahme

Die sich neu ergebenden richtigen Feuerlöscher sollten nachgerüstet werden.

Wasserfeuerlöscher dürfen nicht in naturwissenschaftlichen Bereichen, auch nicht in den Vorfluren, die dahin führen, verwendet werden.

Als Faustregel sollte zunächst gelten:

·         Alle 1,5 kg bzw. 2 kg-CO2-Feuerlöscher sollten entfernt werden.

·         Unterrichtsräume für Werken, Technik und Arbeitslehre müssen jeweils mindestens einen 6 kg-ABC-Pulverfeuerlöscher haben.

·         Feuerlöscher müssen an gut sichtbarer und leicht zugänglicher Stelle und in Griffhöhe von ca. 1,5 m angebracht sein.

·         Jeweils ein Feuerlöscher, insbesondere in den Fluren, muss gesehen werden können und der Abstand zwischen ihnen sollte nicht mehr als höchstens 30 m betragen,

·         Feuerlöscher sind alle 2 Jahre zu überprüfen, s. Aufkleber.

Vgl.: GUV-R 133 Rat erteilt die Feuerwehr.

 

 

Flucht- und Rettungswege,

 

In Schulen müssen sich Aushängepläne über die Flucht- und Rettungswege befinden. Sie richten sich auch an Personen, denen über ihre allgemeinen Pflichten hinaus besondere Aufgaben im Brandschutz übertragen sind.

Empfohlene Maßnahme

Aushängepläne über die Flucht- und Rettungswege sind nach Vorschrift zu erstellen. Rat erteilt die Feuerwehr.

Vgl.:  DIN 14096-2, GUV-SI 8051 (z.B. für Schulen…) bzw. DIN 14096-2, Brandschutzordnung Teil A und B.

 

 

Flucht- und Rettungswege, Muster I

 

Fluchtweg Muster0001

 

Vgl.: gem.: DIN 14096-2

 

  

Flucht- und Rettungswege, Muster II

 


 

Vgl.: GUV-SI 8051, S. 10 (z.B. für Schulen und Kindergärten) bzw. DIN 14096-2

 

 

Fotolabor

 

a) Dunkelkammer, Entlüftung und Entsorgung

Im Fotolabor werden Fixierbäder benutzt. Fixierbäder produzieren im allgemeinen gefährliche Zersetzungsprodukte, nämlich Ammoniak, Schwefeldioxid bzw. Natriumsulfid.

Diese Zersetzungsprodukte können oft nicht richtig abgesaugt werden. Eine freie Entlüftung ist nicht vorgesehen und auch technisch nicht möglich. Die Entsorgung der verbrauchten inaktiven Chemikalien sollte richtig gehandhabt werden. Die Umweltbehörde der Hansestadt Hamburg, E 112/11, informierte bereits mit Rundschreiben aus dem Jahr 1993: " Verbrauchte Fotoentwicklungschemikalien dürfen nicht in das öffentliche Sielnetz eingeleitet werden. Diese sind zu sammeln und einer zugelassenen Beseitigungs- bzw. Verwertungsanlage zuzuführen.

Die Entsorgung ist vor allen Dingen ein Beitrag zum Umweltschutz.

Empfohlene Maßnahme

Über einen lichtundurchlässigen Ventilator müssen die Gase abgesaugt und ins Freie geführt werden. Es ist für Frischluftzufuhr zu sorgen. Ein 5-facher Luftwechsel pro Stunde bzw. eine Absaugleistung von 9 m³/h/m²; wird als ausreichend angesehen. Die Rohrführung zur Abluft muss über Dach geführt werden. Für die Frischluftzufuhr sind verdunkelte Schlitze in der Dunkelkammer und in der Tür zum Vorraum vorzusehen.

Durch eine Fachfirma sind Behältnisse zur Entsorgung der inaktiven Fixierbäder aufstellen zu lassen. Das sollte in Absprache mit dem Bereich 'Chemie' erfolgen.

