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Harald Birgfeld, Webseite seit 1987/ Website since 1987

 

da liegt mein Herz, Geschichten aus Niemandsland 2022 -2024 (im Entstehen)

z.B.: 100 Jahre „Kafka“, eine herrenlose Fundsache (neu)

 

Aufruf

 

zu Olympia – olympische Spiele!

 

 

Alle Veröffentlichungen,

online und im Buchhandel

 

Gedicht der Woche,

Lyrik, Prosa und Ingenieurarbeiten

 

 

Galeriebild der Woche und

Bildergalerie

 

 

 

 

Oct19#01.jpg

In den sprachlich aufs Äußerste reduzierten 132 Gedichten dieser Sammlung setzt Birgfeld Worte und Satzfragmente gegeneinander, lässt sie Pole bilden, die einen weiten Assoziationsraum eröffnen. Die Freiheit, die sie dem Leser lassen, diesen Freiraum zu füllen, macht ihren eigenen Reiz aus: die Lektüre der Gedichte wird zur Herausforderung, sich seinen eigenen Erfahrungen zu stellen. Dabei verliert sich Birgfeld nirgends in Abstraktion und leeren Begriffen: er versucht im Gegenteil, mit wenigen, doch bewusst gewählten Stilmitteln (Klangfarben, sparsamen Reimen) die Erfahrung der Sinne in Sprache umzusetzen. Wo aber die Umwelt diese Möglichkeit von 'Erfahrung' im wörtlichen Sinne nicht mehr zulässt, werden die Gedichte zum Zeugen der vollendeten Entfremdung.

 

 

Von Haut zu Haut

 

132 Gedichte.

Was macht meine Liebe an dir und an mir mit mir und mit dir?

Lyrik.

 

Harald Birgfeld.

 

48 Seiten, Format A5

 

 

Online bestellen sowie im Buchhandel,

 

€ 4,99 inkl. MwSt.

 

Zum Buchshop

ISBN 9783738603866

 

„Von Haut zu Haut“  ist auch in den USA, Großbritannien und Kanada unter obiger ISBN und bei abweichenden Preisen bestell- und lieferbar.

 

Auch als E-Book

 

€ 2,99

 

Zum Buchshop

ISBN 9783738683394

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

 

"Es lohnt sich, einmal einen heutigen Dichter kennen zu lernen, der mit der deutschen Sprache einen faszinierend fremden Weg betritt und trotzdem dem Leser Freiraum lässt für eigene Gedankengänge, ohne dass die Probleme in erhobener Zeigefingermanier zu zeitkritischen Trampelpfaden werden." (1986: Gutachten).

 

Harald Birgfeld, von Beruf Diplom-Ingenieur, schrieb die meisten seiner Gedichte während der morgendlichen Fahrt mit der Hamburger S-Bahn zur Arbeit. Seine Texte entstanden fast immer bereits in endgültiger Form.

 

Copyright 2014 beim Autor, Harald Birgfeld, alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Veröffentlichung darf ohne schriftliche Erlaubnis des Herausgebers, Harald Birgfeld, reproduziert werden. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Verfilmung und Einspeicherung sowie Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Herausgeber, Autor, Redakteur: Harald Birgfeld, e-mail:.          Harald.Birgfeld@t-online.de

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

 

Abschnitt

Alltagsglück

Als Frau

Aufgerichtet

Aufgetaucht

Augenwinkel

 

Beifall der dir galt

Betroffen

Blumen

Bunter frischer Blumenstrauß

 

Dann spreche ich

Das Zimmer

Dein Fuhrmann

Deine Finger spüren

Deine Lider

Deine Lust

Deine Rolle

Diadem

Die Axt

Die Fingerspitzen

Die Schnur

Die Treppe

Die Trockenheit

Die Zeit

Drüben Steht mein Kopf

Du brüstest dich

Du dachtest nach

Du hauchst gelassen

Du lässt dir gern

Du warst überzeugt

 

Ein Loch

Ein Stern

Ein Tier

Ein Zeigerpaar

Eine Ampel

Einen Wassertropfen

 

 

Einmal fallen deine Tränen

Einmal flog ich

Elfenhaut

Es spricht

 

Fast schon Winter

Fenster

Filigran

Fingerfreier Ring

Fingerspitzen

Flieder

Flieder vor dem Haus

Fluchtpunkt

 

Gehäuft

Gestern bin ich meiner Haut

Glaubst mir nicht

Goldband

Golddraht

Goldzügel

Großmut

Grün

 

Hals am Bändchen

Hand in Weiß

Hebe mich doch auf

Heimlich

Herrschaft

 

Ich bin

Ich bin ein Organ

Ich dein erster Knecht

Ich ein Sandstein

Ich umfasse dich

Ich versuchte

Ich würde es beschwören

Im Brunnen

Im Tapetenmuster

In deinen Augen

 

 

In deiner Rolle

Irgendwann

 

Karat im Haar

Kein fremder Blick

Kein Wort

Kettchen

Kettchen Fußgelenk

Kettchen Gold

Kleines Lied

Knöchelchen

Kuss in den Spiegel

 

Leise flüstert der Spiegel

Leise flüstert der Spiegel

Lockenhaar

Loses Stirnband

 

Mein Blick

Mein Fallen

Mein Wunsch

Meine Hand

Mit der ersten Sonne

Mund auf Mund

 

Nah

Nichts bemerken

Nun war Abschied

 

Pelz

Porzellan

 

Reisezug

Rendezvous

Ring im Mund

Ring im Wasser

Rotfleck auf der Stirn

Rotstein

Rotstrich

 

 

Sandstein

Schmerzlich

Schwarzer Mund

So vertraut

Sommer

Spät entdecktest du

Später erst

Spur im Pelz

Stein in blau

Straßenschild

 

Telefon

Treppauf Treppab

Treu

Tropfenperle

 

Über deiner Brust

Ungeklärter Hunger

Unter deiner Brust

 

Verliebt

Vogelschwarm

Vor dem Spiegel

Vor dem Zwischenraum

 

Wäre nicht dein Herz

Winterhimmel

Winzig war die Kugel

 

Zartgefühl

Zu dumm

Zu spät

Zu spät

Zungenspiel

 

 

 

 

Verliebt

 

Vertraut

 

 

 

Dieses Mal

Verwehre ich mir nicht

Den Kuss

Aus eigner Haut

 

 

 

 

Die Zeit

An meinem Arm

Die Zeit in meiner Hand

 

 

Lederschnur

Goldnes Band

Ändern nichts daran

 

 

 

 

Stein in blau

Stein in rot

Stein in grün

Stein in weiß

 

 

Ganz allein

Niemand weiß

Dein und mein

 

 

 

 

Elfenhaut

Muschelhaus

Mädchenhaar

 

 

 

Mit dem Mund

Lauf ich das Rund

Deiner Perlen ab

 

 

 

Kuss an Kuss

 

Überfluss

Hat's geschneit

 

 

 

Hals am Bändchen

Ring am Händchen 

 

 

Auge springt durch Reifen

 

 

 

 

Filigran

Ornamente

Goldner Draht

Silbertropfen

 

 

 

Sollst an meine Türe klopfen

Ist nur angelehnt

 

Stehst davor

gehst vorbei

 

 

Habe mich nach dir gesehnt

 

Kommst zurück

Hab mein Herz

Nicht ins Schloss gedrückt

 

 

 

Kettchen

Hals

Medaillon 

 

 

Meine Augen

Kommen nicht davon

 

 

 

 

Kettchen

Gold

Fußgelenk

 

 

Zehenspitze

Tänzerin

Auf meiner Haut

 

 

 

 

Deine Finger spüren

Nach dem Ohrgehänge

Tasten nach dem Stein

Prüfen das Geschmeide

Nichts darf dir

Verloren gehen

 