Es sind Betriebsanweisungen für Lehrer und Schüler zu erstellen.

Vgl.: GUV-SR 2003, 6. 1.1

b) Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs)

Der Werkraumverteiler muss eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) erhalten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Fotolabor zum Bereich Bildende Kunst und diese zum Bereich Werkräume gehört. Diese Schutzeinrichtung fehlt zu oft.

Empfohlene Maßnahme

Die Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD), 30 mA, ist nachzurüsten.

Vgl.: GUV-V A2, § 5, BGI 594, früher ZH 1/228, VDE 0100-410 und die DIN-EN VDE 0664

c) Fotolabor als Nassbereich

Das Fotolabor ist im Entwicklerraum ein so genannter Nassbereich. Die Steckdosen müssen hier der Vorschrift, spritzwassergeschützt, entsprechen. Das wird nicht überall eingehalten.

Empfohlene Maßnahme

Alle elektrischen Anlagen, z.B. sämtliche Steckdosen und elektrischen Geräte, müssen spritzwassergeschützt, Schutzart: IP X4 nach DIN-EN  40 050, ausgeführt werden.

Vgl.:  DIN-EN  VDE 0100, Teil 737, 4.2 sowie VDE 0100, Teil 701, 5.3.1

d) Ätzende Stoffe

Oberhalb der Entwicklerbecken werden zu oft ätzende Stoffe über Augenhöhe auf einem Bord aufbewahrt bzw. abgestellt. Das ist sehr gefährlich.

Empfohlene Maßnahme

Ätzende Stoffe dürfen, wie vor Ort erklärt, nicht über Augenhöhe aufbewahrt bzw.

abgestellt werden.

Vgl.: GUV-SR 2003, 3. 1.1 und 6.3.14

 

 

Garderobenhaken

 

Zu häufig befinden sich noch Garderobenleisten in den Schulen, deren Haken in den Raum ragen. Das darf nicht sein. Sie bilden eine Verletzungsgefahr. Garderobenhaken müssen abgeschirmt sein, z.B. durch vorgelagerte Schutzleisten. Das ist hier nicht der Fall. Hier sind die Haken vorgelagert.

Empfohlene Maßnahme

Die vorhandenen, gefährlichen Garderobenleisten sollten gegen vorschriftsmäßige ausgewechselt werden.

Vgl.: GUV-SR 2001, 4.2.7, GS/TÜV/CE-geprüfte Bauteile.

 

 

Gefährliche Flüssigkeiten und Stoffe: Aufbewahrung in zu großen Mengen,

in Lebensmittelbehältern und Umgang damit.

 

a) Lagerung bzw. Aufbewahrung von gefährlichen Stoffen in zu großen Mengen

Es werden zu häufig leicht entzündliche Gefahrstoffe gelagert. Das können möglicherweise Reinigungsmittel aber auch Verdünner u.ä. sein. In Schulen darf nicht gelagert sondern nur aufbewahrt werden. Die Gefahrstoffe werden möglicherweise ohne Abzüge umgefüllt. Zum so genannten Umfüllen gehört auch schon die Entnahme. Gefährliche Gase können lange Zeit im Raum vagabundieren und mit eingeatmet werden. Sie können sogar zu Verpuffungen führen, wenn ein zündfähiges Gemisch entsteht. Unzulässig ist auf jeden Fall die Lagerung brennbarer Flüssigkeiten z.B. in "Arbeitsräumen": über 5 l der Gefahrenklasse A II oder B sowie über 1 l der Gefahrenklasse A I. Auch diese Mengen dürfen nur zum ‘Fortgang der Arbeit’, z.B. während einer fachpraktischen Ausbildung in Berufsschulen, bereitgehalten werden.

Empfohlene Maßnahme

Das "Umfüllen" brennbarer Flüssigkeiten darf in Schulen nur im Abzug erfolgen.

Die Bevorratung leicht entzündlicher Stoffe sollte, und das nur im Zusammenhang mit einer fachpraktischen Ausbildung, auf die Menge zum ‘Fortgang der Arbeit’ reduziert werden. Sonst sollte keine Aufbewahrung und Bevorratung mehr erfolgen.

Fast alle lösemittelhaltigen Stoffe können durch lösemittelfreie, d.h. weniger gefährliche ersetzt werden.

Vgl.: GUV-SR 2003, 6.3.11 und 6.3.12

b) Gefährliche Flüssigkeiten in Lebensmittelbehältern

Oft werden gefährliche Flüssigkeiten in Behältnissen aufbewahrt, die für Lebensmittel geeignet sind. Lebensgefährliche Verwechslungen sind möglich!!

Empfohlene Maßnahme

·           Gesundheitsgefährliche Flüssigkeiten in Gefäßen, die für die Aufbewahrung von Lebensmitteln (z.B. in originalen Marmeladengläsern oder Brauseflaschen) vorgesehen sind, sind restlos zu entsorgen.

·           Die Aufbewahrung von gefährlichen Stoffen erfolgt am besten in den Originalgefäßen; die Aufbewahrung von abgefüllten Mengen und von sauberen oder ‘Wasch-’ Restmengen sollte nur in neutralen, unverwechselbar beschrifteten Behältern erfolgen.

Vgl.: GUV-V A1, § 21, und GUV-SR 2003, 6.3.5

c) Umgang mit lösemittelhaltigen Stoffen im Unterricht

Im Unterricht werden manchmal noch lösemittelhaltige Stoffe, z.B. Kleber, Verdünner und lösemittelhaltige Farben bzw. Sprays benutzt. Solche Stoffe sollten keine Verwendung mehr finden. In der Schule sollten nur noch lösemittelfreie und gefahrstofffreie Kleber, Farben, Sprays usw. benutzt werden. Die Begründung ist darin zu suchen, dass gefährliche Stoffe nicht in die Atemwege von Lehrerinnen und Lehrern und nicht in die von Schülerinnen und Schülern gelangen sollen. Auch der Einstieg bei Schülern zum "Schnüffeln" soll verhindert werden. Außerdem können selbst kleine Mengen der gefährlichen Stoffe Allergien auslösen.

Empfohlene Maßnahme

Im Unterricht sollten nur noch gefahrstofffreie Stoffe Anwendung finden. Geschenke, die Schülereltern stiften, sollten immer daraufhin untersucht werden, ob sie gefahrstofffrei sind.

Die meisten Produkte sind mit dem Vermerk gekennzeichnet: "Ohne Lösungsmittel".

Vgl.: GUV-SR 2003, 3.2.2 und GUV-V A1, § 3

 

 

Gefahrstoffe, Lagerraum für leicht entzündliche Stoffe

 

Oft werden Gefahrstoffe und Stoffe der Gefahrenklasse A I bzw. A II in einem Raum gelagert, der nicht dafür vorgesehen und geeignet ist. Er erfüllt nicht die technischen Voraussetzungen für eine solche Lagerung. Er entspricht z.B., bei Lagerung entsprechend großer Mengen, nicht der Verordnung brennbarer Flüssigkeiten (VbF) und dem zugehörigen Technischen Regelwerk (TRbF 110, Lager).

Das kann an folgendem liegen:

die Gefahrstoffe werden auf leicht brennbaren Holzregalen aufbewahrt,

der Raum hat keine ausreichende Be- und Entlüftung (fünffacher Luftwechsel),

in dem Fußboden befindet sich ein Abfluss,

die Rettungswege entsprechen nicht den Vorschriften,

die Beleuchtungseinrichtung ist nicht in ex-geschützt ausgeführt,

die Sicherheitskennzeichnungen, nämlich Verbots- und Warnzeichen an der Tür,         innen und außen, fehlen und

es fehlt ein elektrischer Potenzialausgleich.

Als Lagerraum für Gefahrstoffe in größeren Mengen darf der Raum so möglicherweise nicht weiter benutzt werden.