 

Lächelnd siehst du zu

Dass dich mein Mund

Beraubt

 

 

 

 

Goldband

Halsband

Stürzt kopfüber

Schlangen gleich

In dein Kleid

 

 

Stiege gern

In diese Grube

 

 

 

 

Zungenspiel

Spüre nichts vom Schmelz

Der Perlen dir am Hals

 

 

Zungenspiel im Kuss

 

Zähle alles aus

Im Rund

 

 

Weiß zu viel

 

 

 

Diadem

Hohe Stirn

Langes Kleid

 

Perlenschnur

Ins Haar geflochten

Ruft nach Muscheln

Ruft nach Tauchern

 

 

Meine Hände eilen

Stehen zwischen

Kleidersaum und Küste

 

 

 

Perlenfischer

Zwischen deinen nackten Schultern

Will ich sein

 

 

 

Tropfenperle

Hängt allein

An deinen Wimpern

 

 

Könnt es sein

Dass du ihretwegen

Weinst

 

 

 

 

Mein Blick

Fällt ins Tal

 

 

Habe mich in deinem

Medaillon

Verfangen

 

 

Beides ging verloren

Als dein Kleid

Sich öffnete

 

 

 

Leise flüstert der Spiegel

 

 

 

Zu schön

Zu schön

Zu schön für mich

 

 

 

 

Leise flüstert der Spiegel

 

 

 

Zu schön

Zu schön

Zu schön für dich

 

 

 

 

Kuss in den Spiegel

 

 

 

Verschwind

Verschwind

So warne ich

 

 

Dann ritze ich

Mit einem Diamanten

Narben ins Gesicht

 

 

 

Fingerspitzen

 

 

 

Aufmerksame Reiter

Deiner Lippen

 

 

Heute ist in dir

Parade

 

 

 

Karat im Haar

Den goldnen Stein gefasst

Ein schweres Diadem

 

 

Zunge gleitet

Über dunkle Lippen

Zündet Zähne an

 

 

 

 

Porzellan

Reif am Arm

Wiegt so schwer

 

 

Blaumalerei

Auf der Schaukel

 

 

 

Solltest du versehentlich

Als Königin

Geboren sein

 

 

 

Lockenhaar

 

Nackentuch

 

 

Goldbrosche

 

 

 

Falter deiner Schultern

Sind versteckt

 

 

 

Grün

Blau

Rot

 

 

Diamanten deiner Augen

Sitzen fest

 

 

 

Keine Farbe

Geht aus deinem Mund

Verloren

 

 

 

Sommer

Haut

 

Wassertropfen

Laufen über Samt

Bergauf

 

 

Perlenkette

Aufgesprungen

 

 

 

Tausend Muscheln

Lecken dich

Mit ihren Zungen

 

 

 

Rendezvous

 

 

 

Zwischen

Schneidezähnen

Deine Perle

 

 

Wär es nicht dein Herz

Du würdest sie

Zerbeißen

 

 

 

Kein fremder Blick

 

Selbstvertraut

 

 

Herrlich ist der Kuss

Auf kaltes Porzellan

 

Spiegel schreckt

Mich nicht

 

 

Bald ist

Angerichtet

 

 

 

Ring im Mund

Gold im Mund

 

 

Wär ich König

Trüg ich’s Stirnband

Um die Zunge

 

 

 

 

 

Ring im Wasser

Schneller Fisch

 

 

Ließe mich so gerne

Fangen

 

 

Beide blinken

Unter meiner Brücke

 

 

 

Wäre nicht

Dein Herz

 

 

Ich kümmerte mich

Um dein Herz

 

 

 

 

Mein Wunsch

Vor deinem Ohr

 

 

 

Tief im Berg

So sagtest du

Verdoppelt und verdreifacht sich

Der kleinste Laut

Zu ungeheurem Dröhnen

 

 

Mir fällt ein Ring

Zu Boden

 