Empfohlene Maßnahme

1.   Der Raum sollte gem. der Verordnung überprüft und, wenn erforderlich, hergerichtet werden. Dafür wäre das Amt für Arbeitsschutz anzusprechen oder

2.   der Raum sollte nicht mehr für diese Art der Lagerung von Gefahrstoffen vorgesehen werden.

Möglicherweise könnte, nach gründlicher Stoffe- und Mengenminimierung, die Aufstellung vorschriftsmäßiger Chemikalienschränke und eines Sicherheitsschrankes,

gem. DIN 12925, mit Entlüftungen erfolgen. Dieser Weg wäre zwar der kostengünstigere und empfehlenswertere, er sollte aber nur in Erwägung gezogen werden, wenn dadurch keine langen bzw. weiten Wege zum Unterrichtsraum und damit neue Gefährdungen entstehen.

Vgl.: GUV-SR 2003, 6.3, VbF bzw. TRbF 110 (Lager) sowie GUV-V A8.

 

 

Glas in Schränken, Vitrinen, Drahtglas und Einfachverglasungen in Türen sowie Spiegel

 

a) Glas in Schränken und Vitrinen

In den Schranktüren sowie in Vitrinen besteht die Verglasung häufig noch aus Einfachglas und nicht aus unzerbrechlichem Glas. Einfachglas kann bei Bruch zu Schnittverletzungen führen. Der Zugang zu den Schränken ist oft nicht erschwert, wie es die Unfallverhütungsvorschrift ..Schulen..." vorschreibt: ... dass Schüler zu dem Raum keinen Zugang haben oder dass solche Schränke nicht in Verkehrswegen, Rettungswegen oder Klassenräumen stehen oder dass die Verglasungen hinter bepflanzten Schutzzonen liegen.

Empfohlene Maßnahme

Um das teure Sicherheitsglas zu vermeiden, könnte das Glas möglicherweise ganz entfernt und durch Sperrholzplatten ersetzt werden. Häufig kann auch ein "Sichten" der in den Schränken aufbewahrten Gegenstände und ein "Neuordnen oder Entsorgen" dazu führen, dass die Schränke leer werden. Sie sollten dann ganz entfernt werden.

b) Drahtglas und Einfachverglasung

In vielen Durchgangstüren, z.B. in den Fluren oder in Eingangstüren und bis in Fußbodenhöhe reichenden Fenstern besteht die Verglasung zu häufig noch aus Drahtglas oder sogar aus zerbrechlichem Einfachglas. Das ist eine ganz erhebliche Unfallgefahr.

Empfohlene Maßnahme

Drahtglas und zerbrechliches Einfachglas dürfen in Fluren oder in Eingangstüren, deren Glasscheiben bis in Bodennähe reichen, nicht verwendet werden.

c) Spiegel

Spiegel sind ebenfalls oft nicht unzerbrechlich, wie es die Vorschrift verlangt.

Empfohlene Maßnahme

Verglasungen müssen, gemessen von der Standfläche, bis 2 m Höhe aus Sicherheitsglas oder Materialien mit mindestens gleichwertigen Sicherheitseigenschaften bestehen, so dass

Schnittverletzungen bei Glasbruch vermieden werden.

Drahtgläser und Einfachverglasungen sind durch Sicherheitsglas zu ersetzen. Sicherheitsglas o.ä. ist nur dann nicht erforderlich, wenn der Zugang zu Verglasungen erschwert ist.

Der Zugang gilt als erschwert,

-wenn ein mindestens 1 m hohes Geländer mindestens 20 cm vor der Verglasung vorhanden ist,

-bei Fenstern, wenn die Fensterbrüstung mindestens 80 cm hoch und

die Fensterbank mindestens 20 cm tief ist,

-bei Schränken und Vitrinen in Fachnebenräumen, wenn die Verglasung hinter bepflanzten Schutzzonen liegt.