 

 

Mund

Auf Mund

 

 

Ich drücke deine Augen

Fest ins Schloss

 

 

Hinter deiner Tür

Seh ich die Kleiderschränke

Offen stehen

 

 

 

Rotstein

Im

Stirnreif

 

 

 

Jemand sprach

Von Glas

 

Mein Gott

Er übersah

Den Mund

 

 

Den will ich

Suchen

 

 

 

Ich würde es beschwören

Wäre es nicht Nacht

 

 

 

Das Gold

Von dem ich red

Ist warm und weich

 

 

Hände voll

Trag ich es ab

 

 

 

 

Mein

Fallen

 

 

Stumpf und ohne Glanz

Die Kette

Die mich halten soll

 

 

 

 

Du hauchst gelassen

Auf die Spiegelfläche

Deines Ringes

 

 

Wäre nicht dies Wort

In meinem Ohr

 

 

 

 

Treppauf

Treppab

 

 

Kuss im Mund

 

 

 

Keine Tür

 

 

 

Golddraht

Im Haar

 

 

Du bist streng

Wenn du dich selber

Fängst

 

 

 

 

Einmal

Fallen deine Tränen

Hart zu Boden

 

 

Wahrhaft

Silberkugeln

Haben wenig Wert

 

 

 

 

Telefon

Ich glaub dir alles

 

 

Reißverschluss

Der Haut

 

 

In deiner Hand

Ist immer

Die Belohnung

 

 

 

Kettchen

Fußgelenk

 

 

Mein Mund

Am Boden

 

 

 

 

Heimlich

Ans Schmuckkästchen

 

 

 

Mich erschrickt

Darinnen

Deine Hand

 

 

Zweifach nähtest du

Die Tür

Ans Herz

 

 

 

Später erst

 

Goldreif

Spannt ums Herz

 

 

Warum

 

 

 

War ich blind

 

Bin ich blind genug

 

 

 

Knöchelchen

Vor dem Kuss

 

 

Knöchelchen

Nach dem Kuss

 

 

Willst du

Edelsteine essen gehen

 

 

 

Augenwinkel

Bleiben stehen

 

 

 

Im andren Tal

Verflachen sich

Die Berge

 

 

Das

Steineglühen

Scheint zu dir

Herüber

 

 

 

Fingerfreier

Ring

 

 

 

Hier oben löste sich

Durch meine Schuld

Der Steinschlag aus

 

 

 

 

Rotfleck

Auf der Stirn

 

 

 

Dort

Woher du kommst

Küsst man den Schmuck

Der Erde

 

 

 

 

Einen

Wassertropfen

Gab ich frei

 

 

Sonst galt alles

Meinem Durst

 

 

Der ließ mich nicht

An sich heran

 

 

 

Loses

Stirnband

 

 

Für den goldnen Fisch

Gäbst du den

Ganzen Kopf

 

 

 

 

Mit der ersten Sonne

Sah ich auf

Mein Werk

 

 

 

Du fuhrst die

Fingerspuren ein

Vergabst für jede

Einen eignen Namen

 

 

 

 

Flieder

In deinem Haar

 

 

 

Letztes Mal

Standst du noch nicht

In Blüte

 

 

 

 

Über

Deiner Brust

 

 

 

Immer

Stolper ich zuvor

Roll aus

 

 

Du liebst

Die Perlen

Deiner Haut

Viel mehr

 

 

 

Beifall

Der dir gilt

 

 

 

Alltagsglück

 

 

 

Früher trug man

Siegern

Kleidung

Nach

 

 

 

In deiner Rolle

 

 

 

So

Ist Schlaf

Verlangen

 

 

 

 

Treu

 

Nicht treu

 

 

 

Ohnmacht

 

Macht

 

 

Im Kinderreigen

Sah ich

Fassen sich die Kleinen

An die Hände

 

 

 

Kleines Lied

 

 

Ungestört

 

 

Du hörst dir

Gerne zu

 

 

 

Es spricht

Kein

Edelstein

 

 

Du lauschst

 

 

 

Es dürfte auch

Nicht sein

 

 

 

Ungeklärter Hunger

 

 

 

Alles war mir frei

 

 

 

Auch das

Heute

 

 

 

Herrschaft

über mir

 

 

 

So

Bin ich taub

Mit deinem Fuß

Auf meinem Ohr

 

 

Und höre alles

 

Lausche

Durch dich durch

 

 

 

Du lässt dir gern

Das Silberfell

Des jungen Mädchens

Lecken

 

 

 

 

 

In deinen

Augen

 

 

Täglich höre ich

Von neuen Gärten

 

 

 

 

Flieder

Vor dem Haus

 

 

Blaudolde

An mir

 

 

Wie soll ich euch

Ertragen

 

 

 

Du

Brüstest dich

 

 

 

Die Frau des Freundes

Ist ein Platz

Für zwei

 

 

Wärme ist doch

Unpersönlich

 

 

 

Nichts

Bemerken

 

 

 

Deine Augen

Wurden außerhalb

Gefangen

 

 

Stundenlang

Verhör

 

 

 

Dann spreche

Ich sie aus

 

 

 

Schwer wiegt eine

Goldzahl

Wenn sie fällt

 

 

 

 

Aufgerichtet

 

 

 

An der Silberbrosche

Wachsen Blüten nach

 

 

Das war meine

Zeit

 

 

 

So vertraut

 

 

 

 

Heimlich

Beißt du

In den Duft

Des Flieders

 

 

Ich schloss meinen

Mund

An deiner Kehle

 

 

 

Du dachtest nach

 

Lange dachtest du

 

 

Es störte dich

Das Wassertropfen 

 

 

Eine Überschwemmung

Schlosst du aus

 

 

 

Du warst überzeugt

 

 

 

Es gab nichts mehr

Das du dir hättest

Sagen können

 

 

Jetzt galt

jeder Grund

 

 

 

Im

Tapetenmuster

 

Türen gehen

Ständig auf

Und auf

Und auf

 

 

Niemand schließt

Sich ab

 

 

 

Gleich dahinter

Ist die Mauer

 

 

 

Fast schon Winter

 

Tannen

Veilchen

Dunkelheit

 

 

Kerzenschimmer

 

 

 

Du gehst leise

Über deine Haut

 

 

 

Ich

Dein erster Knecht

 

 

Du gehst

Unter deinem Stirnband

 

 

Reich bist du besetzt

Mit meiner

Dienerschaft

 

 

 

Dein

Fuhrmann

 

 

 

Weit

Von deiner Welt entfernt

Treib ich

Dich an

 

 

 

 

Pelz

 

 

 

Dir wächst

Das Haar nach außen

 

 

Ich trag mein Fell

Nach innen

 

 

 

Vor dem

Zwischenraum

 

 

Nie entziffer ich

Die Worte

Die du auf den

Spiegel hauchst

 

 

Du bekommst

Von dort sogar

Die Antwort

 

 

 

Spur

Im Pelz

 

 

Alle Schienen

Münden dir

Im Kopf

 

 

Erzähler

 

 

 

 

Deine Lust

 

 

Lügen haben

Keinen Platz

 

 

Ich musste dich darum

Belügen

 

 

 

Nun war

Abschied endlich

 

 

 

Leben kam

Von

Zeit

Zu

Zeit

 

 

 

 

Großmut

 

 

 

Dein Gefährte

War aus

Stein

 

 

Drüben stelltest du ihn

In den

Fluss

 

 

 

Abschnitt

 

 

 

Etwas

Fehlte noch

 

 

Kein Dienst

Ist unpersönlich

 

 

 

Im

Brunnen

 

Wenn die

Freiheit fällt

Schlägt nichts

Mehr auf

 

 

Meinen Handschuh

Werf ich

Hinterher

 