Sicherheitsglas ist Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) oder Verbund-Sicherheitsglas (VSG) gemäß DIN 18 361. Drahtglas ist kein Sicherheitsglas. Glastüren und andere Glasflächen, die zum Fußboden allgemein zugänglicher Verkehrsflächen herabreichen, sind so zu kennzeichnen, dass sie leicht erkannt werden können. Dies wird erreicht z.B. durch Querriegel Brüstungselemente, Kennzeichnungen.

Vgl.: GUV-SR 2001, 4.2.6 und GUV-SI 8027, 4, Spiegel aus zerbrechlichem Glas sollten entweder ganz entfernt oder gegen unzerbrechliche Therapiespiegel ausgetauscht werden. Die bietet der Handel an.

 

 

Heizkörperthermostatventile in der ganzen Schule

 

Oft fehlen in vielen Heizkörpern die Thermostatventile. Die vorhandenen Absperr- bzw. Öffnungsventile lassen ein gleichmäßiges Regeln der Raumtemperatur nicht zu. Sie sind außerdem unwirtschaftlich.

Empfohlene Maßnahme

Alle Heizkörper sollten mit Thermostatventilen versehen werden. Sie sollten außerhalb von Klassen- und Unterrichtsräumen individuell bedienbar sein. So wäre eine gleichmäßige, gesundheitlich zuträgliche  Raumtemperatur zuverlässig sicherzustellen.

Vgl.: ArbStättV § 6 (2) und TR-Schulen 10.3

 

 

Holzstaub, Betriebsanweisung                             Holzstaub

Betriebsanweisung Nr. ………………..                    

nach §20 Gefahrstoffverordnung

und TRGS 555

 

Arbeitsplatz:                                                              Datum:

Tätigkeit:                                                                   Unterschrift:

 

Gefahrstoffbezeichnung

Buchenholzstaub/Eichenholzstaub.

Diese Stäube entstehen bei der Be- und Verarbeitung von Holz und Holzwerkstoffen.

Holzstaub anderer Holzarten.

 

Gefahren für Mensch und Umwelt

Holzstäube können zusammen mit einer Zündquelle und dem vorhandenen Luftsauerstoff Brände und Explosionen auslösen.

Holzstäube, besonders solche von tropischen Hölzern, können nach Sensibilisierung allergische Erscheinungen, z. B. der Haut oder der Atemwege, hervorrufen.

Buchenholz- und Eichenholzstaub sind als krebserzeugend eingestuft (Nasenschleimhautkrebs).  Das krebserzeugende Prinzip ist noch unbekannt.

Die Stäube anderer Hölzer stehen im Verdacht, krebserzeugende Wirkung zu besitzen.

 

Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln

Die staubemittierenden Bearbeitungsmaschinen müssen mit Absaugeinrichtungen betrieben werden; dies gilt auch für Handmaschinen.  Handschleifarbeitsplätze müssen ebenfalls abgesaugt werden.  Auf den Anschluss an eine Absauganlage kann bei Handbohrmaschinen und Ständerbohrmaschinen verzichtet werden.  Bei Kettensägemaschinen, Gattersägemaschinen, Abbundanlagen und Baustellenkreissägemaschinen kann auf den Anschluss an eine Absauganlage nur verzichtet werden, soweit diese Maschinen im Freien oder in ausreichend belüfteten Räumen, z. B. seitlich offenen Hallen, betrieben werden.

Fehlen im Einzelfall Absauganlagen, so müssen Atemschutzgeräte (Filtergeräte mit Partikelfiltern, Filterklasse P2) benutzt werden.

Die optimale Einstellung der Stauberfassungselemente an der Staubentstehungsstelle ist vor Aufnahme der Arbeit zu kontrollieren.

Zur Verbesserung der Absaugwirkung sind die Schieber in den Anschlussleitungen der nicht benutzten Maschinen zu schließen.

Arbeitsplätze und Maschinen müssen regelmäßig von Staubablagerungen und Spänen durch Aufsaugen gereinigt werden.  Abblasen mit Druckluft und Kehren sind nicht zulässig.