 

Das Leben

Ist von nun an

Schwarz

Und weiß

 

 

 

Nah

War nah genug

 

 

 

 

Fern

War immer noch zu nah

 

 

Blaue Pfeile

Sprangen aus dem

Schmuckstein

Jagten mich

Trafen in mein

Auge

 

 

 

Winterhimmel

 

Schwarzpunkt

Über mir im Flug

 

 

Du liebst die strenge

Trockne Kälte

 

 

Was wohl wäre

Wenn ich dich

Nicht hätte

Fliegen lassen

 

 

 

Zu spät

Um früh zu sein

 

Zu früh

Für eine

Späte Stunde

 

 

Alles ist dir recht

 

 

 

Dann hängst du die

Erinnerung

Zum Trocknen

Auf die Leine

 

 

 

Alltagsglück

 

Morgens bleibt dein

Nachtkleid

Ungeordnet 

 

 

Abends helfen wir uns

Gegenseitig

 

 

Nachts hängt das

Geschirr

Am Haken

 

 

 

Goldzügel

Am Hals

 

 

Alles flechten

Wir uns selbst

 

 

Ich stehe schon

Im Zaumzeug

 

 

Schmerzlich

 

Der Grund

 

 

Deine Hände

Sind heiß

 

 

Meine Füße

Stehen unter Wasser

Neben deinen

 

 

 

Betroffen

 

 

Nichts traf dich

Und nichts

Traf zu

 

 

So sitzt du auf dem

Koffer

 

 

 

Zartgefühl

 

Ich kann nichts

Gegen deine Augen

Machen

 

 

Warmer Sommerregen

Tritt aus deiner ganzen

Wolke

 

Rundherum

Schaust du

Auf mich

 

 

Ob du

Mich siehst

 

 

 

Deine Rolle 

 

 

Dir

so sagtest du

Bin ich die

Bühne

Publikum

Und das Geschehen

 

 

Meine Rolle

 

 

 

Rotstrich

 

Fingernagel

Ritzt die Haut

 

 

Die Ringe

Deiner Hand

Sind neu

 

 

 

Alles

Sagst du

Habe ich von dir

 

 

 

Gestern bin ich

Meiner Haut

Begegnet

 

 

Ja,

Es ging ihr gut

 

 

Sie ließ mich

Grüßen

 

 

 

Drüben

Steht mein Kopf

 

 

Er ruht sich aus

 

 

 

Früher waren wir uns

Nicht so einig

 

 

 

Blumen

Auf dem Kopf

Auf deinem Kopf

 

 

Du wolltest

Keinen Garten

Mehr berauben

 

 

 

 

Kein Wort

 

Kein Einzelfall

 

Kein neuer Abschnitt

 

 

Alles

Bleibt den Bildern

Überlassen

 

Ruhe an der Wand

 

 

Langsam regt sich

Ihretwegen

Etwas

 

Neubeginn

 

 

 

Die

Fingerspitzen eingefahren

 

 

 

Unverletzend

Willst du sein

 

 

 

Über dir

Spannt sich

Das Netz

Aus Eigenhaut

 

 

 

Ein Tier

In deinem Arm

Und mich

Auf deiner Zunge

 

 

 

In der Freude

Zündest du

Die Haare

Deines Körpers

An

 

 

 

 

Ein

Zeigerpaar

 

 

 

Wir stehen uns

Entgegen

 

 

 

Andre lesen

Unsre Uhrzeit ab

Nur

Um sie zu vergleichen

 

 

 

Deine Lider

Reisen über

Beide Augen

 

Abends werden wir

Zuhause sein

 

 

Der Horizont

Geduldet sich

Wie immer

 

 

 

Weit im Nacken

Regnen deine Locken

Ab

 

 

 

Meine Hand

In deiner

 

 

War erst Gruß

War dann

Umarmung

 

 

Nun sind wir

So wie wir sind

In Stein

Geschlagen

 

 

 

Zu dumm

 

Erschrecke

Wie ein Kind

Weil meine Hand

Kristallen klar

Gefroren ist

Und macht

Was sie zu machen hat

 

 

Von mir

Lässt sie sich nicht mehr

Dirigieren

 

 

 

 

Zu spät

 

 

 

 

In meiner Stirn

Hat man

Die Schilder

Ausgetauscht

 

 

Nun fahr ich dich

In eine

Falsche Richtung

 

 

 

Sandstein

 

 

Daraus wollte

Ich dich schaffen

Dich

Mein größtes Werk

 

 

Am Leben

Warst du

Lange schon

 

 

 

Die Trockenheit

Der Winterbäume

 

In der Küche

Gab es keine

Jahreszeiten

 

 

Sonst warst du

Mir gut

 

 

 

In jeder Brandung

Sagst du

Stehen Felsen

 

 

 

Fluchtpunkt

 

Diesmal

Außerhalb

 

 

 

Fluchtort

 

Diesmal

Innerhalb

 

 

 

Flucht

 

Nein

 

Auf der Flucht

 

 

 

Ich

Ein Sandstein

 

Ich

Ein Stein aus Sand

 

 

Ich

Ein Sand im Sand

 

Ich

Ein Stein im Stein

 

 

Ich schneide mich

Nun auf

 

 

 

Die Schnur

Am Hals

 

 

Wär ich nicht

Am Band

Ich liefe meinem Kopf

Davon

 

 

 

 

Ich

Bin ein Organ

Weil ich lebe

 

 

Ich sterbe

 

 

 

Ich bin ein

Ein Organ

Weil ich

Tot bin

 

 

 

Ich bin

Ein Organ

Das schlägt

 

Ich biete mich an

 

 

Das geht nicht

Ich töte

Mein Organ

 

 

 

Das geht

 

Nun nimmt man

Mich an

Anonym

 

 

 

Hebe mich doch auf

 

Die Straße ist ja

Voller Menschen

Dass man nicht

Zu Boden

Greifen kann

 

 

 

 

 

Ein Stern

Aus der

Milchstraße 

 

 

Zeige nichts

 

 

 

Es ist ein

Geschenk

Von mir

 

 

 

Ich

Versuchte

Deine Brust

 

 

Die Milch

Kam nicht

 

 

Dein Schoß

Liegt jetzt

Im Nachbartal

 

 

 

Als Frau

Gebierst du

Meinen Wunsch

 

 

 

Ich bitte dich

Lass mich

Mich

Für dich

Wünschen

 

 

 

 

Vor dem Spiegel 

 

 

Kümmerst dich

Nur noch um dich

 

 

Badende

Vor kaltem Wasser

 

 

 

Aufgetaucht

 

 

Wäre fast

In dir ertrunken

 

 

Deine Sorge galt

Nicht mir

Dort drinnen

 

 

 

Irgendwann

Denkst du

Werd ich mich wohl

Auf dich besinnen

 

 

Irgendwann

Denkst du

Werd ich an dir

Wohl das Ertrinken

Enden

 

 

 

 

Die Axt

Im Fuß

 

Das Lederband

Am Handgelenk 

 

 

Die dumme Freiheit

Will mich lausen

 

 

Später geh ich

Arm in Arm mit dir

Als wäre nichts

 

 

 

Glaubst mir nicht

 

Ich sage

Was du glauben willst

 

 

Später

Als es unwahr wird

Bist du es

Die mich nach Umarmung

Drängt

 

 

Nun erst sind dir die

Gräser meines Nackens

Weich und duftig

 

 

 

Vogelschwarm

Steigt auf

Aus deinen Augen

 

 

Soviel ist gewiss

Die Nester liegen

Außerhalb

 

 

Nachts bin ich

Bei dir zu Hause

 

 

 

Hand in Weiß

 

Mund in Glas gefasst

 

Zunge außerhalb

 

 