Atemschutzgeräte müssen im Betrieb bereitgestellt und bei Bedarf benutzt werden.

 

Verhalten im Gefahrfall

Störungen an Filteranlagen sind unter Benutzung von Atemschutzgeräten zu beheben.

Im Brandfall sind die Feuerlöscheinrichtungen zu benutzen und die Feuerwehr unter Notruf  1 1 2 zu verständigen.

Glimmbrände in Staubablagerungen nicht durch scharfen Löschmittelstrahl aufwirbeln - Staubexplosionsgefahr!

Brände und Explosionen, insbesondere in Filteranlagen und Silos, sind der Berufsgenossenschaft und dem zuständigen Gewerbeaufsichtsamt unverzüglich anzuzeigen.  Dies gilt auch für Fälle ohne Personenschaden.

Telefon:

 

Sachgerechte Entsorgung

Holzstaub und -späne in Silos, Containern, Staubsammelsäcken usw. sammeln und staubfrei weiterverwerten, z. B. verbrennen.

 

 

 

Holzwerkstatt

 

In der Holzwerkstatt ist häufig zu viel feiner Holzstaub. Möglicherweise werden neben anderen Hölzern auch Eichen-, Buchenhölzer, Span- und Sperrholzplatten sowie unbekannte Hölzer mit einem Anteil von 20 % Eichen- und Buchenholz, verarbeitet. Das soll nicht sein. Buchen- und Eichenholz soll in Schulen grundsätzlich nicht mehr verwendet werden.

Als besonders gefährdend werden zusätzliche Dämpfe von Holzschutzmitteln oder Lacken eingestuft, z.B., wenn die zu sägenden Hölzer zuvor damit gestrichen, getränkt oder eingelassen wurden (z.B. Althölzer). Bei der Bearbeitung von Holz ist das gesundheitliche Risiko von Holzstaub in der Luft nach dem Stand der Technik zu minimieren.

Insgesamt werden in der Holzwerkstatt oft nicht alle Sicherheitsregeln und Unfallverhütungsvorschriften eingehalten. Das kann an folgendem liegen:

a) Verwendungsverbot

Das Verwendungsverbot von Eichen- und Buchenhölzern wird zu oft nicht eingehalten.

Empfohlene Maßnahme

Auf die Verwendung von Eichen- und Buchenhölzern, wie eingangs erklärt, sollte verzichtet werden.

Vgl.: s. Holzstaub, Betriebsanweisungen

b) Staubabsaugung

Die Tischkreissäge hat sehr oft keine bzw. eine Staubabsaugung, die in keiner Weise dem "Stand der Technik" entspricht. Eine Nachrüstung mit einer Staubabsaugung, "staubgeprüft", kann in den meisten Fällen nicht empfohlen werden, weil so genannte "Nachrüstsätze" passend zur vorhandenen Tischkreissäge hergestellt und geprüft worden sein müssen.

Empfohlene Maßnahme

Grundsätzlich sollte z.B. bei Standardholzbearbeitungsmaschinen, bei denen der Holzstaub an der Entstehungsstelle abgesaugt wird und kein geprüfter Entstauber vorhanden ist, täglich höchstens eine Stunde gearbeitet werden.

Maschinen ohne Prüfzeugnis sollten jedoch im Rahmen eines "Nachrüstungsprogramms von Holzbearbeitungsmaschinen" ausgemustert und gegen neue ersetzt werden.

Für die Neubeschaffung der Holzbearbeitungsmaschine und Absauganlage mit dem Zeichen "staubgeprüft/H 2" sollte das IfL-Hamburg, Arbeitslehre, zur Beratung angesprochen werden.

Vgl.: GUV-SR 2003, 5.2

c) Bandsäge

Die Bandsäge hat sehr oft keine Staubabsaugung. Die kann auch praktisch nicht nachgerüstet werden.

Empfohlene Maßnahme

Die Maschine sollte im Rahmen eines "Nachrüstungsprogramms von Holzbearbeitungsmaschinen" ausgemustert und ersetzt werden.

Eine Neubeschaffung der Holzbearbeitungsmaschine und Absauganlage mit dem Zeichen "staubgeprüft/H 2" sollte erfolgen.

Vgl.: s. Holzstaub, Betriebsanweisungen

d) Atemschutzmaske

Im Arbeitsbereich Holzwerkstatt wird häufig keine oder keine richtige Atemschutzmaske vorrätig gehalten. Die ist aber beim Sägen an nicht richtig abgesaugten Maschinen erforderlich.

Empfohlene Maßnahme

In der Holzwerkstatt ist eine Atemschutzmaske, die den Mund und die Nase einbezieht, vorrätig zu halten und beim Sägen zu benutzen.

Der Atemschutz muss einen Partikelfilter Klasse FFP 2 beinhalten. Es handelt sich dabei um im Handel erhältliche Serienprodukte.

Diese Maßnahmen sind bis zur Aufstellung und Benutzung einer vorschriftgemäßen

Maschine erforderlich.

e) Fußbodenglätte

Durch die Holzstäube und insgesamt ist der Fußboden sehr oft zu glatt. Das ist eine erhebliche Unfallgefahr.

Empfohlene Maßnahme

Der Fußboden sollte abgezogen und anschließend nicht versiegelt und nicht eingelassen werden.

f) Staubsauger und Reinigung der Räume

Es fehlt häufig ein richtiger Staubsauger bzw. der vorhandene Staubsauger ist zu oft ungeeignet für die Holzstäube.

Empfohlene Maßnahme

Zum Staubsaugen ist ein Staubsauger mit der Filterklasse C zu verwenden.

Möglicherweise kann ein vorhandener Staubsauger umgerüstet werden. In einem solchen Fall würde übergangsweise die Filterklasse S ausreichen.

g) Sicherheitskennzeichnung

Empfohlene Maßnahme

Die Holzwerkstatt sollte an der Innenseite der Eingangstür die Sicherheitskennzeichnung, das Gebotszeichen, haben: "Atemschutz tragen".

Vgl.: GUV-V A8, S.31, Durchmesser mind. 20 cm bei Erkennungsweite bis 5 m und mind. 40 cm bei Erkennungsweite bis 16 m.

h) Umgang/Entsorgung

Empfohlene Maßnahme

Schüler, Lehrer und das Reinigungspersonal müssen durch den Fachlehrer über die Gefahren der Holzstäube für Mensch und Umwelt durch eine Unterweisung und Betriebsanweisung informiert werden. Teile einer Unterweisung können z.B. sein: Besen sollen zum Fegen von Holzstäuben nicht benutzt werden. Holzstäube dürfen nicht in die Raumluft gepustet werden. Betriebsanweisung "Holzstaub" befindet sich in der Anlage.

Holzstäube sind der Müllabfuhr als Sondermüll zum Verbrennen zu übergeben.

Vgl.: GUV-SR 2003, 3.2.2 und 5.2

i) Werkraumordnung

Um in Werkräumen für die Schüler Verhaltensweisen deutlich zu beschreiben, gibt es eine so genannte Werkraumordnung. Die Werkraumordnung ist aus fester Pappe und zum Aufhängen an der Wand geeignet. Eine solche Werkraumordnung fehlt hier. Grundsätzlich gehört sie jedoch in jede Werkstatt.

Empfohlene Maßnahme

Die Landesunfallkasse, Hamburg, bzw. die Unfallkassen der Länder bieten unter der Bestellnummer GUV 30.30 die kostenlose Übersendung solcher Werkraumordnung an. Sie hat die Maße: ca. 30 cm x 42 cm.

Aushänge in der Größe DIN A 2 gibt es unter folgenden GUV-Nr.n:

 

GUV-I 720

Tisch- und Format-Kreissägemaschinen (Aushang DIN A 2)

GUV-I 724

Abricht-Hobelmaschinen (Aushang DIN A 2)

GUV-I 722