Versehentlich

Ließ ich die Türe

Offenstehen

 

 

Gleich dahinter

Lag dein Leben

Auf der Lauer

 

 

 

Winzig war die Kugel

Die mir galt

 

Ein Nadelstich

Nicht mehr

 

 

Mein Kopf

Hat eine achte Öffnung

 

Gut

Dass du

Nicht auf mein drittes Auge trafst

 

 

Das lauert

Hinter meiner Stirn

 

 

 

Einmal flog ich

In die Gitterstäbe

 

Nichts half mehr

 

 

Daneben standen

Alle Türen offen

 

 

Das war nicht genug

 

 

 

Ein Loch

In diesem Augenblick

 

Die Zeit

Schloss einfach auf

 

 

Von mir kommt

Nichts zurück

 

 

 

Zu deinem Schutz

Leg ich den Balken

Vor das Tor

 

 

 

Fenster

Auf der Wand 

 

 

Du winkst

Und siehst hindurch

Und lachst nach draußen

 

 

Ich versuche ganz umsonst

Dir alles

Nach zu machen

 

 

 

Bunter frischer Blumenstrauß

 

So lieb ich dich

So mag ich dich 

 

 

Mit neuen Farben

 

 

Male ich die Worte aus

Die du gleich

Sprechen wirst

 

 

 

Straßenschild

 

Erinnerung

 

 

Wenn ich

Nach Hause gehe

Danke ich

Für jede Hilfe

 

 

 

 

Schwarzer Mund

 

Mein ganzer Schreck

Springt vor die Tür

 

Ich glaube wirklich

Was ich sehe

Und an Farben

 

 

In dem Wasser

Treibt ein Lippenpaar

Vorbei

 

 

 

Ich brauchte keine Segel

Mehr zu setzen

 

 

 

Gehäuft

 

Ich geb es zu

 

 

Ich küsste dich

Bergauf

 

 

 

Nachts zerbrach ein Glas

Und spiegelte

In jeder Scherbe

Teile deiner Schenkel

 

 

 

Spät entdecktest du

Dass ich

Ein Fischer

Meine Körbe selber flocht

 

 

Mir lief kein

Wasser aus

 

 

Du dachtest immer

Ich sei dir

Und mir

Das Netz

 

 

 

Unter

Deiner Brust

 

Ich wünschte

Sie sei schwerer

 

 

Unter

Deiner Brust

Halt ich mir

Beide Augen zu

Und seh auf dich

 

 

Du musst dich

Links und rechts

Von meinem Kopf

Aufs Laken stützen

 

Dann

Gibst du dir nach

 

 

 

Reisezug

 

Im Fenster läuft das Band

 

Ich habe

Es sehr eilig

 

 

Deine Augen

Suchen an der Decke

Einen festen Halt

 

 

 

Sonst hältst du

Ganz still

 

 

 

Ich umfasse dich

Von hinten

 

Jeden morgen

Kämmst du deine Nacht

Auf gleiche Weise

Aus dem Haar

 

 

Im Spiegel wird

Mein Sehen

Überlaut

 

 

 

Einmal reißt

Der Kamm sich los

Und schlägt

Auf mich

 

 

 

Eine Ampel

Auf dem Nachtschrank

 

Endlich dreht sich wieder

Eine Spielzeugmühle

 

 

Du kommst Nächte lang

Nicht heim

 

 

 

So würde ich dich

Auch nicht

Ziehen lassen

 

 

 

Die Treppe

Führt hinab

 

 

Am Ende

Ist kein Ende

 

 

Nur

Weil du mir winkst

Geh ich in Ruhe

Weiter

 

 

 

Das Zimmer

Ist nun soweit leer

 

Ich bleib zurück

Und denk an mich 

 

 

So kann ein Leerraum

Doch nicht

Existieren.

 

 

Warten könnte ich

Auch ohne mich

 

Ein Spiel

Von Haut zu Haut

 

 

 

ISBN 9783738603866